Freitag, 17. März 2017

Vanessa 2 - Schülerinnen



Für Vanessa gab es kaum etwas Besseres als durch die vollen Flure ihrer Schule zu gehen. Und obwohl sie heute nur einen dunklen Pulli und eine verwaschene Jeans an hatte, warf ihr, so ziemlich jeder Junge einen lüsternen Blick zu. Das lag nicht nur an ihrer langen Gestalt, oder ihrem glänzenden schwarzen Harren, die ihr bis zum Hintern reichten. Es lag wohl mehr an ihrer gut ausgestatteten Oberweite, die sich auffallend fest und rund nach vorne Drückte. Ihr kleine Schwester Laura, deren Oberköper mehr flach ausgefallen war, beschwerte sich gerne mal, dass Vanessa eine so ungewöhnlich hervorragende Oberweite hatte.

Natürlich hatte Vanessa auch ansonsten eine super Figur. Eine schmale Taille und einen runden knackigen Hintern, den sie immer in eine enge Jeans zwängte. Von Hinten guckten die Jungs ihr auf den Hintern und von Vorne, naja, weniger in die Augen. Obwohl diese großen hellblauen Augen einen Blick wert waren.

Vanessa durchwanderte nicht alleine die Flure ihrer Schule. In einem Abstand von drei Metern, folgte ihr ein kleiner dürrer Junge mit zerzausten braunen Haaren. In seinen dünnen Armen hielt er ein paar Schulbücher die Vanessa gehörten. Vor einem halben Jahr war ihr Timmy immer hinterhergerannt und hatte Vanessa angebellte, ihre Bucher tragen zu dürfen. Das hatte er einen Monat lang gemacht, bis Vanessa endlich nachgegeben hatte. Und seit dem trug er ihre Sachen. Jeden Tag und überall hin. Er war wie ein kleiner Hund der Vanessa überallhin folgte.

Vanessas kleine Schwester Laura ging auch auf ihre Schule. Sie war erst 15 und damit drei Klassen unter Vanessa. Da Vanessa und Laura sich ausgesprochen gut leiden konnten, im Gegensatz zu manch anderen Geschwistern, besuchte Vanessa regelmäßig, Laura in der großen Pause in ihrer Klasse.

In Vanessas Schule waren zur Pausenzeit alle Klassen für alle Schüler geöffnet. So das sich jeder überall rumtreiben konnte. Eine Regelung die nicht nur Vanessa gefiel. Als sie Lauras Klasse erreichte und hineinguckte, fiel ihr ein kleiner blonder Junge auf, der auf seinem Platz saß und wie hypnotisierte Laura anstarrte. Diese stand mit ein paar anderen Mädchen in einer Ecke der Klasse und unterhielt sich. Vanessa konnte den Jungen verstehen. Laura war ein sehr hübsches Mädchen. Sie hatte die großen grünen Augen ihres Vaters einen großen Mund und braune Harre, die sie mit hellen Strähnen versehen hatte. Vielleicht waren Lauras Schultern etwas breit und sie selber etwas klein, aber dennoch war sie schlank und hatte eine genau so schmale Taille wie Vanessa. Außerdem hatte Vanessa genau so breite Schultern, nur dass es bei ihr, wegen ihrer Größe viel weniger auffiel.

Als Vanessa in die Klasse ging, blieb ihr Bücherträger automatisch am Eingang stehen. Vanessa hatte Timmy eindeutig klar gemacht, dass er sie in keine Klasse begleiten sollte. Er durfte ihre Bücher nur Außerhalb der Klasse tragen. Egal um welchen Klassenraum es sich handelte.

Als sich Vanessa zu ihrer Schwester begab, verabschiedete diese sich von ihren Freundinnen.
"Hey Laura, wie ich sehe hast du einen neuen Verehrer!"
"Was?" fragte Laura und sah sie verwirrt an.
"Na der Junge da!" sagte Vanessa und zeigte auf den Blondschopf.
"Vincent? Quatsch! Der guckt mich doch immer so an!"
"Und du glaubst, dass bedeutet nichts?"
"Nein! Guck dir die Jungs an der Tafel an!"
"Was ist mit denen!"
"Siehst du nicht, wie sie alle versuchen, nicht in deine Richtung zu sehen um es heimlich doch zu machen?"
"Ja, aber das ist normal."
"Oh normal! Das liegt nur an deiner tollen Figur. Ich wette die Hälfte der Jungs in meiner Klasse nehmen dich Abends als Vorlage!"
"Pah!" machte Vanessa. "Da sind sie sicher nicht alleine. Das macht die halbe Schule!"
"Du bist ja sehr von dir überzeugt. Dumm nur das du wahrscheinlich recht hast. Ich wett das gleiche gilt für die Lehrer!"
"Ahhh stopp Laura! Themenwechsel!"
"Was? Denk ja nicht dass die das nicht machen!"
"Laura! Erzähl mir was anderes!"
"Hmm, wir hatten hier letzte Pause Mädchenarmdrücken gemacht!"
"Ach, ihr alle? Und? Bist du die Stärkste in der Klasse?"
"Nee, mehr der Dritte Platz!"

Vanessa zog die Augenbrauen hoch. Sie hatte ihre kleine Schwester immer für stark gehalten. Schließlich war sie vor einem viertel Jahr noch stärker als Vanessa selbst gewesen. Bis Vanessa damit angefangen hatte, jeden Tag etwas zu trainieren. Aber auch das hatte mittlerweile nachgelassen. Nicht dass sie nichts mehr tat. Nur weniger halt. Irgendwie fehlt es ihr an Motivation.

"Wer sind denn bitte die Mädchen die dich besiegt haben?"
"Na einmal Elise da drüben und Ulrike. Die dicke da am Tisch!"

Vanessa sah erst zu Elise dann zu Ulrike rüber. Elise war fast so groß wie Vanessa wirkte aber etwas dünner. Sie hatte braune Haare und war auch ansonsten gebräunt, als ob sie gerade aus dem Urlaub kam. Ulrike hingegen war wirklich dick. Mehr als das. Und auch ansonsten wohl die Außenseiterin der Klasse. Dunkelbraunes fettiges Haar. Einen massigen Körper der wie ein Klumpen Lehm aussah. Trübe Augen mit tiefen Ringen, als ob sie nie schlafen würde und Klamotten, die mal vor 20 Jahren getragen wurden.

"Uh!" machte Vanessa. "Der will ich noch nicht mal die Hand geben!"
"Tja! Aber sie ist die stärkste hier!"
"Kein Wunder, sie trägt ja auch gewohnheitsmäßig eine riesen Last mit sich herum!"
"Glaubst du, du würdest sie schaffen?" fragte Laura neugierig.
"Ich? Wieso denn das jetzt!"
"Na du bist stärker als ich, also vielleicht auch stärker als sie! Währe echt mal gut, wenn ihr ein anders Mädchen zeigt, dass sie nicht die Stärkste ist. Außerdem kann sie mich nicht leiden Und dich mag sie bestimmt auch nicht!"
"Warum!"
"Sie hasst halt hübsche Mädchen!"
"Warum?"
Laura zuckte mit den Schultern. "Guck sie doch an. Wir hassen was wir nicht selber sein können!"
"Aus welchem Glückskeks hast du das denn?" Vanessa seufzte übertrieben. "Na egal. Wenn es dir wichtig ist!"
"Das habe ich nicht gesagt!" rief Laura sofort. "Aber schlecht wäre es nicht!"
"Ja ist gut ich mache es ja schon!".

Vanessa ging zu dem dicken Mädchen herüber und lächelte sie so süß an, wie sie konnte. Dabei folgten ihr die Blicke der meisten Jungs in der Klasse. Die dicke Ulrike blickte auf und sah sie abschätzend an.
"Was ist mit dir los! Lesbisch oder was?"
Vanessa rollte mit den Augen. "Nein, ich wollte dich nur höfflich etwas fragen!"
"Na dann los! Die Pause dauert nicht ewig!"
"Ich habe gehört, dass du meine kleine Schwester im Armdrücken besiegt hast!"
"Wer soll das sein?"
"Laura!" sagte Vanessa in einem schärferen Ton und zeigte auf Laura.
"Ah ja! Na und?"
"Ich wollte es jetzt auch einmal versuchen!"
"Du?" Ulrike blickte sie skeptisch an.
"Ja ich!"
"Meinetwegen musst mir aber erst eine Frage beantworten!"
"Na los frag!"
"Sind deine Teile eigentlich echt? Ich meine sowie die von deinem Körper abstehen, muss das doch Plastik sein!"

Vanessa wurde leicht rot im Gesicht. Die Frage hatte jeder in der Klasse gehört und den Jungs konnte man die Neugier an der Nasenspitze angesehen. "Die sind echt!" rief Vanessa aggressive und schob sich bei der Äußerung die besagte Oberweite mit beiden Händen zu Recht. Als sie das tat, krachte es laut hinter ihr, weil ein Junge bei seiner Klotzerrei, glatt vom Stuhl gefallen war.

"Na dann kann es ja losgehen!" sagte Ulrike und stellte ihren massigen Arm auf den Tisch. Vanessa musste sich überwinden um die Klaue der dicken Ulrike anzufassen. Sie ergriff eine kalte, leicht nasse Hand. Innerlich schüttete sich Vanessa. Dann drückte Ulrike ihre Hand so stark zusammen, dass sie beinah aufgeschrien hätte.
"Kann es jetzt losgehen?" fragte Ulrike. Bevor Vanessa antworten konnte, hörte sie einen  Jungen hinter sich in den Flur brüllen. "Hey, die oberscharfe Braut will gegen das Fettmonster Armdrücken machen!"
"Wer?" ertönte eine Stimme vom Flur her.
"Lauras Schwester!"
"Ach die mit den beiden stimmigen Argumenten?"

Vanessa rollte mit den Augen, als sie die Junge hörte. Ulrike sah finster drein. Kein Wunder, dachte Vanessa, man hatte sie Fettmonster genannt. "Wir warten noch kurz!" sagte Vanessa, während Ulrike weiter ihre Hand drückte. Es dauerte nicht lange und Ulrike und Vanessa waren von einer dichten Traube von Schülern umgeben, die fast die ganze Klasse füllte. Allerdings waren kaum Mädchen darunter.

Ulrike beachtete die anderen Schüler nicht. Sie starrte Vanessa nur wie ein Psycho an. Vanessa schaffte es kaum, ihrem Blick standzuhalten. "Also jetzt los Tittenbarbie!"
"Ich bin nicht blond! murrte Vanessa und sagte dann "Okay, los!" Vanessa zuckte regelrecht zusammen, als die Jungs um sie herum zu brüllen anfinden, sobald sie merkten, dass es losging.

Vanessa musste sich sofort mit Gewalt am Tisch festhalten, weil Ulrikes Arm mit so einer Kraft auf sie einwirkte, dass es sie fast überrumpelte. Schnell wankte ihr Arm und Ulrike zeigte ein fieses Grinsen. "Auch nicht viel besser als deine Schwester, Tittenbarbie!" sagte sie. Und dann schlug sie Vanessas Hand hart auf den Holztisch. Vanessa konnte sich nicht beherrschen und rief einmal kurz "Au!" Die Jungs um sie herum, gaben alle ein enttäuschtes Murmeln von sich. Scheinbar hätten sie gerne Vanessa als Siegerin gesehen. Doch bevor Vanessa ihre eigene Niederlage überhaupt begreifen konnte, schlug Ulrike, die immer noch Vanessas Hand ergriffen hatte, diese noch einmal Kraft voll auf den Holztisch. "Ich habe gewonnen!" rief sie und haute nach jedem Wort Vanessas Hand schmerzhaft auf den Tisch.

Vanessa konnte sich knapp die Tränen verkneifen und zog schnell ihre Hand zurück. "Oh man Ulrike, du bist echt ein Tier!" rief einer der Jungen. "Wirf ihr doch zum Lohn ein rohes Stück Fleisch hin!"
"Fresse man, oder ich werfe ihr dich hin!"

Vanessa konnte das dumme Gequatsche der Jungs nicht ertragen und schob sich durch die Reihen der Jungen nach Draußen vor die Klasse. Die Jungs, an denen sie sich vorbeischob grinsten breit, als sie mit ihr Körperkontakt hatten.

Auf dem Flur lehnte sie sich erleichtert gegen die Wand. Eine Bewegung neben ihr zeigte ihr, dass Laura ihr gefolgt war.
"Na das war ja nicht so toll!" sagte Laura.
"Kann man wohl sagen. Ich habe mich vor deiner ganzen Klasse blamiert."
"Da waren auch noch welche aus andren Klassen!"
"Danke Laura. Jetzt geht es mir besser!"
"Nimm es nicht so schwer Vanessa!" sagte Laure jetzt lieb. "Es waren doch nur Jungs. Und denen ist doch egal, ob eine Frau im Armdrücken gewinnt.
"Kam mir aber nicht so vor!"
"Glaub mir! Die brauchten nur eine Gelegenheit um dich offen anglotzen zu können. Die werden sich alle heute Abend daraufhin, ...
Laura kam nicht weiter, denn plötzlich wurde sie von Vanessa barsch unterbrochen.

"Könntest du bitte damit aufhören zu behaupten, dass jeder Junge mich als Rubbelvorlage benutzt?" schrie Vanessa. Und das so laut, dass sich alle Schüler auf dem Fuhr kurz zu ihr umdrehten. Timmy, der immer noch ihre Bücher trug, bekam einen ganz roten Kopf.
"Oh Gott Timmy!" rief Vanessa."Ich habe nicht dich gemeint!"
"Sieht aber so aus, als ob du bei ihm ins Schwarze getroffen hast!" sagte Laura grinsend und Timmy blickte beschämt zu Boden. "Ich muss hier weg!" rief Vanessa und lief mit großen Schritten davon. Ein paar Sekunden später rannte ihr Timmy hinterher. Laura schüttelte nur den Kopf und verschwand wieder in ihrer Klasse. Die Pause war sowieso um.


Als Vanessa am Ende der gleichen Woche nach Hause kam, hörte sie schon im Flur, dass Laura Besuch hatte. Im Wohnzimmer fand sie ihre kleine Schwester zusammen mit Elise aus ihrer Schule, am Esszimmertisch. Die beiden machten gerade Armdrücken und als Vanessa rein kam, knallte die braungebrannte Elise, Lauras Hand auf die Tischplatte.

"Und wieder gewonnen!" rief Elise und zeigte ihre strahlend weißen Zähne. "Ich gib auf!" knurrte Laura. "Du bist sogar stärker als meine Schwester!" "Wer sagt das!" fragte Vanessa. Die beiden Mädchen drehten sich überrascht zu ihr um. Sie hatten nicht bemerkt, dass Vanessa reingekommen war. "Na ich!" sagte Laura. "Und glaub es ruhig. Gegen Ulrike hast du ja auch verloren!" "Na ja!" mischte sich Elise ein. "Ich habe gegen sie auch verloren!"
"Gut, dann mach ihr beiden jetzt Armdrücken!" sagte Laura und rutschte von ihrem Stuhl runter.

Eigentlich hatte Vanessa nicht wirklich Lust dazu. Da ihre letzte Erfahrung im Armdrücken an ihrem Ego einige Kratzer verursacht hatte. Mit wenig Begeisterung setzte sich Vanessa und ergriff Elises Hand. Elise hatte einen festen Händedruck, den Vanessa, so gut es ging, erwiderte.

"Also gut!" rief Laura begeistert, "Auf mein Zeichen legt ihr los! Achtung, fertig, los!"

Dieses Mal griff Vanessa sofort mit ihrer ganzen Kraft an. Doch Elise hielt stand. Ihre Hand schwankte zwar kurz zurück, doch dann war sie wieder in der Ausgangsstellung. Beiden Mädchen sah man an, dass sie sich ordentlich anstrengten, doch ihre Hände blieben weitestgehend in der Ausgangsstellung.

"Oh man da passiert ja Garnichts!" rief Laura aufgeregt. "Strengt euch mal ein bisschen an!"
"Na gut, ein bisschen kann ich noch!" sagte Elise, was Vanessa überrascht zur Kenntnis nahm. Und tatsächlich legte Elise noch etwas an Kraft nach und Vanessas Hand, wich Millimeter für Millimeter zitternd zurück.

"Vanessa nein!" rief Laura. Vanessa gab aber schon alles was sie hatte, da halfen auch die Rufe ihrer kleinen Schwester nichts. Vanessa keuchte laut auf, als Elise schließlich ihre Hand auf die Holzplatte schlug. Das braungebrannte Mädchen mit den hellweißen Zähnen sah sie freudestrahlend an. "Cool!" rief sie. "Ich habe ein Mädchen aus der Oberstufe besiegt! Wie viel Jahre bist du noch mal älter? Drei?"

Vanessa hatte kaum Lust zu antworten und verschränkte murmelnd die Arme. Sie musste auch nicht antworten, weil Laura sofort dazwischen plapperte. "Hey Elise, zeig Vanessa mal deinen Bizeps, der sieht nämlich echt cool aus!"

Vanessa staunte nicht schlecht, als das lange schlanke Mädchen ihr Shirt hochzog und auf ihrem gebräunten Arm ein runder Bizeps in der Form und Größe eines Golfballs erschien. Vanessa war fasziniert, wie rund so ein Bizeps doch sein konnte. Und er sah wirklich sexy aus. Er ragte so schön aus dem Arm hervor.

Laura war schnell hinter Elises Stuhl getreten und drückte ihren Bizeps leicht mit zwei Fingern. "Und echt hart!" sagte sie begeistert. "Fühl mal!" Vanessa warf Elise einen fragenden Blick zu. Diese nickte grinsend.

Vanessa streckte sich über den Tisch und ergriff zaghaft Elises Bizeps. Sie drückte die runde Muskelerhöhung seitlich mit zwei Finger. Und sie musste zugeben, er war wirklich erstaunlich hart. Bei Vanessa konnte von so einem Bizeps nicht die Rede sein. Allerding hatten ihre Arme auch den doppelten Umfang. Und das meiste davon war halt Fett. Ihr eigentlicher Bizeps befand sich darunter.

"Ja der ist schon cool!" sagte Vanessa nach dem sie einige Male den Bizeps gedrückt hat. Laura nickte bestätigend. "Ich finde ihn auch sexy!" sagte Laura. "Er gibt dir was taffes!"
"Danke!" sagte Elise fröhlich und entspannte ihren Arm.
"Okay, ich lass euch dann mal wieder alleine!" sagte Vanessa und rutschte von ihrem Stuhl. Sie hatte keine Lust, das die beiden Mädchen noch weiter über ihre Niederlage sprachen. Das brachte sie jetzt wirklich nicht.

Am nächsten Tag hatte Vanessa irgendwie schlechte Laune, was auch Laura auffiel. Und so ging es die ganze Woche lang. Am Freitagabend lag sie auf ihrem Bett und starrte missmutig vor sich hin. Als die Tür ihres Zimmers aufging und Laura hereinkam blickte Vanessa genervt auf. "Was!" rief sie.

"Bist du immer noch schlecht drauf?" fragte Laura.
"Was willst du Laura?"
"Es ist Freitagabend! Wollen wir nicht losziehen? Jemanden aus meiner Klasse gibt eine Party!"
"Ich habe keine Lust auf eine Party mit lauter vierzehn und fünfzehn Jährigen!"
"Dann hast Du wohl auch keine Lust auf mich!" rief Laura wütend.
"Richtig geraten! Und jetzt verzieh dich!" rief Vanessa.

Vanessa ließ sich wieder nach hinten fallen und starrte erneut an die Decke. Nach ein paar Minuten merkte sie, dass sich jemand auf ihr Bett setzte. Als sie aufblickte sah sie Laura, von der sie angenommen hatte, dass sie längst weg wäre.

"Jetzt sag schon was mit dir los ist! Seit letzter Woche bist du kaum zu ertragen!"
"Es ist nichts!"
"Jetzt sag nicht, dass es dir zu schaffen macht, dass Ulrike dich im Armdrücken besiegt hat. Diese Frau ist bestimmt 100 kg schwerer als du!"
"Es ist nicht nur das,... ich habe auch gegen Elise verloren! Gegen zwei 15 Jährige!"
"Elise ist sogar 14!" sagte Laura leise.
"Siehst du? Noch schlimmer. Ich bin 18, also erwachsen. Ich finde, das dürfte sowas nicht passieren. Ich will nicht, dass so etwas passiert!"

Beide Mädchen schwiegen eine Weile. Laura dachte nach und Vanessa starrte weiter böse die Decke an. Irgendwann brach Laura das Schweigen.

"Ich habe eine Idee!"
"Was?"
"Ich werde dein Coach!"
"Was bitte?"
"Na deine Trainerin! Ich sorge dafür, dass du stärker wirst!"
"Wie stellst du dir das denn vor?" fragte Vanessa skeptisch.
"Ich weiß einiges und den Rest gucke ich im Internet nach."
"Ich weiß nicht!" sagte Vanessa.
"Ich schon!" beharrte Laura. "Warte nur ab. Morgen geht es los!"
Fröhlich stand Laura auf und rannte aus Vanessa Zimmer. Vanessa sah ihrer kleinen Schwester stirnrunzelnd nach.


Am nächsten Tag verkündete Laura am Nachmittag, dass es Zeit für das Training sei. Als erstes schraubte sie an die beiden Hantelstangen, die Vanessa bis jetzt benutzt hatte, Gewichte. 1,5 KG an jede Seite, was in Summe, die Stange mit einem Kg mitgerechnet, 4 kg ergab. Laura ließ Vanessa eine Übung nach der anderen machen, die speziell den Bizeps beanspruchten. Wenn Vanessa es nicht mehr schaffte die Hantel ganz hochzuheben, unterstützte Laura sie.

Vanessa musste zugeben, dass sie mit Lauras Zuspruch viel länger und ausdauernder trainierte als sie es alleine gekonnt hätte. Und das mit einem Gewicht, das jetzt 3Kg schwerer war. Nach dem Training taten ihr die Arme ordentlich weh und am Sonntag hatte sie solche Muskelschmerzen, dass sie die Arme kaum heben konnte.

Vanessa hatte gedacht, dass Laura vielleicht ein paar Tage ihren Coach spielen würde und dann die Lust daran verliert. Aber das tat sie nicht. Jeden zweiten Tag kam sie zu Vanessa ins Zimmer und stachelte sie zum Training an. Und Vanessa gehorchte ihrer kleinen Schwester.


Nach drei Monaten stand Vanessa im Badezimmer vor dem Spiegel und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Sie hatte ihren rechten Arm angespannt und ein dicker Bizeps, der definitive größer war als ein Golfball, hatte sich aus ihrem Arm erhoben. "Das sieht doch gut aus!" sagte Vanessa laut zu sich selber. Dann ging plötzlich die Tür auf und Laura kam ins Bad gelaufen.

"Klopfst du nie an?" murmelte Vanessa.
"Kannst ja abschließen!" dann sah Laura, den Bizeps ihrer großen Schwester. "Cool!" sagte sie und drückte frech den Muskel ihrer Schwester. "Nur noch etwas weich! Aber das kriegen wir auch noch hin!" "Ja Coach!" lachte Vanessa.
"Ich denke dass wir noch 3 Monate so weiter machen und dann stampfst du Ulrike unangespitzt in den Boden!"
"Und Elise auch!"
"Ja schon, aber Elise ist meine Freundin. Da musst du nicht stampfen! Und Elise schaffst du jetzt schon. Komm doch mal dazu, wenn sie bei mir ist!"
"Das werde ich machen!"

Es dauerte noch ganze drei Wochen, bis Elise endlich mal wieder bei Laura war. Und Vanessa war mehr als bereit. Das tägliche Training mit Laura machte sich mehr als bezahlt. Und sie hatte das Gefühl, das ihr Bizeps schon wieder etwas gewachsen war.

Elise sah malwieder unglaublich aus, als Vanessa sie bei Laura im Zimmer sitzen sah. Sie hatte kein Zweifel daran, dass die blonde Badenixe mit der gebräunten Haut, den weißen Zähnen und den dunkelblauen Augen die hübscheste Frau in Lauras Jahrgang war.

Lieb lächelnd stellte sich Vanessa in Lauras Zimmertür und rief:
"Na ihr beiden!"
"Hey Vanessa!" sagte Laura, "Ich habe Elise schon erzählt, dass du eine Revanche haben willst."
"Ja, von mir aus geht das klar!" sagte Elise.
"Okay, dann gleich hier auf dem Teppichboden?" schlug Laura sogleich vor.

Vanessa nickt und wenig später, lagen sich die die beiden Mädchen gegenüber. Wie immer gab Laura in ihrer übermütigen Art das Startsignal. Vanessa nahm sich vor ihre Position zu halten und zu warten, was Elise ihr alles entgegenbringen konnte. Elise grinste, als sie merkte, dass Vanessa auf Lauras Signal nicht losdrückte. Elise fing nur langsam an zu drücken. Dafür steigerte sie den Druck kontinuierlich. Als Vanessa anfing Probleme zu bekommen, hörte Elise zum Glück auf zu drücken. Allerdings nur sehr knapp. Vanessa musste sich sehr anstrengen, um ihre Stellung zu halten. Doch Elise drückte augenscheinlich mit ihrer ganzen Kraft. Eine Steigerung war wohl nicht mehr drin. "Wieso bist du auf einmal so stark!" rief Elise verblüfft, während sie krampfhaft weiterdrückte.

"Hab ich doch gesagt!" mischte sich Laura ein. "Wir haben trainiert!"

Nun gab Vanessa alles was sie an Kraft hatte, was bei Elise ein leises Quicken verursachte. Ganz langsam und mühsam drückte Vanessa, Elises Hand weiter in Richtung Boden. Elise kämpfte verbissen und Vanessa hatte einige Male den Eindruck, dass sie Elises Hand nicht weiter nach hinten schieben konnte. Besonders am Ende schwitzen beiden Mädchen und hatten tief rote Köpfe. Als Elises Handrücken endlich den Boden berührte, sackten beide Mädchen geschafft zusammen.

"Ah verdammt!" stöhnte Elise. "Das hätte ich jetzt nicht gedacht!"
"Zeig ihr deinen Bizeps Vanessa!" rief Laura vergnügt.
Vanessa rappelte sich langsam auf und spannte schweratmend ihren Arm an. Ruckartig erschien ein runder Bizeps auf ihrem Arm.

"Oh ja recht ordentlich!" sagte Elise und griff nach Vanessas Oberarm. "Aber schon etwas weich!"
"Pah!" machte Laura. "Sie hat ja nun wirklich einen größeren Bizeps als du!"
"Meinst du? Sie hat ja auch viel dickere Arme!" sagte Elise. Daraufhin zog sie ihr Shirt hoch und spannte ihren Bizeps direkt neben den von Vanessa an. So dicht nebeneinander war der Unterschied doch nicht so groß, wie Vanessa gedacht hatte. "Hier, fühl mal bei mir Vanessa!" Vanessa tat es und Elises Bizeps war wirklich härter. Definitiv härter als ihrer.

"Ich denke wenn ich etwas trainieren würde, könnte ich dich leicht erneut schlagen!" sagte Elise zuversichtlich. "Momentan mache ich nämlich keinen Sport! Ich hatte schon daran gedacht, dass ein paar größere Muskeln bestimmt ganz gut aussehen würden!"
"Bestimmt!" pflichtete ihr Laura bei.
"Naja, wenn du ein weiteres Match willst, du weißt wo du mich findest!" sagte Vanessa. Dann verabschiedete sie sich bei den beiden Mädchen und ließ sie alleine.

Die nächsten Tage trainierte Vanessa noch verbissener. Die Begegnung mit Elise hatte ihr gezeigt, dass sie doch nicht so viel stärker geworden war, wie sie gehofft hatte. Die Sache war sehr knapp gewesen. Sie musste sich eingestehen, dass sie gegen Ulrike, wohl noch keine Chance hatte. Aber sie musste es in den nächsten vier Monaten schaffen. Danach kamen ihre Abschlussprüfungen und dann würde sie zur Uni gehen.

Laura unterstützte Vanessa natürlich weiter bei Training. Auch sie war Überrascht gewesen, das Elise ihr solche Probleme bereitet hatte. Aber wenigstens hatte Vanessa gewonnen. Lauras erste Maßnahme bestand darin, dass sie Vanessas Hanteln auf sechs Kilo steigerte. Und sie zwang Vanessa geradezu, ihre Wiederholungen genauso oft zu absolvieren, wie sie es zuvor getan hatte.

Vanessa gab alles und versuchte ihrer Schwester nicht zu widersprechen. Bevor sie diese Schule verließ, wollte sie Ulrike besiegen!

Ende

Freitag, 3. März 2017

Vanessa 1 - Schwestern



Es war ein warmer Sommertag. Vanessa und ihre kleine Schwester Laura gingen, nach einem nicht enden wollen Schultag, nach Hause. Vanessa war Wortwörtlich die größere Schwester. Sie war nicht nur ein Jahr älter, sonder mit ihren 1.84 auch bedeutend größer als Laura.

"Ich kann es kaum erwarten, kalt zu duschen!" seufzte Laura neben ihr. "Die Wärme in meiner Klasse war kaum auszuhalten!"
"Wer sagt, dass du zuerst duschen kannst?"
"Ich habe es als erste gesagt!" rief Laura energisch.
"Ich möchte genauso dringend duschen!" sagte Vanessa und verschränkte die Arme.
Kurz schien ihre kleine Schwester nachzudenken. Dann blieb sie plötzlich stehen.
"Was?" fragte Vanessa und blieb ebenfalls stehen.
Plötzlich rief Laura: "Wer zuerst kommt malt zuerst!" und rannte wie eine Verrückte die Straße zu ihrem Haus hoch. Vanessa reagierte sofort und folgte ihrer kleinen Schwester auf dem Fuße.

Die Straße zu dem Haus der beiden Schwerster ging, wenn man von der Schulte kam, leicht Berg auf.
Doch Vanessa bemerkte nicht, dass Laura damit irgendwelche Probleme hätte. Ihre langen braunen Haare mit den blonden Strähnen, flogen hinter ihr her, als sie wie eine kleine Rakete die Straße hoch rannte. Vanessa folgte ihr. Doch sie merkte schnell, dass sie nicht über die Power ihrer kleinen Schwester verfügte. Ihre pechschwarzen Haare, die noch länger waren als bei ihrer Schwester, wehten lange nicht so schön im Wind wie bei Laura. Mit Ärger musste Vanessa feststellen, dass ihre kleine Schwester ihren Vorsprung immer weiter ausbaute. Dabei hatte doch Vanessa die längeren Beine. Viel länger! Und dennoch schaffte sie es nicht aufzuholen.

Als sie den Gartenzaun ihres Grundstücks sah, saß Laura neckend, auf einen der Eckpfosten."Wo bleibst Du denn?" lachte sie schadenfroh. Dann sprang sie auf und rannte zur Haustür. Vanessa hätte ihrer kleinen Schwester gerne etwas Entsprechendes an den Kopf geworfen, aber ihr fehlte die Luft, zum Reden. Keuchend rannte sie ihrer Schwester nach ins Haus. Laura stand schon oben auf der Treppe und grinste."Und jetzt eine kalte Dusche!“ Wütend rannte Vanessa die Treppe hoch, wobei sie das Gefühl hatte, das ihre Beine jeden Augenblick den Dienst verweigerten. Doch dennoch hatte Laura wohl nicht erwartet, das Vanessa so schnell war. Laura wollte gerade die Tür zum Badezimmer schließen, als Vanessa, ebenfalls die Tür zu fassen bekam.

"Nichts da!" rief sie. "Vanessa zog mit aller Kraft am Türknauf, damit Laura die Tür nicht zuziehen konnte. Ein paar Sekunden widerstand sie Lauras Kraft, doch dann zog diese mit einem kräftigen Ruck die Tür zu. Enttäuscht ließ sich Vanessa zu Boden sinken. Sie war immer noch total außer Atem. Sie ärgerte sich, dass ihre kleine Schwester sie erst bei Wettrennen besiegt hatte und dann auch noch die Tür hatte zuziehen können. Sie war größer und älter. Das alles hätte anders laufen müssen. Bisher war es auch nie so gewesen. Allerding war es auch ewig her, dass sich die beiden Mädchen einen physischen Wettkampf geliefert hatten. Dazu verstanden sie sich zu gut.

An diesem Tag ging Vanessa deprimiert ins Bett. Sie schwor sich, dass sie die nächste Chance für einen fairen Wettkampf mit ihrer kleinen Schwester ergreifen würde. Vielleicht nicht gerade ein Wettrennen. Irgendwas anderes halt.

Eine Woche später saßen Laura und Vanessa nebeneinander am Wohnzimmertisch und durchstöberten die Fernsehzeitung. Ihre Eltern waren an diesem Abend nicht zu Hause, so dass sie den großen Apparat im Wohnzimmer nutzen konnten. Eigentlich hatten sie sich beide schnell auf eine romantische Komödie geeinigt. Doch Vanessa war zickig. Sie wollte heute nicht mit ihrer kleinen Schwester einer Meinung sein. Und als sie dann zusammen vor dem Fernseher saßen, schaltete Vanessa nicht auf den vorgegebenen Sender, sondern sprang gelangweilt von Kanal zu Kanal.

"Hey wir verpassen den Anfang!" rief Laura, nachdem sie den wilden Kanalwechsel ihrer größeren Schwester ein paar Minuten angesehen hatte. "Na und!" gab Vanessa unwirsch zurück. "Vielleicht gibt es doch was Besseres!"
"Vanessa! Wir haben uns doch auf den Film geeinigt! Und jetzt schalte um!"
"Vielleicht hast du dich geeinigt!" brummte Vanessa.

"Oh! Dann gib die Fernbedienung her,...!" rief Laura und versuchte Vanessa, die Bedienung aus der Hand zu reißen. Doch Vanessa sprang schnell vom Sofa auf und hielt die Fernbedienung über ihren Kopf. Da sie um einiges größer war konnte Laura mit ihren 1,62 kaum etwas ausrichten. Doch Laura versuchte gar nicht an die Fernbedienung zu kommen. Stattdessen gab sie ein wüten es Grunzen von sich und warf sich auf ihre Schwester. Sie umklammerte ihren Körper und beide Mädchen fielen mit lauten Poltern auf den Wohnzimmerboden.

Vanessa stöhnte auf, als Laura auf ihr landete. Ihre kleine Schwester musste zugenommen haben, denn sie war schwerer, als es Vanessa in Erinnerung gehabt hatte. In früheren Zeiten hatte Vanessa keine Probleme mit ihrer Schwester gehabt, wenn sie sich über den Boden gerollte hatten. Dank ihrer Größe, war sie immer im Vorteil gewesen. Doch nun lag Laura schwer auf ihrem Oberkörper und Vanessa hatte richtige Probleme, sie von sich runter zu bekommen. Sie griff nach ihren Armen, doch Laura riss sich sofort wieder los und packte stattdessen Vanessas Handgelenke. Wenige Sekunden rang Vanessa mit ihrer keinen Schwester, dann wurden ihre Arme, von Lauras Kraft hart zu Boden gedrückt. Vanessa stöhnte gequält auf.

"Warst du nicht mal stärker?" fragte Laura grinsend. Vanessa starrte sie nur wütend an. Laura grinste zufrieden.
Dann gab sie ihre große Schwester wieder frei und nahm sich die Fernbedienung. Wieder grinste sie ihre große Schwester an.

"Na? Willst Du noch mal versuchen mir die Fernbedienung wegzunehmen?"
Vanessa rappelte sich langsam vom Teppich auf und schüttelte missmutig den Kopf.
"Oh Mann!" rief Laura, "Schmollt meine große Schwester etwa jetzt?"
"Tue ich gar nicht!" rief Vanessa kindisch und im gleichen Augenblick hasste sie sich selber dafür.

Laura verdrehte die Augen und stand auf. "Komm wir gucken jetzt fern!" Sie ging etwas in die Hocke und packte Vanessas Oberarm um ihr beim Aufstehen zu helfen. "WOW!" machte sie laut. "Deine Arme sind ja weich wie Pudding!"
"Wie sollten sie sonst sein?" fragte Vanessa verärgert.
"Fühl mal meinen Oberarm!" rief Laura und streckte ihren Arm aus.

Vanessa musste zugeben, dass sich Lauras Arm ziemlich fest anfühlte. Nicht richtig hart aber sehr stabile.
"Du spannst ja auch deine Muskeln an!" sagte Vanessa abwertend. Laura sah sie grinsend an. "Gut dann spann du doch deine Muskeln an! Mal sehen ob er dann immer noch so weich ist!"
"Ich habe keine Lust zu diesem dummen Spiel!" Außerdem sind meine Arme doppelt so dick wie deine! Ich bin nun mal nicht so klein wie du!"

Dann drehte sich Vanessa um und stolzierte aus dem Wohnzimmer.
"Ach komm schon Vanessa!" rief Laura. "Wollen wir nicht fernsehen!"
"Nein danke!" rief Vanessa zurück, die bereits auf dem Weg in den oberen Stock und in ihr Zimmer war.


Als Vanessa an diesem Abend im Bett lag, konnte sie an nichts anderes denken, als daran, dass ihre kleine Schwester stärker war als sie. Sie versuchte an etwas anderes zu denken aber es klappte nicht. Immer wieder kam ihr Lauras Gesicht in den Kopf, wie sie grinsend auf ihr lag. Und wie sie Vanessa zu Boden drückte.

Vanessa fühlte sich schwach und sie mochte dieses Gefühl nicht. Sie sagte anderen gerne, was sie tun sollte. Wie es nun mal ältere Geschwister machten. Und bis jetzt hatte sie auch geglaubt, dass sie für ein Mädchen einigermaßen stark war. Schon allein weil sie so groß war. Aber sie hatte sich auch noch nie mit anderen Mädchen ihres Alters wirklich gemessen. Das machten meistens nur Jungs untereinander. Gut richtig Sport trieb sie auch nicht mehr. Sie hatte mal etwas Basketball gespielt. Aber dazu hatte man sie wegen ihrer Große gedrängt. Und Spaß gemacht hat es auch nicht. Seufzend drehte sich Vanessa auf die Seite. Sie musste unbedingt wieder Sport treiben!

Gleich am nächsten Tag holte Vanessa ihre Laufschuhe aus dem Keller und lief ein paar Runden um den Block. Das war nicht viel, vielleicht drei Kilometer. Trotzdem füllte sie sich danach kaputt und ausgebrannt. Und dennoch machte sie danach in ihrem Zimmer ein paar Liegestützen. Zu ihrer eigenen Verwunderung schaffte sich nicht mehr als zwei hintereinander. Was sehr deprimierend war. Aber es versetzte ihr auch einen weiteren Ansporn, das sie unbedingt besser werden musste.

Die nächsten drei Monate ging Vanessa nach der Schule regelmäßig joggen. Und danach machte sie Liegestützen. Und sie wurde wirklich besser. Nun lief sie jeden Tag fast 10 Kilometer und schaffte an die 20 Liegestütze. Sie fühlte sich fitter und glaubte auch, mehr Energie zu haben.

Am Ende des dritten Monats sprach Laura sie auf ihr verändertes Verhalten an. "Hey Vanessa! Gehst du schon wieder joggen?" "Jeep!" machte Vanessa und zog ihre rosa Sportschuhe an. "Kommt mir so vor, als ob du das jeden Tag machst!" "Mach ich auch. Also fast jeden Tag! Das Wochenende lasse ich aus!" "Und warum? Ich meine willst du abnehmen? Denn zu dick bist du nicht!"
"Danke!" machte Vanessa und sprang auf. "Joggen ist gesund kleine Schwester? Willst du mitkommen?"

Vanessa hatte nicht damit gerechnet, dass Laura tatsächlich mit ihr laufen würde aber zu ihrer Überraschung nickte Laura. "Ja gut! Ich hol nur meine Laufschuhe!"

Zehn Minuten später liefen die beiden Schwestern den Gehweg entlang. Vanessa gab ein zügiges Tempo vor aber Laura konnte gut mithalten.
"Läufst du bist runter zum Spielplatz?" fragte Laura, als sie die Straße runterliefen. "Ja! Und dann um den Teich und wieder zurück! Wieso? Ist das zu viel für dich?" "Wohl kaum!" rief Laura. "Von mir aus könnten wir daraus sogar ein Wettrennen machen!" "Von mir aus!" rief Vanessa.

"Also los!" rief Laura und fing plötzlich an zu rennen. Schnell entfernte sie sich von Vanessa, doch diese brauchte nur wenige Sekunden, um ebenfalls zu beschleunigen. Mühsam holte Vanessa auf. Sie konnte kaum so schnell laufen wie Laura und blieb ein kleines Stück hinter ihr. Diese Stück wurden mit der Zeit immer größer und größer. Aber als sie ein Drittel der Strecke hinter sich hatten, fiel Laura langsam zurück. Sie war erschöpft und nun war es Vanessa die schnell aufholte. Doch auch wenn Vanessa nun aufholte, war es nicht mehr weit bis nach Hause. Sie war schon  10 Meter hinter ihrer Schwester, als sie bereits ihr Haus sehen konnte.

Immer näher kam sie Laura und hätte sie fast an der Schulter berühren können, als diese durchs Gartentor des Hausen rannte. "Gewonnen!" rief Laura fröhlich und ließ sich schwer atmend ins Graß fallen. Vanessa stand neben ihr und versuchte ihre Atmung unter Kontrolle zu bringen. Laura hatte zwar gewonnen, aber ihre kleine Schwester war viel ausgelaugter als Vanessa. Sie keuchte regelrecht und schien nicht mehr in der Lage aufzustehen. Vanessa hingegen, hätte glatt noch eine Runde laufen können. Aber sie hatte keine Lust mehr und etwas außer Atmen war sie schließlich auch.

"Du bist verdammt schnell! Kleine Schwester! Aber wäre die Strecke länger gewesen, hätte ich gewonnen!"
"Stimmt vielleicht. Aber ich bin definitiv schneller! Habe halt die stärkeren Arme und Beine!"
"Um die Arme ging es hier gar nicht!"
"Sind trotzdem stärker!"
"Da wäre ich mir nicht so sicher!"
"Okay, dann Armdrücken?" fragte Laura und grinste siegessicher.
"Ja gut, aber erst nachdem wir beide geduscht haben!"
"Gute Idee! Du kannst zuerst. Ich bleib hier noch etwas liegen!"

Eine gute Stunde später fanden sich die beiden Mädchen am Wohnzimmertisch ihrer Elter wieder zusammen. Laura hatte immer noch dieses Siegerlächeln im Gesicht, das Vanessa gar nicht gefiel.

"Bereit?" lachte Laura und stellte ihren Ellenbogen auf den Tisch.
"Ja!" sagte Vanessa und packte die kleine Hand ihrer Schwester.
"Dir ist schon klar, dass du längere Arme und ein breiteres Kreuz als ich hast!" sagte Laura. "Das gibt dir schon im Punkto Hebelwirkung einen Vorteil!" "Klingt nach Unsinn und einer Ausrede!" sagte Vanessa schlecht hin.
"Keine Ausrede! Ich werde nämlich trotzdem gewinnen. Auch wenn du rein Größentechnisch im Vorteil bist!"
"Hör auf zu sabbeln und drück endlich!" rief Vanessa genervt.
"Zieh vorher noch dein Shirt nach oben, ich will sehen, ob es in deinem dicken Arm wirklich Muskeln gibt!"
Vanessa wurde etwas rot, als Laura das sagt. "Na schön!" sagte sie und ließ Lauras Hand los. "Aber nur wenn du deins auch hochzieht.

Nun zogen beide Mädchen ihre Ärmel über die Schultern, so dass man ihre nackten Oberarme sehen konnte. Erneut packten sie sich gegenseitig an den Händen.

"Können wir jetzt endlich starten?" fragte Vanessa.
"Ja, auf los geht es los. Und los!"

Vanessa hatte damit gerechnet, dass ihre kleine Schwester gleich mit voller Kraft angreifen würde und spannte ihre Muskeln sicherheitshalber gleich an. Lauras Angriff kam genau so kraftvoll wie erwartet und bog ihren Arm kurzeitig weiter nach hinten, als es Vanessa gedacht hätte. Schnell hielt sie sich mit der anderen Hand am Tisch fest um zur Seite wegzukippen.

"Wau Vanessa!" rief Laura. "Bist du stärker geworden?"
"Glaub schon!" sagte Vanessa und schielte auf Lauras nackten Oberarm.

Auf dem Arm ihrer Schwester sah sie eine richtige kleine Erhöhung. Bei ihr selber erhob sich nur so eine strichartige Rolle. Das ärgerte sie. So etwas langes, flaches konnte man doch nicht als Bizeps bezeichnen. Warum sah Lauras Arm so viel besser aus?

"Richtige Muskeln kann ich bei dir nicht sehen!" sagte Laura plötzlich, die gerade Vanessas Arm musterte. "Mal gucken ob ich was sehe, wenn ich stärker drücke!"

Machte Laura einen Scherz oder hatte sie wirklich noch mehr Kraft in ihren Arm. Vanessa stöhnte auf, als Laura plötzlich noch stärker drückte und sich ihr Arm langsam nach hinten bewegte. "Das gibt es doch nicht!" presste Vanessa heraus. Laura grinste nur breit, war aber sichtlich bemüht, Vanessas Hand herunterzudrücken.

Sie darf nicht gewinnen! Dachte Vanessa. Sie drückte so stark, das ihr Arm anfing zu zittern. Der Tisch rutschte quietschend ein paar Zentimeter zurück, als sich Vanessa zu sehr dagegenstemmte. Auch Laura bekam jetzt einen roten Kopf. Doch dann knallte Vanessas Hand doch laut auf den Tisch.
"Au!" rief Vanessa und zog ihre Hand aus Lauras Umklammerung.

"Sei kein Baby!" rief Laura.

Beide Mädchen ließen sich nach hinten sinken und atmenden schwer durch.
"Aber eines muss ich sagen!" stöhnte Laura. "Du bist eine Gegnerin! Allerdings, ..."
"Allerdings was?" rief Vanessa aggressiver als sie es vorgehabt hatte.
"Allerdings bin ich viel kleiner und deine jüngere Schwester. Also ist es für mich ein viel größerer Sieg, als wenn Du gewonnen hättest."
"Pah!" machte Vanessa und verschränkte die Arme.

Doch Laura grinste ihre ältere Schwester nur an. Dann hob sie den Arm und machte eine Bizepspose. Die leichte Erhöhung sah für Vanessa nun schon viel mehr nach einen Bizeps aus. Nicht so ein dummer Strich wie bei ihr.

"Du hast bestimmt von Natur aus so starke Arme!" schmollte Vanessa, als Laura ihren Arm wieder sinken ließ. "Quatsch!" ich trainiere ab und an mit Mamas Hanteln!"
"Mutter hat Hanteln? Wusste ich gar nicht. Dachte die gehören Pa!"
"Nein das sind ihre! Weißt doch was für starke Arme sie hat!"
"Stimmt!" presste Vanessa und glitt von ihrem Stuhl. "So, ich habe noch was vor!" log sie Laura an. Aber in Wahrheit wollte sie nicht länger bei Laura sitzen. Denn dass sie schon wieder, zwei Mal, wenn auch nur knapp, gegen ihre kleine Schwester verloren hatte, wurmte sie ganz schön.

Am nächsten Abend schlich Vanessa leise in das Schlafzimmer ihrer Eltern. Die gesuchten Hanteln fand sie unter dem breiten Doppelbett. Sie sahen für Vanessa nicht nach Frauenhanteln aus. Die Stange war aus blanken Eisen und die Gewichte waren Pechschwarz. Man konnte verschiedene Gewichte an den Stangen befestigen und mit einer großen Schraube festdrehen. Die Stangen waren richtig dick und hatten eine grobe Metallmaserung. "Uh!" machte Vanessa überrascht, als sie merkte, wie schwer eine Stange bereits ohne Gewichte war. "Ich glaube mir reichen erst Mal nur die Stangen!" sagte sie leise zu sich selbst.

An diesem Abend trainierte Vanessa immer wieder 10 Minutenlang mit den beiden Hantelstangen. Dazwischen sah sie sich Videos im Internet an, in denen einem Gezeigt wurde, wie man mit einer Hantel umging. Vanessa konzentrierte sich besonders auf die Übungen, die den Bizeps beanspruchten. Als sie dann später ins Bett ging, taten ihre Arme richtig weh. Und ihre Muskeln schienen dauerhaft angespannt zu sein. Ein cooles Gefühl.


In den nächsten Wochen veränderte Vanessa ihr Training. Sie joggten weniger, versuchte dafür aber mehr Tempo aufzubauen. Die Hantelstange ihrer Mutter lieh sie sich, wenn es ging, jeden Abend aus. Sie wusste auch nicht, warum sie ihre Mutter nicht offen danach gefragt hatte. Irgendwie war es einfacher so. Sie konnte bereits nach wenigen Wochen die Hantel viel öfter heben und ihr Arm veränderte sich auch. Sie bekam endlich einen richtigen Bizeps und der war schon jetzt größer als der von Laura. Und das freute sie ungemein.

Als sie eines Abends schwer Atmend ihre letzten Wiederholungen mit den beiden Hantelstangen absolvierte, stürzt Laura plötzlich unangemeldet in ihr Zimmer.

"Hey Vanessa! Weiß du wo,... Wow was machst du denn da?"
"Kannst Du nicht anklopfen?" fragte Vanessa wütend.

Sie war froh, dass sie gerade ihr Shirt und eine Jogginghose trug, denn ab und an trainierte sie auch in Unterwäsche.

"Du trainierst tatsächlich mit Mamas Hantelstangen? HA!"
"Was ha?" fragte Vanessa und bekam einen roten Kopf.
"Du weißt schon dass da Gewichte drauf gehören?"
Vanessa ignorierte Lauras Frage. "Was willst du?"
"Ich habe nur das gesucht, was du in den Händen hältst!"
"Ach! Wozu brauchst du denn die Stangen?"
"Na rate mal!" gab Laura neckisch zurück, dabei fiel ihr Blick auf die Oberarme ihrer großen Schwester.
"Täusch ich mich, oder hast du jetzt ein paar Mukis in den Armen?"
"Ja habe ich!" sagte Vanessa stolz und machte eine Muskelpose.

Es wurde eine Erhebung auf ihren Arm sichtbar, die mehr an einen Bizeps erinnerte als bei ihrer kleinen Schwester. Auch wenn er weder richtig rund, noch richtig hoch war. Ein kleiner Hügel oder Erhebung eben.

"Hmm!" machte Laura. "Nicht schlecht! Jetzt bin ich doch neugierig! Wollen wir mal wieder Armdrücken machen?"
"Meinet wegen!" sagte Vanessa selbstbewusst.

Wenige Minuten später saßen die beiden Schwestern zum wiederholten Male am Esszimmertisch. "Vielleicht bist du jetzt endlich mal in der Lage zu gewinnen!" sagte Laura provokant. "Und vielleicht bist du ab heute nicht mehr die Stärkere!" gab Vanessa spitz zurück. 

Die beiden Schwestern gaben sich gegenseitig die Hand und Vanessa kam sich viel Selbstbewusster vor. Sie hatte auch das Gefühl, das Lauras Händedrück nicht mehr ganz so fest war, wie das letzte Mal. Vielleicht täuschte sie sich auch.

"Los!" sagte Laura plötzlich und Vanessa hätte sich beinah überrumpeln lassen. Doch sie schaffte es, Lauras Angriff zum Erliegen zu bringen, bevor sie Vanessa zu weit zurückdrängen konnte. Vanessa merkte, wie ihre kleine Schwester immer stärker und stärker drückt aber Vanessa hielt stand.
"Wieso bist du plötzlich so stark!" presste Laura hervor.
"Wegen den Hantelstangen ohne Gewichte!" erwiderte Vanessa.
"Kaum zu glauben!" stöhnte Laura.

Vanessa spürte, dass sie noch einen kleinen Tick stärker drücken konnte, als das sie es ohnehin schon tat. Lauras Arm fing an zu zittern und wich dann tatsächlich ganz langsam zurück, als Vanessa nun mit voller Kraft drückte.
"Nein!" quietschte Laura. "Oh doch!" rief Vanessa. Sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als sie ihre kleine Schwester Stück für Stück zurückdrängte. Es war zwar recht anstrengend, aber toll! Endlich war es nicht sie, die sich verzweifelt am Tisch festkrallte und einen hochroten Kopf hatte. Na gut ihr Kopf war auch rot, aber das zählte nicht!

Laura kämpfte verbissen, um eine Niederlage abzuwenden. Mit zitterndem Arm und schwitzend, versuchte sie Vanessas langsamen Vormarsch zu stoppen. Doch es war vergeblich. Am Ende knallte Vanessa, extra stark, die Hand ihrer kleinen Schwester auf den Tisch. Ein leises "Au!" war von Laura zu hören, dann zog sie ihre Hand zurück und sah ihre Schwester staunend an.

"Du kannst doch nicht von diesen beiden Stangen, in so kurzer Zeit, so viel stärker geworden sein!" rief Laura ungläubig.
"Anscheinend schon!"
"Ich fasse es nicht. Ich habe wirklich alles gegeben, um dich aufzuhalten!"
Vanessa grinste breit.
"Tja, jetzt bin ich die größere und stärkere Schwester. Genauso, wie es sein soll!"

Ende

Freitag, 17. Februar 2017

Jamie's nervender Bruder



Jamie nahm Anlauf, stemmte die Hände auf den Boden und machte einen Handstand. Selbstsicher lief sie auf ihren Händen bis in das Zimmer ihres großen Bruders."Hey Michi!" rief sie aufgeregt, "guck mal was ich bei turnen gelernt habe!" Glücklich über ihr eigenes Können lief  sie vor dem langen Schreibtisch ihres Bruders auf und ab. Doch der starrte nur auf die Diagramme und Codezeilen auf  seinen Rechner. "Ja toll Jamie!" sagte er abwesend.

Mit einem enttäuschten Gesichtsausdruck, schielte Jamie aus ihrer bodennahen Position zu ihren Bruder herauf. "Du guckst ja gar nicht!" sagte sie.Ihr Bruder stöhnte hörbar auf und drehte sich mit seinem Schreibtischstuhl zu ihr um. "Jamie! Ich bin  vierundzwanzig und habe einen Halbtagsjob neben dem Studium. Ich muss das hier fertig machen! Ich habe keine Zeit  für die Launen einer sechzehnjährigen!"

"Aber guck doch mal wie stark ich geworden bin!" rief Jamie hoffnungsvoll, da ihr großer Bruder jetzt in ihre Richtung sah. Demonstrativ winkelte sie die Arme an, so dass sie mit ihrer kleinen Nase den Teppich  berührte. Das wiederholte sie mehrere Male, während ihr Körper Kerzengerade nach oben 
zeigte. "Siehst du wie stark ich durchs turnen geworden bin? Das mache ich alles mit den Muskeln in meinen Armen. Willst du sieh mal sehen. Die hauen dich um!"

"Jamie!" rief ihr Bruder genervt. "Ich muss hiermit bis um sechs fertig sein. Bitte geh jetzt!"
"Du bist doof!" sagte Jamie bestimmt und lief auf den Händen wider aus den Zimmer ihres Bruders. Erst in ihrem eigenen Zimmer, stellte sie sich wieder auf ihre Füße.

Am Abend um acht Uhr kam Jamie fröhlich ins Wohnzimmer gelaufen. Heute war die Primäre von einem Tanzfilm, den sie unbedingt sehen wollte. Doch zu ihrer Enttäuschung saß schon ihr großer Bruder auf dem Sofa und sah irgend so eine dumme Serie. "Ich wollte hier fernsehen!" maulte sie und setzte sich aufs andere Ende des Sofas.

"Zu spät!" sagte ihr Bruder ohne sie dabei anzusehen. "Aber du kannst doch oben fernsehen! An deinen dummen  Rechnern über dein dummes Internet!"
"Ich saß den ganzen Tag an meinen Schreibtisch! Jetzt will ich auf dem Sofa sitzen! Fertig! Dein Kram wird doch  sowieso wiederholt!"
"Du bist so doof!" maulte Jamie weiter und verschränkte die Arme. Dabei sah sie ihren Bruder so böse an, wie sie nur konnte. Doch er schien es noch nicht mal zu bemerken. Als sie ihn bestimmt eine halbe Stunde lang mit vernichteten Blicken gestraft hatte, ging sie wieder auf ihr Zimmer. Ihr Bruder war echt blöd.

Zwei Wochen später kam Jamie spät nach Hause. Sie ging jetzt schon seit einiger Zeit nach dem Turnen in den Fitnessclub. Sie trainierte gezielt ihre Arme und Beine um mehr Kraft für das Turnen zu bekommen. Als sie von der Bushaltestelle nach Hause lief, sah sie schon von weiten ein DHL Auto vor ihrem Haus stehen.Sie unterschrieb für ein großes Packet, dass für ihren Bruder war und ganz schön viel wog. Aber Jamie war mittlerweile so stark, dass sie kein Problem damit hatte. Der Paketzusteller staunte nicht schlecht, als sie ihm das Packet, ohne Probleme aus den Händen nahm.

Im Hausflur entledigte sie sich ihrer Jacke und bestaunte kurz ihren eigenen Oberarm. Ihr Bizeps war inzwischen so dick geworden, dass er den Bund ihres kurzärmligen Shirts nach hinten schob, um sich frei entfalten zu können. Jamie fand das klasse. Jetzt würde jeder, der ihren Oberarm ansah, sofort sehen, was für einen tollen Bizeps sie hatte.

Glücklich mit ihrem eigenen Aussehen, packte sie wieder den schweren Karton und trug ihn hoch in das Zimmer ihres  Bruders. Wie immer saß er an seinen Schreibtisch und schien konzentriert zu
arbeiten. Es sah sie nur kurz an, dann richtete sich sein Blick auf den Karton. "Oh ja!" rief er und stand plötzlich auf. "Er ist da! Jetzt ganz vorsichtig Jamie. Stell den Karton vorsichtig auf den Boden!" "Was machst du den für ein Theater!" fragte sie kopfschüttelnd, stellte aber den Karton so vorsichtig ab wie sie konnte. Schon war ihr Bruder mit einem Cutter an ihrer Seite und löste das Klebeband.

"Was ist denn da darin?" fragte Jamie neugierig. "Die Kiste ist ganz schön schwer!"
"Klar ist die für ein kleines Mädchen schwer!" sagte Michi und öffnete den Karton.
Ein Geruch von Metall und Kunststoff kam aus dem Karton.
"Was soll das den heißen?" fragte Jamie scharf und stemmte ihre Hände in die Hüften.
"Nichts!" sagte Michi und griff in den Karton. Teure Technik ist immer schwer!"
"Gerade hast du was anderes gesagt!" bohrte Jamie nach.
"Jetzt nerv nicht wieder rum! Ah verdammt, das Ding ist wirklich schwer. So bekomme ich das nicht raus. Ich schneide besser den Karton auch an den Seiten auf!"
"Soll ich es mal versuchen?"
"Warum? Denkst du mein neuer Server ist dann leichter?"
"Server? Das ist ein Rechner? Sieht wie ein Metallwürfel aus!"
"Dieser Metallwürfel hat 32 Festplatten und ist einer der größten Datenserver. Du willst gar nicht wissen, wie viel das Teil gekostet hat! Am besten ich mach erst mal Platz im Schrank. Mama und Papa dürfen den nicht sehen. Die  flippen aus, wenn sie rausfinden, dass ich mein gesamtes Geld dafür ausgegeben habe!"

Michi stand auf, ging zu seinem Schrank, und begann gleich damit, verschiedene Kisten umzuräumen.
Jamie ärgerte sich ein bisschen, dass ihr Bruder nicht einmal ihren Bizeps betrachtet hatte. Nein, er hatte nur Augen für sein neues Spielzeug und würdigte sie so gut wie gar nicht.

"Ist das Teil wirklich so teuer!" fragte Jamie und nährte sich wieder den Karton. "Ja!" sagte Michi energisch, während er von ihr abgewandt, im Schrank wühlte. "Okay!" sagte Jamie. Dann ergriff sie den Metallwürfel im Karton und hob ihn vorsichtig heraus. Ihr Bruder musste das Geräusch, welches sie dabei verursacht hatte, gehört haben. Denn er drehte sich sofort um und sah sie fassungslos an.

"Nein!" rief er laut. "Stell ihn hin, stell ihn sofort wieder hin!"
Amy verdrehte die Augen und stellte das Metallteil wieder auf den Boden.
"Soll ich ihn dir nicht in den Schrank tragen?"
"Auf keinen Fall. Das mache ich alleine!"
"Ha!" sagte Jamie, verschränkte die Arme und  lehnte sich gegen die Zimmerwand.

Vorsichtig umfasste ihr Bruder den Metallkasten. Erst versuchte er ihn mit beiden Händen hochzuheben. Er konnte ihn zwar anheben, aber nur sehr kurz. Dann ließ er ihn mit einem hochroten Kopf wieder ab. Dann ging er dazu über, den Kasten über den Teppich zu schieben. Erst nahm er noch die Hände um zu schieben, aber nach einen halben Meter drückte er mit den Füßen.

"Sag nicht du bekommt deinen komischen Apparat nicht hochgehoben?" fragte Jamie und grinste breit. "Doch klar. Hast du doch gesehen!“ sagte Ihr Bruder schnell„Ich bin nur vorsichtig! Und deshalb schiebe ich! Was stehst du hier eigentlich nochherum? Musst du nicht mit deinen Puppen spielen?"

"Du bist wirklich ein Arsch!" rief Jamie wütend. Mit schnellen Schritten war sie an der Tür. "Und nichts zu danken das ich dir das Packet hochgetragen habe! Du hättest das übrigens nie geschafft!" Dann knallte sie die Tür hinter sich zu und lief auf ihr Zimmer. Dort haute sie wütend ihre kleinen Fäuste in ihr Kopfkissen. Michi hatte nicht einen Blick auf ihre starken Arme geworfen. Ihr Bruder war ja so doof!


Eine weitere Woche später hatte ihr Bruder abends noch Besuch. Es war einer von seinen Programmierfreunden, diegenau so lang, dünn und bleich waren, wie ihr Bruder. Kurt trug immer eine Brille mit einem dicken schwarzen Rand,wodurch der Blick seiner dunkelblauen Augen immer sehr intensiv wirkte. Jamie mochte Kurt, er beachtete sie wenigstens. Und er musterte immer ihre Figur. Im Gegensatz zu ihrem blöden Bruder. Kurt war sogar schon fünfundzwanzig. Ob er wohl eine Freundin hatte? Das hatte sich Jamie schon oft gefragt.

Mit dem schönsten Lächeln das Jamie hatte machte sie die Tür auf. Sie hatte schon am Auto gesehen das es Kurt war, der zu Besuch kam.

"Na du Hübsche!" sagte er und kam in den Flur. Jamie errötet leicht und grinste.
"Komm rein!"  Kurt hängte seine Jacke auf und sah Jamie wieder an.
"Man Jamie!" sagte er, "Du hast dich aber verändert. Bist schlanker oder? Und was ist das? Mein Gott ist das da dein Bizeps?"

Jamie strahlte vor Freude. "Ja cool nicht!" sagte sie schnell und hob ihren Arm. Als sie ihren Bizeps spannte, drückte dieser leicht ihr Shirt zur Seite und wuchs steil nach oben. "Wahnsinn!" sagte Kurt mit offenem Mund. Und Jamie wusste das, er es ernst meinte. "Ohne Scheiß Kleine, dein Bizeps ist sogar größer als meiner! Viel Größer! Echt jetzt!"

Jamie freute riesig über seine Worte. Kurt war halt toll. Und er gab einfach zu, dass seine Muskeln nicht so groß waren wie ihre. Er war halt ein richtiger Mann. "Los fass mal an!" rief sie aufgeregt und hüpfte von einen Bein aufs andere. "Man, ... okay, ..." sagte er, als er ihren Bizeps drückte. "Dein Bizeps ist auch härter als meiner!  Wirklich gut!" Dann nahm Kurt seine Hand wieder weg und ging an Jamie vorbei zur Treppe die nach oben führte.

"Ist dein Bruder oben?" Jamie drehte sich zu ihm um, enttäuscht, das er ihren Bizeps nicht mehr bestaunen wollte. "Nein, der ist oben. Wollen wir nicht lieber was machen? Willst du meine Bauchmuskeln sehen? Oder meine  Oberschenkel? Die sind richtig dick! Also nicht dick, sondern weil sie so stark sind und, ..."Lachend hob Kurt die Hände. "Ist ja gut Jamie. Glaub ich dir. Aber ich muss mit deinem Bruder ein wichtiges Programm zu Ende schreiben. Wir bekommen dafür einen netten Haufen Geld!"

"Bist du das da unten Kurt?" ertönte plötzlich die Stimme von ihrem dummen Bruder.
"Da hörst du es!" sagte Kurt. Und dann schrie er. "Ja, ich komme schon!"
"Gut, ich dachte schon, dass du wieder von meiner kleinen Schwester belästigt wirst.“

Sofort stieg in Jamie die Wut nach oben. Langsam reichte es ihr mit ihrem Bruder. Immer machte er ihr alles kaputt. Traurig sah sie zu, wie Kurt die Treppen nach oben eilte. Warum machte ihr doofer Bruder ihr immer alles kaputt. Das musste unbedingt aufhören.

An diesem Abend konnte sie ihre Wut kaum verbergen, als ihr Bruder wieder einmal auf dem Sofa saß und den Fernseherfür sich beanspruchte. Sie konnte gut auf seine verletzenden Sprüche verzichten. Sollte er doch gucken bis er blöd war. Morgen würde sie den Fernerer schon bei Zeiten in Beschlag nehmen, dann konnte er sehen, wo er blieb.

Am Vormittag des nächsten Tages, trainierte Jamie extra noch eine Stunde mit ihrer Hantel, damit ihr Bizeps richtig angeschwollen war, bevor sie sich vor den Fernseher setzte. Vielleicht sah ihr Bruder dann, wie stark sie war.

Jamie bereits vor dem Fernseher, als ihr Bruder eine Stunde später ins Wohnzimmer kam, um irgend so ein Film zusehen.  Als sie ihn sah, schnappte sie sich schnell die Fernbedienung und grinste ihn an. Er tat so, als ob er ihr  offenen Grinsen nicht sah, schnappte sich die Fernsehzeitung und nahm Platz.
"Was willst du denn gleich sehen?" fragte er trocken hinter seiner Zeitung.
Das hatte Jamie ganz vergessen. Sie hatte sich so darauf gefreut, hier bereits zu sitzen wenn ihr Bruder kam, dass  sie vergessen hatte, nachzusehen was überhaupt läuft.

"Hmm, ..." machte sie. "Was läuft denn?"
"Wie was läuft denn? Bist du nicht hier um was zu gucken?"
"Doch!"
"Und was?"
"Weiß noch nicht!"
"Gib mir die Fernbedienung!"
"Nein!"
"Aber du weißt doch gar nicht was du sehen möchtest!"
"Ich war aber zuerst hier!"
"Und hast keinen Plan was du sehen willst! Gib mir die Fernbedienung!"

Nun war ihr Bruder tatsächlich sauer. Er stand auf und stellte sich, in seiner ganzen Größe vor sie hin. Michi war mehr als einen Kopf größer als Jamie. Was diese nicht im Geringsten störte. Herrisch streckte er die Hand aus.

"Los her damit!"
"Ha!" lachte Jamie und steckte die Fernbedienung unter ihren kleinen Hintern."Hohl sie dir doch!"

Tatsächlich griff ihr Bruder mit beiden Händen nach ihren Unterarmen, um sie vom Sofa zu ziehen. Er zog einmal kurzvergeblich an seiner Schwester und wurde dann gleich darauf von ihr, mit einem Ruck aufs Sofa geschleudert. Beide Geschwister sahen sich überrascht an. Jamie konnte nicht glauben, wie schwach ihr Bruder war. Als er gezogen hatte, musste sie sich kaum anstrengen, um Stand zu halten. Und ihr Bruder konnte nicht glauben, mit was für einer übermenschlichen Kraft er plötzlich aufs Sofa gerissen wurde.

Jamie überwand ihre Überraschung schneller als ihr Bruder. Fast lachend vor Freude, stürzte sie sich auf ihn. Erhatte nicht die geringste Chance. Sie sah zwar, wie verbissen er versuchte sich zu wehren, aber trotzdem war es fürsie kein Problem, seine Hände nach unten zu drücken und sich auf seine Brust zu setzen.Er versuchte noch ein paar Augenblicke sich zu befreien, aber als er merkte, wie überlegen seine kleine Schwester war, hörte er auf. Es war schon komisch für Jamie, auf ihren Bruder zu sitzen und zu wissen, dass er vollkommenhilflos war. Dabei war er doch um so vieles größer.

"Na wer hat jetzt das Sagen, hä!" lachte sie ihm ins Gesicht. Ihr Bruder sagte nichts, sondern starrte sie nur mit  böse Blicken an. "Oh schmollt da jemand! Na los, ich halte deine beiden Hände nur mit einer Hand fest. Mein großer Bruder wird doch gegen den linken Arm seiner kleinen, kleinen Schwester ankommen. Sie spürte tatsächlich, wie er erneut versuchte gegen ihren Arm anzukommen. Als sie wieder merkte wie schwach ihr Bruder, im Vergleich zu ihr war, musste sie einfach laut lachen. Purer Hass stand in den Augen ihres Bruders, aber er sagte immer noch nichts.

"Oh so, so wütend!" lachte sie und griff hinter sich, um ihm die Fernbedienung vor die Nase zu halten. "Würde dichdas hier aufheitern?" Immer noch überaus fröhlich drückte sie ihm die Fernbedienung auf die Nase. "Na?"Sie spürte wieder wie seine Hände zittern. Und sie musste wieder lachen.

"Ist das wirklich deine ganze Kraft? Im Ernst. Das kann ich nicht glauben. Für dich muss es ja schon anstrengend sein, den Arm zu heben!"
"Du mieses Stück!" schrie ihr Bruder so plötzlich, das sich Jamie richtig erschrak. "Wenn ich hier rauskomme, mache ich Hackfleisch aus dir! Verstehst du mich? Du kleine Kröte ich werde, ..."

Seine Hasstetrade wurde von Jamie unterbrochen, indem sie ihm das Ende der Fernbedienung in den Mund schob. "Du bist ein blöder Mistkerl Michi, weißt du das? Du wirst ab jetzt netter zu mir sein! Verstanden?"

Sie zog die Fernbedienung aus seinem Mund. "Weißt du was Jamie!" zischte er. "Du wirst niemals einen Freund haben! Keiner mag Frauen mit Muskeln!"
"Das stimmt nicht!" platzte sie ärgerlich hervor. "Knut zum Beispiel findet sie toll!"
Ihr Bruder lachte plötzlich künstlich. "Knut? Der hat mir immer gesagt, dass er es hasst, wenn meine kleine Freakschwester die Tür auf macht. Er will sich nie bei mir treffen, weil du im Haust bist!"

Ihr Bruder wusste genau, wie er Jamie treffen konnte. Und obwohl er es war, der hilflos unter ihr lag, war sie nundiejenige die weinte."Du bist so, ..." Ihr fiel kein Wort ein, aber genau das war er. Wütend packte sie ihn am Kragen und schon sich seinen Kopf, zwischen ihre Beine. Sie hatte das im Fernsehen gesehen. Bei diesem Wrestling Kram, machten Frauen das mit anderen Männern.

Fest klemmte sie seinen Kopf ein und drückte ihn mit ihren Schenkeln zusammen. Zwar nicht besonders fest, aber ihr Bruder jaulte sofort los uns schlug wie wild um sich. "Na, wer ist jetzt der Freak!" fragte sie und drückte etwas mehr. Daerstarben plötzlich seine Bewegungen und seine Arme fielen schlaff herunter.Sie war sich nicht sicher, was jetzt los war und drückte noch etwas stärker. Als er sich nach zehn Sekunden immer noch nicht regte, ließ sie locker und der Körper ihres Bruders fiel schlaff zu Boden. "Michi?" fragte sie leise.

Sie packte ihn an der Schulter und richtete ihn vor dem Sofa wieder auf. So, dass er genau vor ihr saß. "Sag bloß du bist k.o.?" fragte sie. Keine Antwort."Echt jetzt?" lachte sie leise. "Von dem bisschen drücken?"

Ein Gefühl von Macht und absoluter Überlegenheit flutete ihren Körper. Lächelnd hob sie einen seiner Arme und hob ihn an. Als sie ihn losließ fiel er schlaff herunter. „Cool!“ lachte Jamie.
Sie gab ihrem Bruder einen Schups, so dass er lang aufs Sofa fiel. Sie setzte sich dich zu ihm und schlang erneut ihre Beine um seinen Kopf. Nach ein paar Minuten begann ihr Bruder an zu stöhnen.

"Oh, machte er und ob sie Hände, um sich an den Kopf zu fassen. Prallte aber dabei auf Jamies muskulöse Oberschenkel. "Das sind Muskeln die da fühlst!" sagte Jamie, als die Hand seines Bruders ihre Beine berührte.
"Oh verdammt. Was war das?" stöhnte Michi.
"Ich!" rief Jamie aufgeregt. "Das war ein Headscissor k.o.! Wie im Fernsehen! Nochmal?"
"Nein!" rief ihr Bruder schnell, und in seiner Stimmte schwang Panik mit. "Bitte nicht Jamie!"
"Och, sei doch keine Spaßbremse!"

Und schon drückte Jamie wieder den Kopf ihres Bruders zusammen. Dieser fing wieder wild an zu zappeln und gabeinen hohen Schmerzensschrei von sich. Jamie ignorierte das Theater ihres Bruders und drückte ganz vorsichtig weiter. Sie fand sein Gezappel irgendwie lustig und wollte nicht, das es erneut so schnell endete. Aber da ging schon einRuck durch seinen Körper und seine Arme fielen herunter und er war erneut k.o.

"Oh Mann!" rief Jamie. "Das war noch nicht mal die Hälfte meiner Kraft. Vielleicht fünfundzwanzig Prozent! Sie drückte dennoch weiter, um wenigsten mit halber Kraft zu drücken und gab dann den Kopf ihres Bruders frei. Es dauerte an die fünf Minuten, bis ihr Bruder, mit komischen Schnarchgeräuschen zu sich kam. "Na, wie geht’s?" fragte Jamie frech. "Ausgeschlafen?"

Ihr Bruder blickte sich panisch um, dann wollte er sich plötzlich aus den Staub machen. Schnell schnappten Jamies Oberschenkel seinen Kopf und drückten ihn zurück aufs Sofa.

"Bitte lass mich gehen!" Jamie, winselte ihr Bruder. "Ich tue alles was du willst! Wirklich alles!"
"Wirklich alles?" fragte Sie misstrauisch. "Würdest du meine Hausaufgaben machen?"
"Ja!"
"Und meine Küchenzeiten?"
"Ja!"
"Hmm, und äh, würdest du mir die Füße küssen?"
Ihr Bruder zögerte kurz. "Äh, ja!"
"Auch wenn ich gerade von Sport komme und sie stinken?"
"Jamie ich tue wirklich alles!" jammerte ihr Bruder.
"Na gut. Aber erst muss ich dich bestrafen?"
"Bestrafen?" fragte er panisch und wurde sichtlich unruhig.
"Ja, für all die bösen Sachen die du zu mir gesagt hast!"
"Hey Jamie, ich werde ab heute immer ganz lieb zu dir sein! Versprochen!"
"Ich will nicht ganz lieb. Ich will das du alles machst was ich sage!"
"Ja, ja!" rief er schnell.
"Gut und jetzt deine Strafe!"
"Aber Jamie!" jammerte ihr Bruder.
"Sei still!"

Sie sah den Widerstand in dem Gesicht ihres Bruders, aber er zwang sich tatsächlich dazu, den Mund zu halten."So ist es gut!" sagte sie und schob seinen Kopf etwas nähre zu sich, damit er richtig zwischen ihren Schenkeln lag.

"Ich denke drei Knockouts sind genau die richtige Strafe!" Alle Farbe wich aus dem Gesicht ihres Bruders und er sah sie mit, vor Angst geweiteten, Augen an. "Nein bitte Jamie. Ich halt das Ganze nicht mehr aus. Bitte, bitte nicht. Ich fehle dich an!"
"Na, das hättest du dir besser vorher überlegen sollen! Außerdem sind es jetzt vier, weil du ohne Erlaubnis sprichst!"

Dann spannte Jamie plötzlich ruckartig ihre Beine an. Das Gesicht ihres Bruders sah kurz geschockt aus, dann war ein komisches Geräusch zu hören. Seine Arme und Beine zuckten noch ein paar Sekunden, dann lag er still da."Siehst du?" fragte sie. "Ging ganz schnell! Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich beim nächsten Mal genau so nett bin!"

Sie wartete geduldig, bis ihr Bruder endlich wieder die Augen öffnete. Da sie keine Lust auf sein gebettelt und  geflennt hatte, drückte sie gleich wieder zu, sobald seine Augen offen waren. Kurz zappelte er wild, schaffte es  sogar ein Wimmern abzusondern, dann war er wieder ruhig.

Jamie zog sich ein Kissen heran und machte es sich bequem. Sie fing an, dieses Spiel zu mögen. Doch leider schien ihr Bruder immer länger Bewusstlos zu sein, umso öfter und stärker sie drückte.

Beim nächsten Mal wartete Jamie, bis ihr Bruder sich wieder regte. Und dann, als er schon nach ihren Beinen griff,gab sie einen kräftigen Schub in ihre Beine. Ihr Bruder sackte in sich zusammen, als ob er eins mit dem Holzhammer auf dem Kopf bekommen hätte. Jamie konnte nicht anders, als breit zu grinsen.

Ihr Bruder brauchte gute zehn Minuten, bis er sich endlich wieder bewegte. Als er merkte, dass sein Kopf immer noch zwischen ihren Beinen war, fing er an zu zappeln. Dann brach er völlig in 
sich zusammen und fing an zu weinen.

"Oh!" machte Jamie und streichelte den Kopf ihres Bruders. Hast du Angst vor den Beinen deiner kleinen Schwester?" 
"Ja!" brach es aus ihrem Bruder hervor. Jetzt heulte er richtig. "Das ist so süß!" rief sie. "Aber mach dir keine Sorgen. Ich werde dafür sorgen das gleich tief und fest schläfst.“
"NNNEEIIIINN!" schrie ihr Bruder hysterisch. Doch da war es schon zu spät.

Jamie drückte wieder ihre Beine zusammen. Und dieses Mal machte sie es sehr langsam. Mehrere Male hielt sie einfachnur den Druck, damit ihr Bruder Zeit zum Winseln und heulen hatte. Am Ende Überraschte sie ihn mit einem harten Stoß der ihn sofort ruhig stellte. Danach steigerte sie noch weiter den Druck und ließ ihn bei siebzig Prozent ihrer Kraft, fast eine Minute lang zwischen ihren Beinen hängen. Erst dann ließ sie seinen Kopf frei.

Neugierig richtete sich Jamie auf und schlug Michi leicht auf die Wang. Keine Reaktion, ihr Bruder lag wie tot da. "Haha!" lachte sie fröhlich. "Da hat deine kleine Schwester es dir aber gegeben, was?"
Neugierig hob sie seine Augenlieder an, aber alles was sie sah, war ein leerer Blick.

"Oh, armer Bruder!" kicherte sie. "Und so eine böse Schwester! Ja war deine Schwester böse?" Sie ließ den Kopf ihres Bruders nicken. "Und bist du ein dummer, dummer Junge?" Wieder bewegte sie seinen Kopf so, dass er nickte. Jami lachte laut, ließ den Kopf ihres Bruders los, dessen Körper seitlich ungebremst zu Boden fiel. Während sein Kopf noch ein "Bam" auf dem Boden erzeugte, kugelte sich Jamie vor Lachen auf dem Sofa.

Jamie wischte sich eine Träne aus dem Gesicht und sah über die Sofakante. "Hey Pennbacke, willst du an meinen Socken riechen?" Sie streckte ihren Fuß vom Sofa und rollte damit den Kopf ihres Bruder hin und her. So als ob er ihre Frage verneinen würde. "Doch das willst du!" sagte sie streng. Dann nahm sie ihren Fuß uns rieb in intensive und mit festen Druck in seinem Gesicht. "Na wie ist das? Mehr?"

Fast eine Minutenlang rieb Jamie ihren Fuß, in dem Gesicht ihres Bruders. Dann wurde ihr das Spiel zu langweilig. "Uh!" machte sie und nahm ihre Fuß aus seinem Gesicht. "Also ich mach mir jetzt was zu essen, willst du auch was?" Wieder ließ sie seinen Kopf die Frage verneinen. Jamie stand leise kichernd auf, und verließ das Wohnzimmer. 

Während sie sich ein Sandwich zubereitete hörte sie irgendwann, wie jemand eilig die Treppe hochrannte. Als sie auf den Flur trat, hörte sie, wie ihr Bruder seine Zimmertür zuschlug und eilig hinter sich abschloss. Kichernd und mit bester Laune ging Jamie ins Wohnzimmer. Endlich hatte sie den Fernseher für sich alleine.

Gleich am nächsten Tag, konnte Jamie feststellen, das sich ihr Verhältnis zu ihrem Bruder, stark verändert hatte. Als er am Morgen, Jamie vor dem Badezimmer erblicke, wurde er kreidebleich, drehte auf der Stelle um und rannte zurück in sein Zimmer. Jamie hörte genau, wie er die Tür hinter sich abschloss. Danach konnte man sagen, dass ihr großer Bruder sie wirklich mied.

Immer lief er davon, wenn er sie sah. Und wenn sie gemeinsam am Tisch saßen, wagte er es nicht sie anzusehen. Und im Wohnzimmer sah sie ihn auch nicht mehr. Im Grunde hielt er sich immer in seinen Zimmer auf, das er grundsätzlich abschloss. Jamie war das ziemlich egal, solange ihr Bruder sie nicht ärgerte, war alles gut.

An einem Abend, drei Wochen später, hörte Jamie Stimmen aus dem Wohnzimmer kommen. Da ihre Eltern nicht da waren, konnte es sich hierbei nur um ihren Bruder handeln. Was ungewöhnlich war, da er sich gerade abends, nicht mehr ins Wohnzimmer traute. Jamie musste innerlich grinsen. vielleicht sollte sie ihn daran erinnern, warum er die letzte Zeit das Wohnzimmer gemieden hatte.

Lächelnd ging sie die Treppe ins Erdgeschoss herunter. Sie freute sich schon auf die Reaktion von ihrem Bruder, wenn er sie sehen würde. Doch im Erdgeschoß fand Jamie nicht dass, was sie erwartet hatte. Statt irrem Bruder, stand dort eine Frau. Eine junge Frau, nicht hässlich. Und daneben ihr Bruder. Jamie hatte ihren Bruder noch nie mit einer Frau gesehen. Sie hatte bis jetzt gedacht, dass sie und ihre Mutter die einzigen Frauen im Leben ihres Bruders wären. Und vielleicht ein paar virtuelle Frauen auf seinem Rechner, aber sonst.

Allerdings sah dieses Mädchen nicht so aus, als ob sie auf ihren Bruder stehen würde. Im Gegenteil. Sie war angespannt und schien nicht auf irgendwas zu warten. "Hast du jetzt diesen Film oder nicht?" fragte sie ungeduldig, während ihr Bruder in seinem Sammelorder für CD's kramte. "Ja klar! Ich habe alles. Moment noch!" "Ich hoffe wirklich dass du ihn hast, denn wenn nicht muss ich die ganze Nacht dieses verdammt Buch lesen!" "Ich sagte doch, ich habe ihn Anna!" "Dann such schneller! Oh, hey, wer ist das denn da?"

Anna hatte Jamie entdeckt, die langsam die Stufen runterkam. Ihr Bruder drehte sich auch um und Jamie sah, wie er zunehmend nervös wurde. "Meine Schwester!" sagte er schnell und suchte weiter den Ordner durch. Doch nun erheblich schneller.

"Hast du auch einen Namen?" fragte Anna kaugummikauend.
"Ja!" sagte Jamie, "Ich bin Jamie, und du?"
"Anna!" sagte das Mädchen knapp.

Jamie musterte die Frau. Sie war größer als Jamie, fast so groß wie ihr Bruder. Aber halt nur fast. Sie hatte eine schwarze Lederhose an, die fest an ihren Beinen klebte und ziemlich sexy aussah. Ihr rotes Hemd war nicht weniger eng und ließ einen ihren flachen Bauch und ihre gut bestückte Oberweite nur zu leicht erkennen. Ihr Gesicht war gebräunt mit dunkelbraunen Augen und roten Wangen. Ihre Augen hatte sie mit schwarzen Eyeliner verziert, so dass sie etwas Dunkels ausstrahlte. Und taff wirkte. Was sie scheinbar auch war.

"Deine Schwester zieht ziemlich sportlich auch!" sagte Anna, die Jamie genauso gemustert hatte. "Ich turne!" sagte Jamie schnell, bevor ihr Bruder antworten konnte. "Davon kriegt man solche Muskeln?" fragte Anna und musterte Jamies Oberarme. "Ja auch!" sagte Jamie und grinste breit. Langsam gefiel ihr Anna.

"Da ist sie!" rief ihr Bruder laut, und hielt eine DVD hoch, als ob er den heiligen Gral gefunden hätte. "Und darum schreist du so laut?" fragte Anna genervt und sah ihn an, als ob Michi ein totaler Idiot wäre.

"Äh,..." Michi räusperte sich. "Nein, hier ist sie! Hier! Da nimmt. Jetzt kannst du gehen!"
"Wow!" sagte Anna, während sie die DVD nahm. "Du schmeißt mich raus?"
"Nein, ja. Ich meine du wolltest den Film zum Buch. Denn hast du jetzt!"
"Ja, aber vor ein paar Minuten, erschien es mir nicht so, als ob du mich loswerden wolltest. Und jetzt plötzlich hast du es Megaeilig."

"Er hat Angst vor mir!" sagte Jamie laut und grinste ihren Bruder breit an.
"Was?" fragte Anna und stemmte die Hände in die Hüften.
"Nein, ich..., so ein Quatsch!" krächzte Michi.
"Doch hat er!" sagte Jamie und starrte ihren Bruder böse an.
"Ha!" lachte Anna, als sie sah, wie Michi vor dem Blick seiner Schwester zurück wich. "Das scheint mir aber auch so!Oh man, wenn das morgen die Schule erfährt. Michi hat Angst, vor seiner kleinen Schwester! Wie alt bist du Mädchen?"
"Sechzehn!"
"Sechzehn!" wiederholte Anna lachend. "Nein wie geil ist das denn?"
"Es stimmt nicht!" rief Michi wütend. "Ich habe keine Angst vor ihr!"
"Sicher?" fragte Anna grinsend. "Für mich sieht das anders aus."
"Das ist doch alles Unsinn!" rief Michi.
"Gut!" sagte Anna und stemmte wieder die Hände ein die Hüften. "Dann beweis, dass du keine Angst vor ihr hast!"

"Wie das denn?" fragte Michi nervös und trat von einen Bein aufs andere.
"Versohl ihr den Hintern!" sagte Anna knapp. Worauf Jamie anfing zu lachen.
"Lach nicht verdammt!" rief Michi verzweifelt, dann wand er sich Anna zu.
"Können wir das Ganze nicht vergessen? Nimm doch einfach deine CD und geh. Ja?"

Anna schüttelte den Kopf. "Nö!" sagte sie knapp. "Da musst du mich schon eigenhändig rauswerfen!"
"Ha, ha, ha!" lachte Jamie. "Keine Chance. Mein Bruder ist so schwach, dass glaubt man nicht. Er hätte keine Chance gegen dich!"
"Wirklich?" fragte Anna und sah Michi schmunzelnd an.

"Hört auf!" schrie Michi plötzlich. "Du gehst jetzt, oder ich behalte die DVD!"
"Ach ja? Hohl sie dir doch!"
Nervös sah Michi, Anna an. "Ich schlage keine Frauen!" sagte er mit fester Stimme. Drauf hin lachte Jamie wieder. "Weil du es nicht kannst!" rief sie kichernd. "Macht doch Armdrücken!"

Anna lächelte. "Deine Schwester hat Recht. Machen wir doch Armdrücken. Oder hast du davor auch Angst?"
"Verdammt nein!" rief Michi.

Wütend nahm er am Tisch Platz. Anna saß genauso schnell am Tisch wie er. Jamie stellte sich an die Stirnseite des Tisches.Sie sah gleich, dass Annas Arm dicker war, als der ihres Bruders. Ihr Bruder hatte zwar einen Pulli an, doch Jamie wusste, dass man darunter nicht viel finden würde. "Fertig?" fragte Anna herausfordernd. "Ja!" kam es missmutig von Jamies Bruder. Ein paar Augenblicke geschah nichts, erst dann fing ihr Bruder an, Druck aufzubauen. "Nicht so zaghaft!" rief Anna, "Drück richtig!" Michi schien sich über diese Worte zu ärgern, denn er drückte sichtlich stärker.

Bei Anna drückte sich jetzt tatsächlich ein Bizeps an den roten Stoff ihres engen Shirts. Er war nicht überaus groß, aber für ein Mädchen schon auffällig.Bei ihrem Bruder sah man nichts. Michi strengte sich richtig an, und rutschte dabei auf seinem Stuhl hin und her. Anna war alles andere als angestrengt. Gelangweilt fuhr sie sich mit der linken Hand durch die Haare. "Wenn das jetzt alles ist!" sagte sie und knallte Michis Hand auf die Tischplatte. "Ahh!" machte Michi empfindlich und zog seinen Arm weg, sobald Anna seine Hand losgelassen hatte.

"Stark bis du wirklich nicht!" sagte Anna entschieden und stand wieder auf. Während Michi einen roten Kopf bekam. "Willst du mal sehen, wie ich ihn verhaue?" fragte Jamie aufgedreht. Anna grinste und sah Michi an, der bei den Worten seiner Schwester zusammengezuckt war.

"Klar!" sagte Anna, während sie Michi weiter ansah. Dieser blickte erst Anna und dann Jamie an. Als er von beiden Mädchen nur böse angelächelt wurde, entschied er sich zur Flucht. Da er aber mit dem Rücken zur Wand saß, musste er entweder an seiner Schwester oder an Anna vorbei.

Er endschied sich für Annas Seite. Doch diese stellte sich ihm überraschend in den Weg, packte ihn am Pulli und drückte seine magere Gestalt an die Wand. Michi war entsetzt darüber, wie leicht Anna, seinen gesamten Körper, mit ihrem Armen wegdrücken konnte.

"Hiergeblieben!" zischte sie, packte seine Arme und drückte diese gegen seinen Körper. "Ich kann es kaum glauben, dass du versuchst wegzulaufen! Vor deiner kleinen Schwester!" Anna schubste ihn und Michi fiel ungeschickt zu Boden.
"Ach willst du ihn verhauen?" fragte Jamie.
"Nicht richtig!" sagte Anna. Michi wollte sich wieder aufrichten, als Anna im ihre Turnschuhe auf die Brust setzte und wieder runterdrückte.

"Das lasse ich mir nicht gefallen!" rief Michi. "Ach ja!" rief Anna. Und schon war sie auf ihm. Ihr Körper schien schwerer als der von Michi zu sein, denn er atmete schwer aus, als sie sich auf ihn fallen ließ. Dann versuchte Michi, an Annas langen dunklen Haaren zu ziehen, worauf sie ihm instinktive eine scheuerte. Während Michi sie noch erschrocken anstarrte, hatte sie schon seine Hände auf den Boden gedrückt.

"Verdammt!" rief er schwer atmend. "Lass mich!"Doch anstatt seinen Worten Folge zu leisten, setzte sich Anna prompt auf Michis Gesicht. Michi fing wild an, mit den Beinen zu strampeln, was sich aber gab, als Jamie auf seinen Beinen Platz nahm. Dabei lachte sie leise vor sich hin.

Anna saß eine ganze Weile auf Michis Gesicht, bevor sie sich wieder auf seine Brust setzte. Laut zog Michi gierig Luft in seine Lungen. Sein Gesicht war Krebsrot und er hätte sich wohl beschwert, wenn er genug Sauerstoff dafür gehabt hätte.

"Na?" fragte Anna grinsend, "Wer hat jetzt gewonnen?"
Sie musste warten, bis Michi wieder einigermaßen Luft bekam. Aber dann kam von ihm nur ein wütendes "Verpiss Dich!".

Jamie hob die Augenbrauen. Sie hätte gedacht, das ihr Bruder jetzt an dem Punkt war, an dem er wie ein Mädchen zu weinen anfängt. Anna beantwortete seine Antwort, mit ihrem Hintern auf seinem Gesicht."Okay!" sagte sie "Du willst es ja nicht anders!"

"Wenn du willst, dass er tut was du willst, kann ich dir einen Trick zeigen!" sagte Jamie breit grinsend hinter Anna. Diese drehte sich um und lächelte."Klar! Zeig mal!"
Aufgeregt lief Jamie nach vorne und setzte sich vor Michis Kopf, ihre Beine weit geöffnet. Als Anna von seinem Gesicht runterrutschte und er wieder wie ein Ertrinkender nach Luft schnappte, klemmte sie seinen Schädel zwischen ihre kräftigen Oberschenkel.

"Uhh!" sagte Anna. "Ich glaube, ich weiß was du vorhast!" Michi taste panisch nach den Beinen seiner Schwester und Panik stand auf sein Gesicht geschrieben. "Nein!" krächzte er. "Bitte nicht das! Jamie, bitte!" Er hatte Tränen in den Augen doch Jamie lachte nur. "Ich will deiner neuen Freundin doch nur was zeigen, du Idiot!"

"Ey!" rief Anna, "Ich bin auf keinen Fall seine Freundin. Nicht im Geringsten! Ich bin nur wegen diesem Film hier!"
"Okay, verstanden!" rief Jamie und spannte ihre Beine mit einem solchen Ruck an, das Michi nur noch ein kleines "Arg!" rausbekam, bevor er die Augen verdrehte und seine Beine und Arme zu Boden fielen.
"Wow!" sagte Anna und hob probeweise, Michis Arm um ihn gleich wieder fallen zu lassen.
"Sag bloß, er ist k.o.!"
"Jeep! Er findet das gar nicht lustig. Ich schon!"
"Ist es auch irgendwie!" sagte Anna und grinste Jamie an. "Soll ich dir zeigen, wie man ihn noch ruhig stellen kann?"
„Du kannst sowas auch?“
Klar, willst du es sehen?“
"Oh ja, unbedingt!"
"Okay weck ihn auf!"


Jamie öffnete ihr Beine und schlug Michi, mit beiden Händen abwechselnd, auf die Wange. Sein Kopf flog zwischen Jamies Händen hin und her. Es dauerte eine Weile, bis er endlich stöhnend zu sich kam. Als er realisierte, dass er immer noch im Schoss seiner Schwester lag, wurde er sofort wieder panisch.

Lachend zog Anna ihn von Jamie weg, direkt in ihren eigenen Schoss. Michi wollte sich dagegen wehren, doch seine kleine Schwester hatte schnell seine Arme ergriffen und hielt diese mit eisernem Griff fest.

"Lass mich in Ruhe ihr Irren!" rief er hysterisch, während ihm die Tränen aus den Augen liefen.
"Oh!" rief Anna und schlang ihren rechten Arm um Michis Hals, "Da muss wohl jemand beruhigt werden!" Mit der linken Hand faste sie an seinen Hinterkopf und drückte diesen in die Armbeuge ihres rechten Arms. Dann spannte sie ihren Bizeps an, der sich genau in die Atrien seines Halses bohrte. "Nein lass mich!" rief Michi, dann wurde er immer schwächer und schließlich rollte seine Augen ohne Kontrolle hin und her.

"Oh den Griff habe ich mal im Fernsehen gesehen!" lachte Jamie und beobachtete wie sich die Augen ihres Bruders schlossen. "Ja nennt sich Slepperhold!" sagte Anna und drückte noch fester. Sie wartete noch eine halbe Minute, dann ließ sie der erschlafften Körper von Michi zu Boden fallen. "Ah!" sagte sie. "Sowas macht schon Laune!" "Sag ich doch!" lachte Jamie. "Er ist aber auch ein Schwächling! Ich glaube nicht, dass er normal ist!"
"Das sowieso nicht!" sagte Anna und richtete sich auf. Jamie folgte ihrem Beispiel.
"Ich muss jetzt los. Ich muss diesen Film noch sehen!"
"Schade!" rief Jamie. "Wir hätten noch so lustige Sachen mit ihm machen können!" "Ja!" sagte Anna und grinste fies. "Aber wir können uns ja mal verabreden. Dann nehmen wir uns einen ganzen Tag für deinen Bruder Zeit."
"Oh ja!" lachte Jamie und klatschte in die Hände. "Hier, willst du seine Filmsammlung haben? Die braucht er nicht mehr!"
"Bist du dir sich?"
"Moment!"

Jamie kniete sich neben ihren Bruder, der noch immer auf dem Boden lag und auf den Teppich sabberte. Kurz schlug sie ihm mit ihrer kleinen Faust, fest zwischen die Beine. Mit einem lauten "Arrg!" und geweiteten Augen, kam Michi zu sich. Sofort hielt er seine Hände, über seine edlen Teile und wand sich hin und her. "Ey Michi!" rief Jamie. "Kann Anna deine Filmsammlung haben?"

Doch ihr Bruder antwortete nicht. Er heulte nur leise und wand sich hin und her. Jamie verlor die Geduld. Sie schlug seine Arme zur Seite und griff ihm fest zwischen die Hose. "Ahhh!" rief Michi. "Ahh bitte Jamie, nein, bitte!"
"Ich wiederhole! Darf Anna deine Filmsammlung haben?"
"Ja, ja! Bitte lass los! Bitte!"

Jamie ließ ihn los und grinste Anna an. Diese grinste zurück. "Kannst du also haben!" lachte Jamie. Anna nahm das Geschenk danken an. Nachdem sie sich bei Michi verabschiedet hatte, in dem sie ihm ihre Turnschuhe ins Gesicht gedrückt hatte, ging Anna. Jamie hatte wirklich das Gefühl, eine neue Freundin zu haben. Auch wenn Anna sechs Jahre älter war als sie.

Als sie zurück im Wohnzimmer war, lag ihr Bruder immer noch wimmernd am Boden.
"Hey Michi!" rief sie energisch. "Los ab ins Bett! Es ist schon spät. Und wenn du nicht bis elf Uhr schläft, kümmere ich mich darum!" Michi wurde noch bleicher als er ohnehin schon war. Dann rappelte er sich auf und lief in gebückter Haltung die Treppen hoch. "Und wage es ja nicht, dich einzuschließen!" rief im Jamie hinter her.

Als Michi weg war, klatschte Jamie fröhlich in die Hände. Es gefiel ihr, wenn ihr Bruder tat was sie sagte. Aber jetzt wollte sie endlich Fernsehen. Ihr frecher Bruder hatte sie lange genug aufgehalten.

Ende