Samstag, 15. April 2017

Zicke

Ted stand hinter einem Regal beim Einkaufen und belauschte einer Gruppe Mädchen, die auf der anderen Seite standen. In dem Discounter traf man ständig Schüller, da der Laden nur eine Straße von der Schule entfernt war.

Ted war nicht gerade beliebt in der Schule. Die meisten Typen machten sich, wegen seiner kleinen, mageren Gestalt über ihn lustig. Doch jetzt hörte er gerade, wie sich die Mädchen ebenso über ihn lustig machen. Gerade Alice, die verwöhnte reiche Göre mit den langen kalten Platinhaaren. Sie war arrogant und trug viel zu viele rosafarbene Klamotten. Und sie zeigte immer ihre langen Beine, damit die Jungs was zu gucken hatten. Und die Jungs in seiner Klasse guckten. Er nicht. Nicht das ihre Beine nicht super gewesen wären, aber er wollte der dummen Ganz diese Genugtun nicht geben.

"Und seine Haare scheint er auch nie zu waschen!" sagte jetzt ein anderes Mädchen. "Ich glaube seine Eltern sind voll Arm!" "Ganz bestimmt!" hörte er Alice sagen. "Und einen richtig Körper konnten sie ihn auch nicht geben. Ich frage mich, wie klein wohl sein bestes Stück ist. Ich meine, wenn der Rest schon so klein ist!"

Nun reichte es Ted endgültig. Wutentbrannt kam er um die Ecke seines Regals und sah die drei Mädchen böse an.
"Oh da ist ja der kleine Teddy!" rief Alice. "Hey Teddy wir haben uns gerade über dich unterhalten!"
"Habe ich gehört!" rief Ted wütend.
"Oh gut, dann kannst du uns vielleicht bei der Frage helfen, wie klein dein kleiner Freund wirklich ist! Oder kann man das gar nicht mehr messen?"

Ihre Freundinnen kicherten und hielten sich die Hände vor den Mund. Ted war so wütend. Alice hatte gar keinen Anstand und sie tat so, als ob sie machen was sie wollte!
"Wenigsten habe ich mir nichts vergrößern lassen!" sagte Ted und grinste frech zurück.

Alice Gesicht nahm einen wütenden Ausdruck an. Fast schon einschüchternd, wie Ted fand. "Das nimmst du zurück Kleiner, oder ich polier dir die Fresse!" sagte Alice kalt.

Er sah tatsächlich, wie sie die Fäuste ballte. Was irgendwie auch sexy aussah. Dabei bemerkte er auch, dass ihre Hände größer waren als seine. Was wiederrum beeindruckende Fäuste ergab. Dachte sie wirklich, sie könne ihn besiegen? Klar war sie größer, aber sie war auch fast so dünn wie er. Und das er mehr Kraft hatte, stand außer Frage.

"Wieso? Ist es nicht wahr? War das nicht ein Geburtstagsgeschenk von Daddy?"
"Okay, das reicht!" rief Alice.

Sie zog sich ihre Jeansjacke aus und reichte diese eine ihrer Freundinnen. Dann kam sie auf Ted zu. Wollte sie sich wirklich prügeln? Das Mädchen, was sich in jeder Mathestunde die Nägel machte und zehnmal pro Stunde in den Spiegel blickte?

Als sich Alice drohend vor Ted aufbaute, musste er schon zugeben, dass sie äußerst gut aussah. Schöne gebräunte Haut einen großen Mund eine kleine Nase und dunkelgrüne Augen. Allerding sah man ihrem Gesicht die Arroganz klar an. Ihr Körper war so schlank, wie es sich für so ein reiches Mädchen gehörte. Und mit ihren 1.75 war sie auch nicht klein und klar größer als Ted. Sie trug einen Jeansrock und schwarze Strumpfhosen. Ihre Beine, die man gut sehen konnte waren schön lang. Und ihre Oberschenkel waren lange nicht so dünn wie Ted vermutet hatte. Im Gegenteil sie waren fast schon dick. Aber wirkten dennoch fest.

"Letzt Chance Ted!" rief sie.
"Ha!" lachte Ted. "Was willst du denn tun?"

Er hatte den Satz noch nicht ganz beendet, als sich Alic plötzlich seitlich stellte und ihm ihren Fuß in den Magen rammte. Noch in der Minute, in der er sich vor Schmerz krümmen wollte, traf ihn ein weiterer Tritt genau auf die Brust. Der Tritt hatte so viel Power, das er von den Füßen gerissen wurde und gegen das Regal hinter sich geschleudert wurde. Unsanft fiel er auf seinen Hintern, während er von verschiedenen Reissorten getroffen wurde, die hinter ihm aus dem Regal fielen.

Die beiden Tritte hatten wehgetan und er japste gierig nach Luft.

"Cool!" rief eines der Mädchen. "Alice du bist ja ein richtiges Karategirl Alice!"
„Und hast du gesehen wie er geflogen ist? Hammer! Sie muss richtig Mukis in den Beinen haben!“ rief eine andere von Alice Freundinnen. "Warte es ab, ich bin ja noch nicht fertig!" Dann wandte sich Alice, Ted zu. "Los steh auf!"

Ted wusste nicht warum er auf die arrogante Zicke hörte, aber er stand auf. Sogleich wurde er von Alice Turnschuhe begrüßt, der ihn mitten ins Gesicht traf. Dieses Mal ging er nicht zu Boden sondern prallte nur an das Regal hinter ihm.

„Du hast ja überhaupt keine Chance gegen mich!“ stellte Alice sachlich fest. „Komm versuch wenigstens mal mich anzugreifen!“

Ted verdrängte den Schmerz  in seiner Magengegend und stellte sich gerade hin. Alice stand belustig vor ihm, die Hände in die Hüften gestemmt. „Na komm!“ sagte sie, als ob er ein Kind wäre. Rasend vor Wut rannte er auf Alice zu, um sie einfach umzuwerfen. Doch kaum war er in ihrer Nähe kam, wie aus heiteren Himmel, plötzlich ihre große Faust angerast. Mit ordentlich Power schlug sie in seinem Gesicht ein und drehte seinen Kopf schnell zur Seite. Für Ted wurde es vor einer Sekunde auf die andere, Dunkel. Seine Augen rollten zurück und sein Körper erschlaffte mitten in der Bewegung. Wie eine Puppe fiel er lang vor Alice Füße.

Alice zeigte nur ein halbherziges Lächeln. „Erbärmlich!“ sagte sie und musterte ihre Faust. „Wenigsten ist der Nagellack noch in Ordnung.“ Dann drehte sie sich zu ihren beiden Freundinnen um. „Eine Minute noch Mädels. Ich gehe nur sicher, das dieser Gnome auch wirklich verstanden hat!“

Mit einem übertriebenen Seufzen ging Alice in die Hocke, packte Ted am Kragen und hob in hoch. Dabei erschien ein deutlicher Bizeps auf ihrem langen Arm. Sie winkelte den Arm an, um Ted zu sich zu ziehen und der Bizeps wurde prall und rund. Große wie eine Orange.

„Kiki? Reich mir doch bitte eines deiner Feuchttücher, ja?“ Das genannte Mädchen trat näher und betrachtete erstaunt Alice Oberarm. „Mein Gott Alice! Machst du Bodybuilding?“
„Ich halte mich nur fit!“
„Trotzdem hast du einen krassen Oberarm! Wird das nicht langsam schwer, ihn in der Luft zu halten?“
„Das geht schon, nun her mit dem Tuch!“

Kiki gab Alice das Tuch und diese rieb damit über Teds Gesicht. Es dauerte trotzdem ein paar Sekunden, bis Ted das Bewusstsein wiedererlangt hatte. Fast schon erschrocken blickte er sich um, als er das Bewusstsein wiedererlangte. Dann zappelte er wild umher, als er merkte, dass er keinen Boden unter den Füssen hatte. Alice sah ihn mitleidlos ins Gesicht.

„Du bist so erbärmlich!“ sagte sie und ließ seinen Kragen los. Mit einem Laut der Überraschung ging Ted vor Alice zu Boden. Dort betastete er mit einer Hand sein schmerzendes Kinn und sah Alice wütend an.

„Oh, sag bloß du willst noch mehr?“ lachte Alice, als sie seinen Blick sah.
Ted sah sie nicht an. Er rappelte sich auf und drehte sich zum Gehen.
„Mit dir will ich nichts mehr zu tun haben!“ grummelte er.

„Oh nein!“ rief Alice, als sich Ted davon machen wollte. „Ich will noch eine Entschuldigung von dir!“
Ted drehte sich noch einmal um und sah Alice trotzig an. „Nein!“ sagte er einfach.

Kaum hatte er das gesagt, hämmerte Alice Fuß sein Gesicht plötzlich von einer Seite zu anderen. Ted wusste nicht ganz was passiert war, als er erneut von ihrem Fuß getroffen wurde. Dieser hämmerte sein Gesicht von linksnach rechts und wieder zurück. Das tat er immer wieder.

Alice stand bequem vor ihm, ein Bein ausgestreckt und prügelte sein Gesicht mit ihrem Fuß, elegant hin und her. Ihr Bein so in der Luft zu halten, war scheinbar leicht für sie. Eines der Mädchen filmte den Vorgang sogar, was Ted nicht mitbekam, da sein Kopf gerade als Punchingball für Alice Fuß herhalten musste.

Ted war schnell so groggy, das er sich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Als die Prügelmassage plötzlich aufhörte, wäre er einfach umgekippt, hätte ihn Alice nicht mit einem erstaunlich starken Griff am Kragen gepackt.

"Oh nein, noch nicht umfallen! Das machen wir anders! Brav mitkommen!" Alice zog Ted weiter in den Gang hinein, so dass hinter ihm kein Regal mehr stand. "Ach und eins noch Ted!" sie fasste sich mit der linken Hand an ihre Oberweite, während ihre rechte Ted weiterhin am Kragen gepackt hatte. "Diese hier sind zu hundert Prozent echt!"

Dann trat sie einen Schritt zurück, drehte sich geschmeidig und wie aus dem Nicht, wurde Ted plötzlich von ihrem Fuß getroffen. Alice Fuß traf Ted mit solcher Wucht, dass er von einer Sekunde auf die andere das Bewusstsein verlor. Wie er lang zu Boden ging und noch etwas auf den Steinfliesen entlangrutschte, bekam er nicht mehr mit.

"Krass!" sagte eines der anderen Mädchen. Alice blickte auf Ted herab und schmunzelte zufrieden. Dann drückte sie ihn ihren Turnschuh ins bewusstlose Gesicht. "Das reicht mir als Entschuldigung, Penner!" sagte sie kalt.

"Warte ein Foto Alice!" rief eine ihrer Freundinnen. Alice grinste und machte mit ihrem rechten Arm eine Muskelpose. Stolz zeigte sie ihren dicken prallen Bizeps. Sie spannte auch ihr rechtes Bein an was man an besten an ihrer Wade erkennen konnte.

"Wow, cool!" rief das Mädchen, welches nun ihr Foto machte.

"Nun wo das erledig ist, können wir wohl endlich weiter!" sagte Alice und stieg von Teds Körper runter, wobei sie ihr Gewicht klar auf sein Gesicht fokussierte. "Ich kann nicht meine ganze Zeit mit diesem Loser hier verbringen. Nachher reden die Leute noch!"

Ihre Freundinnen lachten laut und dann zog sie zusammen weiter. Zurück blieb nur Ted, der weiterhin besinnungslos auf dem Boden lag.

Ende

Freitag, 31. März 2017

Vanessa 3 - Freundinnen

"10 kg sind einfach zu viel!" sagte Vanessa und ließ die Hantel in ihrer Hand frustriert wieder sinken. "Ich habe aber kein kleineres Gewicht!" maulte Laura zurück und stemmte die Arme in die Hüften. "Entweder 6kg oder 10!"
"Na schön, ich versuch es noch einmal!"
"Das wollte ich hören!"

Vanessa legte sich wieder über die beiden Holzhocker und fing an, auf dem Rücken liegen, die Hanteln nach oben zu stemmen. "Oh Mann!" grunzte sie schon bei der ersten Wiederholung.

"Warte ich helfe dir!" sagte Laura. Sie beugte sich über Vanessa und faste ihre Arme an den Ellen bogen. Bei jedem Mal, als Vanessa die Gewichte nach Oben drückte, half ihr Laura. Mit sanften Drück schob sie ihre Arme zusammen. Vanessas Arme zitterten nach der dritten Wiederholung, doch Laura trieb Vanessa weiter an. "Nein 10 Wiederholungen Vanessa! Komm schon!" Vanessa grunzte wenig mädchenhaft und schob die Gewichte ein weiteres Mal in die Höhe. "Meine Arme zittern total!"
"Egal weiter!"

Laura sah Vanessa auffordernd in die Augen und Vanessa spürte, wie die Hände ihrer Schwester zu ihren Oberarmen runterrutschen und auffordernd ihre gespannten Muskeln drückte. Was ein eigenartiges wohliges Gefühl in Vanessa auslöste.

"Hey Kinder, was macht ihr da?"
Die Stimmte ihrer Mutter erschreckte beide Mädchen gleichermaßen. Laura zuckte zusammen und Vanessa ließ glatt die Hanteln fallen, die Donnernd auf den Boden fielen.

"Ah!" machte ihre Mutter. "Ihr habt also meine Hanteln! Ich hatte euren Vater gestern Abend schon eine halbe Stunde lang im Schwitzkasten, weil ich dachte, dass er sie versteckt hätte. Hätte ihr das mal gesagt, dass hätte euren Vater einiges erspart."

Vanessa sah ihrer Mutter sehr ähnlich. Sie hatte ihre langen schwarzen Haare, ihre hellblauen Augen und ihre Größe geerbt. Auch ihre Mutter war 1.80 groß und war schon immer gut in Form gewesen. Als sie sich nach den Hanteln beugte und diese hochhob, wirkten diese plötzlich viel leichter.

"Aber Mama wir trainieren grade!" maulte Laura. Sie hatte die Gähne ihres Vater. Die kleine stämmige Figur, die braunen Haare und die grünen Augen. Was nicht hieß, dass Laura nicht attraktive war. Ihre großen grünen Augen waren sehr auffällig und ihre Haut war absolut rein. Außerdem hatte sie das kräftige Haar ihres Vaters, das sie mit blonden Strähnen durchzogen hatte. Nach Laura drehte sich so mancher Kerl um.

"Wenn ihr beiden wirklich trainieren wollt, kauft euch eigene Hanteln! Oder geht in den Fitnessclub! Außerdem und wir essen in einer halben Stunde!" Dann war ihre Mutter wieder aus der Tür und verschwunden. Inklusive der Hanteln. "Verdammt!" brummte Vanessa und stand von den beiden Stühlen auf.

"Und jetzt?"
"Vielleicht ist das mit dem Fitnessclub keine schlechte Idee! Du gehst doch sowieso in ein paar Monaten zur Uni. Da gegenüber gibt es auch einen Fitnessclub!"
"Und was ist mit dir?"
"Was soll mit mir sein?"
"Du bist doch meine Trainerin! Meine Motivation!"
"Ach Unsinn! Du musst nur mit jemanden zusammen trainieren! Elises Schwester geht da hin! Die könntest du fragen."
"Ich kenne ihre Schwester nicht!"
"Na und? Ich frage sie für dich."
"Oh okay! Danke. Werde dich trotzdem vermissen. Also nicht nur beim Training, sondern auch wenn ich dann in der Uni bin!"
"Aber wir sehen uns doch!"
"Versprochen. Ich werde brav jedes Wochenende nach Hause kommen!"


Eine Woche später hatte Vanessa tatsächlich ein Blind Date mit der Schwester von Elise. Sie trafen sich vor dem Firnessstudio, nah der Uni. Vanessa war ein bisschen nervöse. Sie fand es komisch sich mit einer vollkommen Fremden zu treffen um dann mit ihr Sport zu machen.

Als sich Vanessa ein weiteres Mal nach Elise Schwester umschaute sah sie plötzlich ein blondes Mädchen, das um einen Häuserblock bog und direkt auf sie zukam. Das musste Elise Schwester sein. Denn dieses Mädchen sah Elise extrem ähnlich. Sie hatte blonde Haare und tief blaue Augen. Sie war genauso braun gebrannt wie Elise und hatte sich die Zähne genauso strahlen weiß bleichen lassen. Sie war zwar auch so große wie Elise bzw., genau so groß wie Vanessa aber dafür etwas massiger als ihre Schwester. Nicht das sie dick war. Ihre Arme und Beine waren nicht so dünn, wie die von Elise, außerdem hatte sie  etwas mehr Schultern. Sie trug eine enge weiße Jeans und eine weiße Lederjacke. Viele der Männer, an denen sie vorbei ging, drehten sich sofort nach ihr um.

Laura hatte Vanessa erzählt, dass Elises Schwester Sabrina ein Model war. Und jetzt, wo Vanessa, Sabrina sah, hatte sie keinen Zweifel dran.

Die blonde Schönheit kam direkt auf Vanessa zu und streckte ihr die Hand entgegen. "Hey ich bin Sabrina und du musst Vanessa sein!"
"Ja schon, woher weißt du das?"
"Na, groß, lange schwarze Haare und eine gut geratene Oberweite!"
Vanessa wurde rot im Gesicht.
"Oh, war das zu direkt! Man sagt mir, dass ich das öfters bin. Sorry! Und wollen wir trainieren gehen?"
Vanessa nickt und schon schritten sie nebeneinander zum Eingang des Fitnesslubs.

Sabrina kam Vanessa wir ein Wirbelwind vor. Sie fühlte sich etwas überrumpelt. Das wurde auch nicht besser, als Sabrina einfach eine Anmeldung für Vanessa organisierte und sie drängte die Papiere zu unterschreiben. Wenige Minuten später war Vanessa schon Mitglied und eilte Sabrina, in Richtung der Umkleiden, hinterher.

Vanessa war noch in Gedanken, ob sie sich den Monatsbeitrag überhaupt leisten konnte, als Sabrina bereits ihr Oberteil auszog. Vanessa vergas sofort alles an was sie gedacht hatte. Sabrina schien überall makellos braun gebrannt zu sein. Und nicht nur das. Diese Frau war überaus kräftig. Klare markante Ausbeulungen von Muskeln an den Armen, kräftige runde Schultern und einen Wahnsinns Sixpack. Absolut gerade Bauchmuskeln die stark und rund aus ihrem Bauch hervortraten.

"Wow!" machte Vanessa nur.
"Was das ein Kompliment?" lachte Sabrina wobei ihre Bauchmuskeln noch heftiger hervortraten.
"Ja, ich dachte du bist ein Model. Ich meine ..."
"Ich bin keines diese abgemagerten Mädchen!" unterbrach Sabrina sie. "Ich bin ein Fitnessmodel. Für Sportmagazine uns so!"
"Du machst also gezielten Muskelaufbau? Ich meine klar, äh sieht man ja...!"
"Ja mache ich. Und ich kann dir zeigen wie du die hier bekommst!"

Vanessa fielen fast die Augen aus, als Sabrina ihren Arm hob und einen mächtigen Bizeps aus ihren Arm wachsen ließ. Es sah aus wie das Ende eines Baseballschlägers, der sich langsam nach hoben aus ihren Arm schob. Oben hart und rund und zu den Seiten fast gerade abfallend. Noch nie hatte Vanessa einen solchen Bizeps gehen. Nicht so groß und schon gar nicht in dieser Form.

"Das ist, das ist, ..."
"Nicht schlecht was?" lachte Sabrina und ließ ihren Arm sinken.
"Unglaublich!" beendete Vanessa ihren Satz.

Vanessa fühlte sich sehr unwohl, als sie sich umzog und merkte, wie sie von Sabrina gemustert wurde. Und dabei blieb es nicht. Sabrina konnte es sich auch nicht verkneifen einen entsprechenden Kommentar abzulassen.

"Na deine Arme sind ja ganz in Ordnung aber dein Bauch? Hast du daran gar nicht gearbeitet?"
"Ich habe äh..." Und wieder wurde Vanessa rot. Sie hasste das.

Das warm machen am Laufband war für Vanessa kein Problem. Sie konnte gut mit Sabrina mithalten. Sie stellte sogar die gleiche Geschwindigkeit ein. Aber als sich Sabrina dann eine 18 kg. Hantel schnappte, stockte Vanessa mal wieder der Atem. Da sie gerade erst festgestellt hatte, dass sie mit 10 kg noch überfordert war, ergriff sie lieber die 6 kg Hanteln, was ihr ein mildes Lächeln von Sabrina einbrachte. Worüber sich Vanessa schon wieder ärgerte.

Doch trotz ihrer 6kg kam Vanessa bei Sabrinas Übungen nicht hinterher. Nicht das sie zu langsam war. Sie machte einfach bei der Anzahl der Wiederholungen schlapp. Sabrina schien unermüdlich und ihr Baseballschläger Bizeps, der bei jeder Bewegung ihrem Arm anschwoll, lenkte Vanessa auch ab.

Vanessa machte immer nur den Beginn von Sabrinas Übungen mit, dann brach sie ab bis die nächste kam. Am Ende kam Sabrina grinsend auf sie zu.

"Du hast wirklich versucht mitzuhalten was? Nicht schlecht, aber wir sollten uns bei Training gegenseitig unterstützen. Los heb deine Hanteln hoch!"

Vanessa folgte dem Befehl. Dann packte Sabrina sanft Vanessa Arme und zeigte ihr, wie sie die Hantel bewegen sollte. Bei jeder Wiederholung half Sabrina ihr, damit Vanessa nicht an Schwung verlor und gleichmäßig weiter trainierte. Es erstaunte Vanessa selbst, wie viel mehr Wiederholungen sie mit Sabrina schaffen konnte. Und nicht nur das. Auch die Berührungen dieses Mädchen gefielen ihr. Es war schon ihre kräftige Hand auf ihren angespannten Muskeln zu fühlen. Das war sehr motivierend.

Danach ging Sabrina mit Vanessa noch jede einzelne Maschine im Fitessclub ab, die es gab. Danach war Vanessa total fertig sie hatte fast 2 Stunden mit Sabrina trainiert und war kurz davor umzukippen.

Als sie erschöpft auf der Bank in der Umkleide saß, lächelte Sabrina wieder. "Du bist ja ganz schön fertig. Aber glaub mir, es wird besser. Und? Willst du jetzt regelmäßig mit mir trainieren?"
"Naja morgen und übermorgen werden ich mich wohl, auf Grund eines massiven Muskelkaters nicht bewegen können. Aber danach gern."
"Schön! Hat Spaß gemacht mit dir. Du bist nicht eines der Mädchen das rumalbert und nicht richtig mitmacht. Ich denke  wir harmonieren ganz gut!"
"Das denke ich auch!" sagte Vanessa und dachte daran, wie Sabrina ihre Muskeln beim Training gedrückt hatte. Ja das war gut! Dachte sie.

"Du wirst schon sehen, " redete Sabrina weiter, "in Nullkommanichts wirst du überall Muskeln haben! Und glaub mir, die sind nicht schlecht. Nicht nur das du mehr Energie hast, es ist auch praktisch, wenn dich mal der falsche Kerl anmacht. Oder auch beim Sex! Was denkst du wie die Kerle staunen, wenn sie mich das erste Mal sehen. Die meisten klotzen dann wie dumm. Die kleineren Männer sind öfters begeistert als die kräftigen. Nur einer hat mal das Weite gesucht, als ich die Hüllen habe fallen lassen. So ein Neandertaler von Bauunternehmer. Er hat was von seiner Frau Gefasel und ist fast durch die geschlossene Tür gelaufen. Obwohl ein so kleiner Typ hatte schon sehr viel Respekt, als er mich in meiner Nacktheit musterte. Vielleicht hätte der auch das Weite gesucht. Aber ich habe ihm keine Gelegenheit dazu gegeben, sondern ihn mit einer Hand gepackt und auf mein Bett geschleudert. Es ist ein echt cooles Gefühl, einen anderen Menschen einfach hochheben zu können. Na egal, danach habe wir auf jeden Fall, na du weißt schon. Und glaub mir, ich bin so dermaßen auf ihm rumgeturnt das er danach fast besinnungslos war. Der Junge war im siebten Himmel. Aber Gott ich rede und rede wieder. Du musst mich für eine Schlampe halten. Aber wenn man nicht mit genügen Männern schläft, wie soll man dann den richtigen finden? Oh verdammt schon so spät? Sei nicht böse, aber ich muss los!"

Vanessa hatte Sabrina nur mit offenem Mund zugehört, während diese sich angezogen hat. Dann hatte diese plötzlich hastig ihre Tasche geschnappt und war verschwunden.

Schmunzelnd dachte Vanessa kurz über die Male nach, bei denen sie Sex gehabt hatte. Null! Dachte sie. Außer sie hatte sich verzählt. Sie grinste innerlich über ihren eigenen Scherz. Sie hatte es nicht eilig mit der Partnersuche auch wenn sie ständig von Jungs in der Schule angemacht wurde. Sie war in dieser Richtung sehr eigen. Aber das wichtigste war, das Vanessa in Sabrina eine schöne, sehr starke Trainerin gefunden hatte. Und das war schon mal viel wert.

In den nächsten drei Monaten traf sich Vanessa drei Mal die Woche mit Sabrina. Bei jedem Training führte Sabrina, Vanessa an ihre Grenzen. Dabei war sie immer für Vanessa da. Und es war schön, wenn Sabrina, Vanessa bei den Gewichten halb oder aufmunternd ihre Muskeln drückte. Und Vanessa ertappte sich immer wieder selber dabei, wie sie sich danach sehnte, noch intensiver von Sabrina angefasst zu werden. Sie selber wagte es nur selten Sabrinas Muskeln anzufassen. Aber wenn sie es tat war das Gefühl überwältigend. Besonders bei Sabrinas Bizeps. Sabrina war einfach das stärkste Mädchen das Vanessa kannte. Und eines mit dem absolut größten Bizeps.

Dann kam der Monat der Abschlussprüfungen und Vanessa hatte viel weniger Zeit. Wenn sie nicht gerade lernte trainierte sie oder umgedreht. Auch hatte sie kaum noch Zeit für ihre kleine Schwester Laura. Vanessas Körper hatte sich nach den drei Monaten mit Sabrina sehr verändert. sie hatte jetzt sichtbare Bauchmuskeln und das auch dann, wenn sie diese nicht anspannte. Ihr Bizeps hatte sich sehr gut entwickelt. Er war jetzt größer als ein Golfball und nah dran ein Tennisball zu werden. Vanessa erwischte sich selber immer wieder dabei, wie sie ihren eigenen Bizeps anspannte und ihn gedankenverloren befühlte.

Wenige Tage vor den Abschlussprüfungen kam Laura in Vanessas Zimmer gestürmt. Vanessa saß gerade konzentriert an ihrem Schreibtisch und ärgerte sich etwas über die Unterbrechung ihrer kleinen Schwester.

"Was Laura!" rief sie barsch.
"Mir ist etwas wichtiges eingefallen!" rief Laura, ohne auf  Vanessas grobe Anrede einzugehen.
"Na und?"
"Du wolltest doch gegen Ulrike antreten! Weißt Du nicht mehr? Übermorgen sind doch die Abschlussprüfungen und dann bist du schon weg von der Schule!"
"Laura! Das ist inzwischen total unwichtig geworden. Das wurmt mich nicht mehr. Außerdem, wie du ganz richtig sagst, bin ich so gut wie runter von der Schule. Wen interessiert das Ganze dann noch?"
"Mich vielleicht!" schmollte Laura. "Die blöde Kuh erwähnt nur zu gerne, dass sie stärker ist als du!"
"Jetzt wohl nicht mehr!" sagte Vanessa und spannte ihren Arm an. Ihr Bizeps war jetzt sogar zu sehen, obwohl sie ein Hemd darüber trug.

"Cool!" rief Laura und war gleich an ihrer Seite um ihren Arm zu drücken. "Wie geil! Und wie schnell das ging. Mit Elises Schwester zu trainieren war wohl eine gute Idee. Man der ist sogar hart!" Fast schon verspielt drückte Laura fast eine Minute an Vanessas Bizeps rum. Und innerlich genoss Vanessa das. Doch dann zwang sie sich dazu etwas zu sagen. "Dauert das noch lange?" fragte sie und Laura ließ mit rotem Gesicht von ihrem Arm ab.

"Nein, ich wollte nur sicher sein, das das kein Scherz ist. Jetzt sind 10 kg Hanteln wohl kein Problem mehr für dich!"
"Nein, ich trainiere jetzt standardmäßig mit 10!"
"Cool dann kannst du ja morgen in der Pause Ulrike fertig machen!"
"Laura!"
"Was? Du musst doch nicht auch noch jede Pause lernen! Und so stark wie du jetzt bist, sollte es doch ganz schnell gehen!"
"Also gut. Ich schaue in der großen Pause bei dir vorbei!"
"Ja!" rief Laura und ballte die Faust spielerisch, "Mehr wollte ich ja nicht."


Vanessa hielt ihr Versprechen und am nächsten Tag stand sie, in der großen Pause, an der Tür von Lauras Klasse. Sie brauchte gar nicht hineinschauen, denn als sie an die Tür kam, streckte gerade Laura ihren Kopf heraus.

"Da bist du ja!" sagte sie und zog ihre Schwester in den Klassenraum.  Vanessa staunte nicht schlecht, als sie sah, wie voll der Klassenraum war. "Was ist denn hier los?" fragte sie flüsternd ihre kleine Schwester.
"Na das Armdrücken! Ich habe es beiläufig bei den Jungs erwähnt und die sind gleich los und haben es rumerzählt. Ich wette es kommen noch mehr!"
"Ich hätte es ohne Publikum lieber!" sagte Vanessa leise.
"Ach was!" sagte Laura und zog Vanessa weiter an den Tisch, an den Ulrike saß. Ein Stuhl stand schon bereit. Mit einem leichten Unwohlsein, setzte sich Vanessa.

"Na, will sich deine Schwester tatsächlich noch mal blamieren?" fragte Ulrike, Laura.
"Wirst ja sehen wer sich hier gleich blamiert!" blaffte Laura zurück.

"Na dann los du Tittenwunder! Lass es uns loslegen!"
Entschlossen ergriff Vanessa die kaltnasse Hand des Mädchens, dass mit seinen Körper doppelt so viel füllte, als es der Stuhl unter ihr hergab.

"Macht schon los ihr beiden!" grölte ein Junge.
Und schon fing Ulrike mit dem Drücken an. Vanessa hatte keine Probleme damit, ihrer Kraft Stand zu halten. Dann drückte sie selber und war selbst überrascht, als sie Ulrikes Hand glatt auf die Tischplatte donnerte.

Die Schüller um sie herum grölten los und riefen Vanessas Namen. Ulrike verzog das Gesicht und sah Vanessa böse an.

"Ich war noch nicht bereit!" zischte sie.
"Okay, dann noch mal!" sagte Vanessa unbeeindruckt.
Erneut gaben sich die Mädchen die Hände. Dieses Mal drückte Vanessa vorsichtiger und dann immer Stärker. In aller Ruhe drückte sie Ulrikes Hand erneut auf die Tischplatte. Und jeder hatte gesehen wie leicht ihr das gefallen war.  Sie hatte noch nicht mal ihre ganze Kraft gebraucht, um Ulrike zu besiegen. Sie konnte sich ein Lächeln einfach nicht verkneifen.

"Noch mal?" fragte sie Ulrick breit grinsend.
"Ja!" fachte Ulrike. „Das kann nicht sein! Du kannst nicht plötzlich so stark sein! Das ist ein Trick!“
„Du kannst es gerne weiter versuchen!“ sagte Vanessa grinsend, „Ich habe die ganze Pause Zeit!“

Das dicke Mädchen versuchte es noch drei Mal und jedes Mal schlug Vanessa ihre Hand in wenigen Sekunden auf die Holzplatte. Danach reichte es Ulrike. Wie ein wütendesWalross stand sie auf und polterte durch die Klasse nach Draußen. Die Jungs und Mädchen jubelten Vanessa zu. Vanessa stand auf und zeigte stolz ihren Bizeps. Eine erneute Welle des Erstaunens rollte durch die Menge. Viele der Jungs und auch einige Mädchen drückten Vanessas Bizeps begeistert. Dann forderten mehrere Jungen Vanessa zum Armdrücken auf. Vanessa willigte ein und besiegte einen nach den andren. Und immer wieder ging ein Jubel durch die Menge der Schüler. Natürlich waren alle Gegner von Vanessa drei bis vier Jahre jünger als sie. Und soweit sie wusste, waren alle drei Jungs aus Lauras Klasse. Aber es war dennoch toll auch gegen Jungs zu gewinnen. Als sie schließlich den Klassenraum verließ war sie einer euphorischen Stimmung.

Als sie aus der Klasse kam, stand Timmy ihr Bücherträger, wie immer brave an der Tür. "Was war denn da darin los?" fragte er neugierig. Das verwunderte Vanessa etwas. Normalerweise war Timmy so schüchtern, das er kaum ein Wort rausbrachte. "Ich habe nur ein Mädchen in Armdrücken besiegt." Timmy sah sie verwirrt an, sagte aber nichts. Vanessa dachte, dass das Gespräch damit zu Ende war und wollte schon los laufe, als Timmy noch mal den Mund aufmachte.

"Dann bist du wohl nach den Abschlussprüfungen weg, was?" fragte Timmy. "Ja!" sagte Vanessa kurz. "Brauchst du auf deiner Uni vielleicht einen, der dir die Bücher trägt? Ich könnte nämlich die Schule schwänzen und zu dir an die Uni kommen!" "Das ist eine bekloppte Idee!" sagte Vanessa grob. "Und du wirst nicht wegen mir die Schule schwänzen!"
"Aber, ---!"

Weiter kam Timmy nicht, denn im nächsten Augenblick wurde er von Vanessa mit beiden Händen gepackt und hoch in die Luft gehoben. Vanessa jubelte innerlich, als sie merkte, dass sie ihn tatsächlich hochheben konnte. Es war gar kein Problem für sie. Mein Gott! Dachte Vanessa. Ich könnte ihn sogar durch die Luft werfen! Das ist so cool. Sabrina hatte Recht! Das ist ein super Gefühl.

Timmy sah Vanessa aus großen Augen an. Dann schielte er auf die beiden großen Muskelbälle die sich aus ihrem Oberarm drückten. "Jetzt höre mir mal zu Timmy!" sagte Vanessa eindringlich. "Ich brauche keinen Bücherträger mehr, verstanden? Oder mache ich den Eindruck auf dich, das ich zu schwach dazu bin, meine eigenen Bücher zu tragen?"
Timmy starrte weiter auf ihre Oberarme und schüttelte den Kopf. "Gut, also sind wir uns einige, dass du wegen mir nicht die Schule schwänzen wirst?"

Timmy nickte und machte dabei ein wirklich betroffenes Gesicht. Vanessa wusste nicht warum, aber sie beugte sich vor und gab, den in der Luft schwebenden Jungen, einen Kuss. Timmy lief rot an, wie ein Feuerlöscher.
"Aber dankte dass du die Bücher so lange für mich getragen hast!" sagte Vanessa leise. Dann setzte sie den Jungen wieder auf dem Boden ab und nahm ihm ihre Bücher ab.
"Ab jetzt kann ich sie aber selbst tragen. Und du solltest deine Pause wieder mal sinnvoll nutzen."

Als Vanessa dann zurück zu ihrer Klasse ging, hatte sie ein unglaublich gutes Gefühl. Sie fühlte sich stark, selbstbewusst und begehrenswert. Und eins war ihr gerade sehr deutlich geworden. Sie wollte unbedingt stärker werden. So stark wie es nur irgendwie ging. Sie wollte jeden Mann, egal wie groß oder dick er war, hochheben können. Oder auch Frauen. Andere Menschen hochheben zu können war cool. Außerdem wollte sie jeden Mann an Stärke übertrumpfen. Und sie wollte mit Sabrina trainieren. Aber zuerst musste sie diese dummen Prüfungen überstehen.

Ende.

Freitag, 17. März 2017

Vanessa 2 - Schülerinnen



Für Vanessa gab es kaum etwas Besseres als durch die vollen Flure ihrer Schule zu gehen. Und obwohl sie heute nur einen dunklen Pulli und eine verwaschene Jeans an hatte, warf ihr, so ziemlich jeder Junge einen lüsternen Blick zu. Das lag nicht nur an ihrer langen Gestalt, oder ihrem glänzenden schwarzen Harren, die ihr bis zum Hintern reichten. Es lag wohl mehr an ihrer gut ausgestatteten Oberweite, die sich auffallend fest und rund nach vorne Drückte. Ihr kleine Schwester Laura, deren Oberköper mehr flach ausgefallen war, beschwerte sich gerne mal, dass Vanessa eine so ungewöhnlich hervorragende Oberweite hatte.

Natürlich hatte Vanessa auch ansonsten eine super Figur. Eine schmale Taille und einen runden knackigen Hintern, den sie immer in eine enge Jeans zwängte. Von Hinten guckten die Jungs ihr auf den Hintern und von Vorne, naja, weniger in die Augen. Obwohl diese großen hellblauen Augen einen Blick wert waren.

Vanessa durchwanderte nicht alleine die Flure ihrer Schule. In einem Abstand von drei Metern, folgte ihr ein kleiner dürrer Junge mit zerzausten braunen Haaren. In seinen dünnen Armen hielt er ein paar Schulbücher die Vanessa gehörten. Vor einem halben Jahr war ihr Timmy immer hinterhergerannt und hatte Vanessa angebellte, ihre Bucher tragen zu dürfen. Das hatte er einen Monat lang gemacht, bis Vanessa endlich nachgegeben hatte. Und seit dem trug er ihre Sachen. Jeden Tag und überall hin. Er war wie ein kleiner Hund der Vanessa überallhin folgte.

Vanessas kleine Schwester Laura ging auch auf ihre Schule. Sie war erst 15 und damit drei Klassen unter Vanessa. Da Vanessa und Laura sich ausgesprochen gut leiden konnten, im Gegensatz zu manch anderen Geschwistern, besuchte Vanessa regelmäßig, Laura in der großen Pause in ihrer Klasse.

In Vanessas Schule waren zur Pausenzeit alle Klassen für alle Schüler geöffnet. So das sich jeder überall rumtreiben konnte. Eine Regelung die nicht nur Vanessa gefiel. Als sie Lauras Klasse erreichte und hineinguckte, fiel ihr ein kleiner blonder Junge auf, der auf seinem Platz saß und wie hypnotisierte Laura anstarrte. Diese stand mit ein paar anderen Mädchen in einer Ecke der Klasse und unterhielt sich. Vanessa konnte den Jungen verstehen. Laura war ein sehr hübsches Mädchen. Sie hatte die großen grünen Augen ihres Vaters einen großen Mund und braune Harre, die sie mit hellen Strähnen versehen hatte. Vielleicht waren Lauras Schultern etwas breit und sie selber etwas klein, aber dennoch war sie schlank und hatte eine genau so schmale Taille wie Vanessa. Außerdem hatte Vanessa genau so breite Schultern, nur dass es bei ihr, wegen ihrer Größe viel weniger auffiel.

Als Vanessa in die Klasse ging, blieb ihr Bücherträger automatisch am Eingang stehen. Vanessa hatte Timmy eindeutig klar gemacht, dass er sie in keine Klasse begleiten sollte. Er durfte ihre Bücher nur Außerhalb der Klasse tragen. Egal um welchen Klassenraum es sich handelte.

Als sich Vanessa zu ihrer Schwester begab, verabschiedete diese sich von ihren Freundinnen.
"Hey Laura, wie ich sehe hast du einen neuen Verehrer!"
"Was?" fragte Laura und sah sie verwirrt an.
"Na der Junge da!" sagte Vanessa und zeigte auf den Blondschopf.
"Vincent? Quatsch! Der guckt mich doch immer so an!"
"Und du glaubst, dass bedeutet nichts?"
"Nein! Guck dir die Jungs an der Tafel an!"
"Was ist mit denen!"
"Siehst du nicht, wie sie alle versuchen, nicht in deine Richtung zu sehen um es heimlich doch zu machen?"
"Ja, aber das ist normal."
"Oh normal! Das liegt nur an deiner tollen Figur. Ich wette die Hälfte der Jungs in meiner Klasse nehmen dich Abends als Vorlage!"
"Pah!" machte Vanessa. "Da sind sie sicher nicht alleine. Das macht die halbe Schule!"
"Du bist ja sehr von dir überzeugt. Dumm nur das du wahrscheinlich recht hast. Ich wett das gleiche gilt für die Lehrer!"
"Ahhh stopp Laura! Themenwechsel!"
"Was? Denk ja nicht dass die das nicht machen!"
"Laura! Erzähl mir was anderes!"
"Hmm, wir hatten hier letzte Pause Mädchenarmdrücken gemacht!"
"Ach, ihr alle? Und? Bist du die Stärkste in der Klasse?"
"Nee, mehr der Dritte Platz!"

Vanessa zog die Augenbrauen hoch. Sie hatte ihre kleine Schwester immer für stark gehalten. Schließlich war sie vor einem viertel Jahr noch stärker als Vanessa selbst gewesen. Bis Vanessa damit angefangen hatte, jeden Tag etwas zu trainieren. Aber auch das hatte mittlerweile nachgelassen. Nicht dass sie nichts mehr tat. Nur weniger halt. Irgendwie fehlt es ihr an Motivation.

"Wer sind denn bitte die Mädchen die dich besiegt haben?"
"Na einmal Elise da drüben und Ulrike. Die dicke da am Tisch!"

Vanessa sah erst zu Elise dann zu Ulrike rüber. Elise war fast so groß wie Vanessa wirkte aber etwas dünner. Sie hatte braune Haare und war auch ansonsten gebräunt, als ob sie gerade aus dem Urlaub kam. Ulrike hingegen war wirklich dick. Mehr als das. Und auch ansonsten wohl die Außenseiterin der Klasse. Dunkelbraunes fettiges Haar. Einen massigen Körper der wie ein Klumpen Lehm aussah. Trübe Augen mit tiefen Ringen, als ob sie nie schlafen würde und Klamotten, die mal vor 20 Jahren getragen wurden.

"Uh!" machte Vanessa. "Der will ich noch nicht mal die Hand geben!"
"Tja! Aber sie ist die stärkste hier!"
"Kein Wunder, sie trägt ja auch gewohnheitsmäßig eine riesen Last mit sich herum!"
"Glaubst du, du würdest sie schaffen?" fragte Laura neugierig.
"Ich? Wieso denn das jetzt!"
"Na du bist stärker als ich, also vielleicht auch stärker als sie! Währe echt mal gut, wenn ihr ein anders Mädchen zeigt, dass sie nicht die Stärkste ist. Außerdem kann sie mich nicht leiden Und dich mag sie bestimmt auch nicht!"
"Warum!"
"Sie hasst halt hübsche Mädchen!"
"Warum?"
Laura zuckte mit den Schultern. "Guck sie doch an. Wir hassen was wir nicht selber sein können!"
"Aus welchem Glückskeks hast du das denn?" Vanessa seufzte übertrieben. "Na egal. Wenn es dir wichtig ist!"
"Das habe ich nicht gesagt!" rief Laura sofort. "Aber schlecht wäre es nicht!"
"Ja ist gut ich mache es ja schon!".

Vanessa ging zu dem dicken Mädchen herüber und lächelte sie so süß an, wie sie konnte. Dabei folgten ihr die Blicke der meisten Jungs in der Klasse. Die dicke Ulrike blickte auf und sah sie abschätzend an.
"Was ist mit dir los! Lesbisch oder was?"
Vanessa rollte mit den Augen. "Nein, ich wollte dich nur höfflich etwas fragen!"
"Na dann los! Die Pause dauert nicht ewig!"
"Ich habe gehört, dass du meine kleine Schwester im Armdrücken besiegt hast!"
"Wer soll das sein?"
"Laura!" sagte Vanessa in einem schärferen Ton und zeigte auf Laura.
"Ah ja! Na und?"
"Ich wollte es jetzt auch einmal versuchen!"
"Du?" Ulrike blickte sie skeptisch an.
"Ja ich!"
"Meinetwegen musst mir aber erst eine Frage beantworten!"
"Na los frag!"
"Sind deine Teile eigentlich echt? Ich meine sowie die von deinem Körper abstehen, muss das doch Plastik sein!"

Vanessa wurde leicht rot im Gesicht. Die Frage hatte jeder in der Klasse gehört und den Jungs konnte man die Neugier an der Nasenspitze angesehen. "Die sind echt!" rief Vanessa aggressive und schob sich bei der Äußerung die besagte Oberweite mit beiden Händen zu Recht. Als sie das tat, krachte es laut hinter ihr, weil ein Junge bei seiner Klotzerrei, glatt vom Stuhl gefallen war.

"Na dann kann es ja losgehen!" sagte Ulrike und stellte ihren massigen Arm auf den Tisch. Vanessa musste sich überwinden um die Klaue der dicken Ulrike anzufassen. Sie ergriff eine kalte, leicht nasse Hand. Innerlich schüttete sich Vanessa. Dann drückte Ulrike ihre Hand so stark zusammen, dass sie beinah aufgeschrien hätte.
"Kann es jetzt losgehen?" fragte Ulrike. Bevor Vanessa antworten konnte, hörte sie einen  Jungen hinter sich in den Flur brüllen. "Hey, die oberscharfe Braut will gegen das Fettmonster Armdrücken machen!"
"Wer?" ertönte eine Stimme vom Flur her.
"Lauras Schwester!"
"Ach die mit den beiden stimmigen Argumenten?"

Vanessa rollte mit den Augen, als sie die Junge hörte. Ulrike sah finster drein. Kein Wunder, dachte Vanessa, man hatte sie Fettmonster genannt. "Wir warten noch kurz!" sagte Vanessa, während Ulrike weiter ihre Hand drückte. Es dauerte nicht lange und Ulrike und Vanessa waren von einer dichten Traube von Schülern umgeben, die fast die ganze Klasse füllte. Allerdings waren kaum Mädchen darunter.

Ulrike beachtete die anderen Schüler nicht. Sie starrte Vanessa nur wie ein Psycho an. Vanessa schaffte es kaum, ihrem Blick standzuhalten. "Also jetzt los Tittenbarbie!"
"Ich bin nicht blond! murrte Vanessa und sagte dann "Okay, los!" Vanessa zuckte regelrecht zusammen, als die Jungs um sie herum zu brüllen anfinden, sobald sie merkten, dass es losging.

Vanessa musste sich sofort mit Gewalt am Tisch festhalten, weil Ulrikes Arm mit so einer Kraft auf sie einwirkte, dass es sie fast überrumpelte. Schnell wankte ihr Arm und Ulrike zeigte ein fieses Grinsen. "Auch nicht viel besser als deine Schwester, Tittenbarbie!" sagte sie. Und dann schlug sie Vanessas Hand hart auf den Holztisch. Vanessa konnte sich nicht beherrschen und rief einmal kurz "Au!" Die Jungs um sie herum, gaben alle ein enttäuschtes Murmeln von sich. Scheinbar hätten sie gerne Vanessa als Siegerin gesehen. Doch bevor Vanessa ihre eigene Niederlage überhaupt begreifen konnte, schlug Ulrike, die immer noch Vanessas Hand ergriffen hatte, diese noch einmal Kraft voll auf den Holztisch. "Ich habe gewonnen!" rief sie und haute nach jedem Wort Vanessas Hand schmerzhaft auf den Tisch.

Vanessa konnte sich knapp die Tränen verkneifen und zog schnell ihre Hand zurück. "Oh man Ulrike, du bist echt ein Tier!" rief einer der Jungen. "Wirf ihr doch zum Lohn ein rohes Stück Fleisch hin!"
"Fresse man, oder ich werfe ihr dich hin!"

Vanessa konnte das dumme Gequatsche der Jungs nicht ertragen und schob sich durch die Reihen der Jungen nach Draußen vor die Klasse. Die Jungs, an denen sie sich vorbeischob grinsten breit, als sie mit ihr Körperkontakt hatten.

Auf dem Flur lehnte sie sich erleichtert gegen die Wand. Eine Bewegung neben ihr zeigte ihr, dass Laura ihr gefolgt war.
"Na das war ja nicht so toll!" sagte Laura.
"Kann man wohl sagen. Ich habe mich vor deiner ganzen Klasse blamiert."
"Da waren auch noch welche aus andren Klassen!"
"Danke Laura. Jetzt geht es mir besser!"
"Nimm es nicht so schwer Vanessa!" sagte Laure jetzt lieb. "Es waren doch nur Jungs. Und denen ist doch egal, ob eine Frau im Armdrücken gewinnt.
"Kam mir aber nicht so vor!"
"Glaub mir! Die brauchten nur eine Gelegenheit um dich offen anglotzen zu können. Die werden sich alle heute Abend daraufhin, ...
Laura kam nicht weiter, denn plötzlich wurde sie von Vanessa barsch unterbrochen.

"Könntest du bitte damit aufhören zu behaupten, dass jeder Junge mich als Rubbelvorlage benutzt?" schrie Vanessa. Und das so laut, dass sich alle Schüler auf dem Fuhr kurz zu ihr umdrehten. Timmy, der immer noch ihre Bücher trug, bekam einen ganz roten Kopf.
"Oh Gott Timmy!" rief Vanessa."Ich habe nicht dich gemeint!"
"Sieht aber so aus, als ob du bei ihm ins Schwarze getroffen hast!" sagte Laura grinsend und Timmy blickte beschämt zu Boden. "Ich muss hier weg!" rief Vanessa und lief mit großen Schritten davon. Ein paar Sekunden später rannte ihr Timmy hinterher. Laura schüttelte nur den Kopf und verschwand wieder in ihrer Klasse. Die Pause war sowieso um.


Als Vanessa am Ende der gleichen Woche nach Hause kam, hörte sie schon im Flur, dass Laura Besuch hatte. Im Wohnzimmer fand sie ihre kleine Schwester zusammen mit Elise aus ihrer Schule, am Esszimmertisch. Die beiden machten gerade Armdrücken und als Vanessa rein kam, knallte die braungebrannte Elise, Lauras Hand auf die Tischplatte.

"Und wieder gewonnen!" rief Elise und zeigte ihre strahlend weißen Zähne. "Ich gib auf!" knurrte Laura. "Du bist sogar stärker als meine Schwester!" "Wer sagt das!" fragte Vanessa. Die beiden Mädchen drehten sich überrascht zu ihr um. Sie hatten nicht bemerkt, dass Vanessa reingekommen war. "Na ich!" sagte Laura. "Und glaub es ruhig. Gegen Ulrike hast du ja auch verloren!" "Na ja!" mischte sich Elise ein. "Ich habe gegen sie auch verloren!"
"Gut, dann mach ihr beiden jetzt Armdrücken!" sagte Laura und rutschte von ihrem Stuhl runter.

Eigentlich hatte Vanessa nicht wirklich Lust dazu. Da ihre letzte Erfahrung im Armdrücken an ihrem Ego einige Kratzer verursacht hatte. Mit wenig Begeisterung setzte sich Vanessa und ergriff Elises Hand. Elise hatte einen festen Händedruck, den Vanessa, so gut es ging, erwiderte.

"Also gut!" rief Laura begeistert, "Auf mein Zeichen legt ihr los! Achtung, fertig, los!"

Dieses Mal griff Vanessa sofort mit ihrer ganzen Kraft an. Doch Elise hielt stand. Ihre Hand schwankte zwar kurz zurück, doch dann war sie wieder in der Ausgangsstellung. Beiden Mädchen sah man an, dass sie sich ordentlich anstrengten, doch ihre Hände blieben weitestgehend in der Ausgangsstellung.

"Oh man da passiert ja Garnichts!" rief Laura aufgeregt. "Strengt euch mal ein bisschen an!"
"Na gut, ein bisschen kann ich noch!" sagte Elise, was Vanessa überrascht zur Kenntnis nahm. Und tatsächlich legte Elise noch etwas an Kraft nach und Vanessas Hand, wich Millimeter für Millimeter zitternd zurück.

"Vanessa nein!" rief Laura. Vanessa gab aber schon alles was sie hatte, da halfen auch die Rufe ihrer kleinen Schwester nichts. Vanessa keuchte laut auf, als Elise schließlich ihre Hand auf die Holzplatte schlug. Das braungebrannte Mädchen mit den hellweißen Zähnen sah sie freudestrahlend an. "Cool!" rief sie. "Ich habe ein Mädchen aus der Oberstufe besiegt! Wie viel Jahre bist du noch mal älter? Drei?"

Vanessa hatte kaum Lust zu antworten und verschränkte murmelnd die Arme. Sie musste auch nicht antworten, weil Laura sofort dazwischen plapperte. "Hey Elise, zeig Vanessa mal deinen Bizeps, der sieht nämlich echt cool aus!"

Vanessa staunte nicht schlecht, als das lange schlanke Mädchen ihr Shirt hochzog und auf ihrem gebräunten Arm ein runder Bizeps in der Form und Größe eines Golfballs erschien. Vanessa war fasziniert, wie rund so ein Bizeps doch sein konnte. Und er sah wirklich sexy aus. Er ragte so schön aus dem Arm hervor.

Laura war schnell hinter Elises Stuhl getreten und drückte ihren Bizeps leicht mit zwei Fingern. "Und echt hart!" sagte sie begeistert. "Fühl mal!" Vanessa warf Elise einen fragenden Blick zu. Diese nickte grinsend.

Vanessa streckte sich über den Tisch und ergriff zaghaft Elises Bizeps. Sie drückte die runde Muskelerhöhung seitlich mit zwei Finger. Und sie musste zugeben, er war wirklich erstaunlich hart. Bei Vanessa konnte von so einem Bizeps nicht die Rede sein. Allerding hatten ihre Arme auch den doppelten Umfang. Und das meiste davon war halt Fett. Ihr eigentlicher Bizeps befand sich darunter.

"Ja der ist schon cool!" sagte Vanessa nach dem sie einige Male den Bizeps gedrückt hat. Laura nickte bestätigend. "Ich finde ihn auch sexy!" sagte Laura. "Er gibt dir was taffes!"
"Danke!" sagte Elise fröhlich und entspannte ihren Arm.
"Okay, ich lass euch dann mal wieder alleine!" sagte Vanessa und rutschte von ihrem Stuhl. Sie hatte keine Lust, das die beiden Mädchen noch weiter über ihre Niederlage sprachen. Das brachte sie jetzt wirklich nicht.

Am nächsten Tag hatte Vanessa irgendwie schlechte Laune, was auch Laura auffiel. Und so ging es die ganze Woche lang. Am Freitagabend lag sie auf ihrem Bett und starrte missmutig vor sich hin. Als die Tür ihres Zimmers aufging und Laura hereinkam blickte Vanessa genervt auf. "Was!" rief sie.

"Bist du immer noch schlecht drauf?" fragte Laura.
"Was willst du Laura?"
"Es ist Freitagabend! Wollen wir nicht losziehen? Jemanden aus meiner Klasse gibt eine Party!"
"Ich habe keine Lust auf eine Party mit lauter vierzehn und fünfzehn Jährigen!"
"Dann hast Du wohl auch keine Lust auf mich!" rief Laura wütend.
"Richtig geraten! Und jetzt verzieh dich!" rief Vanessa.

Vanessa ließ sich wieder nach hinten fallen und starrte erneut an die Decke. Nach ein paar Minuten merkte sie, dass sich jemand auf ihr Bett setzte. Als sie aufblickte sah sie Laura, von der sie angenommen hatte, dass sie längst weg wäre.

"Jetzt sag schon was mit dir los ist! Seit letzter Woche bist du kaum zu ertragen!"
"Es ist nichts!"
"Jetzt sag nicht, dass es dir zu schaffen macht, dass Ulrike dich im Armdrücken besiegt hat. Diese Frau ist bestimmt 100 kg schwerer als du!"
"Es ist nicht nur das,... ich habe auch gegen Elise verloren! Gegen zwei 15 Jährige!"
"Elise ist sogar 14!" sagte Laura leise.
"Siehst du? Noch schlimmer. Ich bin 18, also erwachsen. Ich finde, das dürfte sowas nicht passieren. Ich will nicht, dass so etwas passiert!"

Beide Mädchen schwiegen eine Weile. Laura dachte nach und Vanessa starrte weiter böse die Decke an. Irgendwann brach Laura das Schweigen.

"Ich habe eine Idee!"
"Was?"
"Ich werde dein Coach!"
"Was bitte?"
"Na deine Trainerin! Ich sorge dafür, dass du stärker wirst!"
"Wie stellst du dir das denn vor?" fragte Vanessa skeptisch.
"Ich weiß einiges und den Rest gucke ich im Internet nach."
"Ich weiß nicht!" sagte Vanessa.
"Ich schon!" beharrte Laura. "Warte nur ab. Morgen geht es los!"
Fröhlich stand Laura auf und rannte aus Vanessa Zimmer. Vanessa sah ihrer kleinen Schwester stirnrunzelnd nach.


Am nächsten Tag verkündete Laura am Nachmittag, dass es Zeit für das Training sei. Als erstes schraubte sie an die beiden Hantelstangen, die Vanessa bis jetzt benutzt hatte, Gewichte. 1,5 KG an jede Seite, was in Summe, die Stange mit einem Kg mitgerechnet, 4 kg ergab. Laura ließ Vanessa eine Übung nach der anderen machen, die speziell den Bizeps beanspruchten. Wenn Vanessa es nicht mehr schaffte die Hantel ganz hochzuheben, unterstützte Laura sie.

Vanessa musste zugeben, dass sie mit Lauras Zuspruch viel länger und ausdauernder trainierte als sie es alleine gekonnt hätte. Und das mit einem Gewicht, das jetzt 3Kg schwerer war. Nach dem Training taten ihr die Arme ordentlich weh und am Sonntag hatte sie solche Muskelschmerzen, dass sie die Arme kaum heben konnte.

Vanessa hatte gedacht, dass Laura vielleicht ein paar Tage ihren Coach spielen würde und dann die Lust daran verliert. Aber das tat sie nicht. Jeden zweiten Tag kam sie zu Vanessa ins Zimmer und stachelte sie zum Training an. Und Vanessa gehorchte ihrer kleinen Schwester.


Nach drei Monaten stand Vanessa im Badezimmer vor dem Spiegel und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Sie hatte ihren rechten Arm angespannt und ein dicker Bizeps, der definitive größer war als ein Golfball, hatte sich aus ihrem Arm erhoben. "Das sieht doch gut aus!" sagte Vanessa laut zu sich selber. Dann ging plötzlich die Tür auf und Laura kam ins Bad gelaufen.

"Klopfst du nie an?" murmelte Vanessa.
"Kannst ja abschließen!" dann sah Laura, den Bizeps ihrer großen Schwester. "Cool!" sagte sie und drückte frech den Muskel ihrer Schwester. "Nur noch etwas weich! Aber das kriegen wir auch noch hin!" "Ja Coach!" lachte Vanessa.
"Ich denke dass wir noch 3 Monate so weiter machen und dann stampfst du Ulrike unangespitzt in den Boden!"
"Und Elise auch!"
"Ja schon, aber Elise ist meine Freundin. Da musst du nicht stampfen! Und Elise schaffst du jetzt schon. Komm doch mal dazu, wenn sie bei mir ist!"
"Das werde ich machen!"

Es dauerte noch ganze drei Wochen, bis Elise endlich mal wieder bei Laura war. Und Vanessa war mehr als bereit. Das tägliche Training mit Laura machte sich mehr als bezahlt. Und sie hatte das Gefühl, das ihr Bizeps schon wieder etwas gewachsen war.

Elise sah malwieder unglaublich aus, als Vanessa sie bei Laura im Zimmer sitzen sah. Sie hatte kein Zweifel daran, dass die blonde Badenixe mit der gebräunten Haut, den weißen Zähnen und den dunkelblauen Augen die hübscheste Frau in Lauras Jahrgang war.

Lieb lächelnd stellte sich Vanessa in Lauras Zimmertür und rief:
"Na ihr beiden!"
"Hey Vanessa!" sagte Laura, "Ich habe Elise schon erzählt, dass du eine Revanche haben willst."
"Ja, von mir aus geht das klar!" sagte Elise.
"Okay, dann gleich hier auf dem Teppichboden?" schlug Laura sogleich vor.

Vanessa nickt und wenig später, lagen sich die die beiden Mädchen gegenüber. Wie immer gab Laura in ihrer übermütigen Art das Startsignal. Vanessa nahm sich vor ihre Position zu halten und zu warten, was Elise ihr alles entgegenbringen konnte. Elise grinste, als sie merkte, dass Vanessa auf Lauras Signal nicht losdrückte. Elise fing nur langsam an zu drücken. Dafür steigerte sie den Druck kontinuierlich. Als Vanessa anfing Probleme zu bekommen, hörte Elise zum Glück auf zu drücken. Allerdings nur sehr knapp. Vanessa musste sich sehr anstrengen, um ihre Stellung zu halten. Doch Elise drückte augenscheinlich mit ihrer ganzen Kraft. Eine Steigerung war wohl nicht mehr drin. "Wieso bist du auf einmal so stark!" rief Elise verblüfft, während sie krampfhaft weiterdrückte.

"Hab ich doch gesagt!" mischte sich Laura ein. "Wir haben trainiert!"

Nun gab Vanessa alles was sie an Kraft hatte, was bei Elise ein leises Quicken verursachte. Ganz langsam und mühsam drückte Vanessa, Elises Hand weiter in Richtung Boden. Elise kämpfte verbissen und Vanessa hatte einige Male den Eindruck, dass sie Elises Hand nicht weiter nach hinten schieben konnte. Besonders am Ende schwitzen beiden Mädchen und hatten tief rote Köpfe. Als Elises Handrücken endlich den Boden berührte, sackten beide Mädchen geschafft zusammen.

"Ah verdammt!" stöhnte Elise. "Das hätte ich jetzt nicht gedacht!"
"Zeig ihr deinen Bizeps Vanessa!" rief Laura vergnügt.
Vanessa rappelte sich langsam auf und spannte schweratmend ihren Arm an. Ruckartig erschien ein runder Bizeps auf ihrem Arm.

"Oh ja recht ordentlich!" sagte Elise und griff nach Vanessas Oberarm. "Aber schon etwas weich!"
"Pah!" machte Laura. "Sie hat ja nun wirklich einen größeren Bizeps als du!"
"Meinst du? Sie hat ja auch viel dickere Arme!" sagte Elise. Daraufhin zog sie ihr Shirt hoch und spannte ihren Bizeps direkt neben den von Vanessa an. So dicht nebeneinander war der Unterschied doch nicht so groß, wie Vanessa gedacht hatte. "Hier, fühl mal bei mir Vanessa!" Vanessa tat es und Elises Bizeps war wirklich härter. Definitiv härter als ihrer.

"Ich denke wenn ich etwas trainieren würde, könnte ich dich leicht erneut schlagen!" sagte Elise zuversichtlich. "Momentan mache ich nämlich keinen Sport! Ich hatte schon daran gedacht, dass ein paar größere Muskeln bestimmt ganz gut aussehen würden!"
"Bestimmt!" pflichtete ihr Laura bei.
"Naja, wenn du ein weiteres Match willst, du weißt wo du mich findest!" sagte Vanessa. Dann verabschiedete sie sich bei den beiden Mädchen und ließ sie alleine.

Die nächsten Tage trainierte Vanessa noch verbissener. Die Begegnung mit Elise hatte ihr gezeigt, dass sie doch nicht so viel stärker geworden war, wie sie gehofft hatte. Die Sache war sehr knapp gewesen. Sie musste sich eingestehen, dass sie gegen Ulrike, wohl noch keine Chance hatte. Aber sie musste es in den nächsten vier Monaten schaffen. Danach kamen ihre Abschlussprüfungen und dann würde sie zur Uni gehen.

Laura unterstützte Vanessa natürlich weiter bei Training. Auch sie war Überrascht gewesen, das Elise ihr solche Probleme bereitet hatte. Aber wenigstens hatte Vanessa gewonnen. Lauras erste Maßnahme bestand darin, dass sie Vanessas Hanteln auf sechs Kilo steigerte. Und sie zwang Vanessa geradezu, ihre Wiederholungen genauso oft zu absolvieren, wie sie es zuvor getan hatte.

Vanessa gab alles und versuchte ihrer Schwester nicht zu widersprechen. Bevor sie diese Schule verließ, wollte sie Ulrike besiegen!

Ende

Freitag, 3. März 2017

Vanessa 1 - Schwestern



Es war ein warmer Sommertag. Vanessa und ihre kleine Schwester Laura gingen, nach einem nicht enden wollen Schultag, nach Hause. Vanessa war Wortwörtlich die größere Schwester. Sie war nicht nur ein Jahr älter, sonder mit ihren 1.84 auch bedeutend größer als Laura.

"Ich kann es kaum erwarten, kalt zu duschen!" seufzte Laura neben ihr. "Die Wärme in meiner Klasse war kaum auszuhalten!"
"Wer sagt, dass du zuerst duschen kannst?"
"Ich habe es als erste gesagt!" rief Laura energisch.
"Ich möchte genauso dringend duschen!" sagte Vanessa und verschränkte die Arme.
Kurz schien ihre kleine Schwester nachzudenken. Dann blieb sie plötzlich stehen.
"Was?" fragte Vanessa und blieb ebenfalls stehen.
Plötzlich rief Laura: "Wer zuerst kommt malt zuerst!" und rannte wie eine Verrückte die Straße zu ihrem Haus hoch. Vanessa reagierte sofort und folgte ihrer kleinen Schwester auf dem Fuße.

Die Straße zu dem Haus der beiden Schwerster ging, wenn man von der Schulte kam, leicht Berg auf.
Doch Vanessa bemerkte nicht, dass Laura damit irgendwelche Probleme hätte. Ihre langen braunen Haare mit den blonden Strähnen, flogen hinter ihr her, als sie wie eine kleine Rakete die Straße hoch rannte. Vanessa folgte ihr. Doch sie merkte schnell, dass sie nicht über die Power ihrer kleinen Schwester verfügte. Ihre pechschwarzen Haare, die noch länger waren als bei ihrer Schwester, wehten lange nicht so schön im Wind wie bei Laura. Mit Ärger musste Vanessa feststellen, dass ihre kleine Schwester ihren Vorsprung immer weiter ausbaute. Dabei hatte doch Vanessa die längeren Beine. Viel länger! Und dennoch schaffte sie es nicht aufzuholen.

Als sie den Gartenzaun ihres Grundstücks sah, saß Laura neckend, auf einen der Eckpfosten."Wo bleibst Du denn?" lachte sie schadenfroh. Dann sprang sie auf und rannte zur Haustür. Vanessa hätte ihrer kleinen Schwester gerne etwas Entsprechendes an den Kopf geworfen, aber ihr fehlte die Luft, zum Reden. Keuchend rannte sie ihrer Schwester nach ins Haus. Laura stand schon oben auf der Treppe und grinste."Und jetzt eine kalte Dusche!“ Wütend rannte Vanessa die Treppe hoch, wobei sie das Gefühl hatte, das ihre Beine jeden Augenblick den Dienst verweigerten. Doch dennoch hatte Laura wohl nicht erwartet, das Vanessa so schnell war. Laura wollte gerade die Tür zum Badezimmer schließen, als Vanessa, ebenfalls die Tür zu fassen bekam.

"Nichts da!" rief sie. "Vanessa zog mit aller Kraft am Türknauf, damit Laura die Tür nicht zuziehen konnte. Ein paar Sekunden widerstand sie Lauras Kraft, doch dann zog diese mit einem kräftigen Ruck die Tür zu. Enttäuscht ließ sich Vanessa zu Boden sinken. Sie war immer noch total außer Atem. Sie ärgerte sich, dass ihre kleine Schwester sie erst bei Wettrennen besiegt hatte und dann auch noch die Tür hatte zuziehen können. Sie war größer und älter. Das alles hätte anders laufen müssen. Bisher war es auch nie so gewesen. Allerding war es auch ewig her, dass sich die beiden Mädchen einen physischen Wettkampf geliefert hatten. Dazu verstanden sie sich zu gut.

An diesem Tag ging Vanessa deprimiert ins Bett. Sie schwor sich, dass sie die nächste Chance für einen fairen Wettkampf mit ihrer kleinen Schwester ergreifen würde. Vielleicht nicht gerade ein Wettrennen. Irgendwas anderes halt.

Eine Woche später saßen Laura und Vanessa nebeneinander am Wohnzimmertisch und durchstöberten die Fernsehzeitung. Ihre Eltern waren an diesem Abend nicht zu Hause, so dass sie den großen Apparat im Wohnzimmer nutzen konnten. Eigentlich hatten sie sich beide schnell auf eine romantische Komödie geeinigt. Doch Vanessa war zickig. Sie wollte heute nicht mit ihrer kleinen Schwester einer Meinung sein. Und als sie dann zusammen vor dem Fernseher saßen, schaltete Vanessa nicht auf den vorgegebenen Sender, sondern sprang gelangweilt von Kanal zu Kanal.

"Hey wir verpassen den Anfang!" rief Laura, nachdem sie den wilden Kanalwechsel ihrer größeren Schwester ein paar Minuten angesehen hatte. "Na und!" gab Vanessa unwirsch zurück. "Vielleicht gibt es doch was Besseres!"
"Vanessa! Wir haben uns doch auf den Film geeinigt! Und jetzt schalte um!"
"Vielleicht hast du dich geeinigt!" brummte Vanessa.

"Oh! Dann gib die Fernbedienung her,...!" rief Laura und versuchte Vanessa, die Bedienung aus der Hand zu reißen. Doch Vanessa sprang schnell vom Sofa auf und hielt die Fernbedienung über ihren Kopf. Da sie um einiges größer war konnte Laura mit ihren 1,62 kaum etwas ausrichten. Doch Laura versuchte gar nicht an die Fernbedienung zu kommen. Stattdessen gab sie ein wüten es Grunzen von sich und warf sich auf ihre Schwester. Sie umklammerte ihren Körper und beide Mädchen fielen mit lauten Poltern auf den Wohnzimmerboden.

Vanessa stöhnte auf, als Laura auf ihr landete. Ihre kleine Schwester musste zugenommen haben, denn sie war schwerer, als es Vanessa in Erinnerung gehabt hatte. In früheren Zeiten hatte Vanessa keine Probleme mit ihrer Schwester gehabt, wenn sie sich über den Boden gerollte hatten. Dank ihrer Größe, war sie immer im Vorteil gewesen. Doch nun lag Laura schwer auf ihrem Oberkörper und Vanessa hatte richtige Probleme, sie von sich runter zu bekommen. Sie griff nach ihren Armen, doch Laura riss sich sofort wieder los und packte stattdessen Vanessas Handgelenke. Wenige Sekunden rang Vanessa mit ihrer keinen Schwester, dann wurden ihre Arme, von Lauras Kraft hart zu Boden gedrückt. Vanessa stöhnte gequält auf.

"Warst du nicht mal stärker?" fragte Laura grinsend. Vanessa starrte sie nur wütend an. Laura grinste zufrieden.
Dann gab sie ihre große Schwester wieder frei und nahm sich die Fernbedienung. Wieder grinste sie ihre große Schwester an.

"Na? Willst Du noch mal versuchen mir die Fernbedienung wegzunehmen?"
Vanessa rappelte sich langsam vom Teppich auf und schüttelte missmutig den Kopf.
"Oh Mann!" rief Laura, "Schmollt meine große Schwester etwa jetzt?"
"Tue ich gar nicht!" rief Vanessa kindisch und im gleichen Augenblick hasste sie sich selber dafür.

Laura verdrehte die Augen und stand auf. "Komm wir gucken jetzt fern!" Sie ging etwas in die Hocke und packte Vanessas Oberarm um ihr beim Aufstehen zu helfen. "WOW!" machte sie laut. "Deine Arme sind ja weich wie Pudding!"
"Wie sollten sie sonst sein?" fragte Vanessa verärgert.
"Fühl mal meinen Oberarm!" rief Laura und streckte ihren Arm aus.

Vanessa musste zugeben, dass sich Lauras Arm ziemlich fest anfühlte. Nicht richtig hart aber sehr stabile.
"Du spannst ja auch deine Muskeln an!" sagte Vanessa abwertend. Laura sah sie grinsend an. "Gut dann spann du doch deine Muskeln an! Mal sehen ob er dann immer noch so weich ist!"
"Ich habe keine Lust zu diesem dummen Spiel!" Außerdem sind meine Arme doppelt so dick wie deine! Ich bin nun mal nicht so klein wie du!"

Dann drehte sich Vanessa um und stolzierte aus dem Wohnzimmer.
"Ach komm schon Vanessa!" rief Laura. "Wollen wir nicht fernsehen!"
"Nein danke!" rief Vanessa zurück, die bereits auf dem Weg in den oberen Stock und in ihr Zimmer war.


Als Vanessa an diesem Abend im Bett lag, konnte sie an nichts anderes denken, als daran, dass ihre kleine Schwester stärker war als sie. Sie versuchte an etwas anderes zu denken aber es klappte nicht. Immer wieder kam ihr Lauras Gesicht in den Kopf, wie sie grinsend auf ihr lag. Und wie sie Vanessa zu Boden drückte.

Vanessa fühlte sich schwach und sie mochte dieses Gefühl nicht. Sie sagte anderen gerne, was sie tun sollte. Wie es nun mal ältere Geschwister machten. Und bis jetzt hatte sie auch geglaubt, dass sie für ein Mädchen einigermaßen stark war. Schon allein weil sie so groß war. Aber sie hatte sich auch noch nie mit anderen Mädchen ihres Alters wirklich gemessen. Das machten meistens nur Jungs untereinander. Gut richtig Sport trieb sie auch nicht mehr. Sie hatte mal etwas Basketball gespielt. Aber dazu hatte man sie wegen ihrer Große gedrängt. Und Spaß gemacht hat es auch nicht. Seufzend drehte sich Vanessa auf die Seite. Sie musste unbedingt wieder Sport treiben!

Gleich am nächsten Tag holte Vanessa ihre Laufschuhe aus dem Keller und lief ein paar Runden um den Block. Das war nicht viel, vielleicht drei Kilometer. Trotzdem füllte sie sich danach kaputt und ausgebrannt. Und dennoch machte sie danach in ihrem Zimmer ein paar Liegestützen. Zu ihrer eigenen Verwunderung schaffte sich nicht mehr als zwei hintereinander. Was sehr deprimierend war. Aber es versetzte ihr auch einen weiteren Ansporn, das sie unbedingt besser werden musste.

Die nächsten drei Monate ging Vanessa nach der Schule regelmäßig joggen. Und danach machte sie Liegestützen. Und sie wurde wirklich besser. Nun lief sie jeden Tag fast 10 Kilometer und schaffte an die 20 Liegestütze. Sie fühlte sich fitter und glaubte auch, mehr Energie zu haben.

Am Ende des dritten Monats sprach Laura sie auf ihr verändertes Verhalten an. "Hey Vanessa! Gehst du schon wieder joggen?" "Jeep!" machte Vanessa und zog ihre rosa Sportschuhe an. "Kommt mir so vor, als ob du das jeden Tag machst!" "Mach ich auch. Also fast jeden Tag! Das Wochenende lasse ich aus!" "Und warum? Ich meine willst du abnehmen? Denn zu dick bist du nicht!"
"Danke!" machte Vanessa und sprang auf. "Joggen ist gesund kleine Schwester? Willst du mitkommen?"

Vanessa hatte nicht damit gerechnet, dass Laura tatsächlich mit ihr laufen würde aber zu ihrer Überraschung nickte Laura. "Ja gut! Ich hol nur meine Laufschuhe!"

Zehn Minuten später liefen die beiden Schwestern den Gehweg entlang. Vanessa gab ein zügiges Tempo vor aber Laura konnte gut mithalten.
"Läufst du bist runter zum Spielplatz?" fragte Laura, als sie die Straße runterliefen. "Ja! Und dann um den Teich und wieder zurück! Wieso? Ist das zu viel für dich?" "Wohl kaum!" rief Laura. "Von mir aus könnten wir daraus sogar ein Wettrennen machen!" "Von mir aus!" rief Vanessa.

"Also los!" rief Laura und fing plötzlich an zu rennen. Schnell entfernte sie sich von Vanessa, doch diese brauchte nur wenige Sekunden, um ebenfalls zu beschleunigen. Mühsam holte Vanessa auf. Sie konnte kaum so schnell laufen wie Laura und blieb ein kleines Stück hinter ihr. Diese Stück wurden mit der Zeit immer größer und größer. Aber als sie ein Drittel der Strecke hinter sich hatten, fiel Laura langsam zurück. Sie war erschöpft und nun war es Vanessa die schnell aufholte. Doch auch wenn Vanessa nun aufholte, war es nicht mehr weit bis nach Hause. Sie war schon  10 Meter hinter ihrer Schwester, als sie bereits ihr Haus sehen konnte.

Immer näher kam sie Laura und hätte sie fast an der Schulter berühren können, als diese durchs Gartentor des Hausen rannte. "Gewonnen!" rief Laura fröhlich und ließ sich schwer atmend ins Graß fallen. Vanessa stand neben ihr und versuchte ihre Atmung unter Kontrolle zu bringen. Laura hatte zwar gewonnen, aber ihre kleine Schwester war viel ausgelaugter als Vanessa. Sie keuchte regelrecht und schien nicht mehr in der Lage aufzustehen. Vanessa hingegen, hätte glatt noch eine Runde laufen können. Aber sie hatte keine Lust mehr und etwas außer Atmen war sie schließlich auch.

"Du bist verdammt schnell! Kleine Schwester! Aber wäre die Strecke länger gewesen, hätte ich gewonnen!"
"Stimmt vielleicht. Aber ich bin definitiv schneller! Habe halt die stärkeren Arme und Beine!"
"Um die Arme ging es hier gar nicht!"
"Sind trotzdem stärker!"
"Da wäre ich mir nicht so sicher!"
"Okay, dann Armdrücken?" fragte Laura und grinste siegessicher.
"Ja gut, aber erst nachdem wir beide geduscht haben!"
"Gute Idee! Du kannst zuerst. Ich bleib hier noch etwas liegen!"

Eine gute Stunde später fanden sich die beiden Mädchen am Wohnzimmertisch ihrer Elter wieder zusammen. Laura hatte immer noch dieses Siegerlächeln im Gesicht, das Vanessa gar nicht gefiel.

"Bereit?" lachte Laura und stellte ihren Ellenbogen auf den Tisch.
"Ja!" sagte Vanessa und packte die kleine Hand ihrer Schwester.
"Dir ist schon klar, dass du längere Arme und ein breiteres Kreuz als ich hast!" sagte Laura. "Das gibt dir schon im Punkto Hebelwirkung einen Vorteil!" "Klingt nach Unsinn und einer Ausrede!" sagte Vanessa schlecht hin.
"Keine Ausrede! Ich werde nämlich trotzdem gewinnen. Auch wenn du rein Größentechnisch im Vorteil bist!"
"Hör auf zu sabbeln und drück endlich!" rief Vanessa genervt.
"Zieh vorher noch dein Shirt nach oben, ich will sehen, ob es in deinem dicken Arm wirklich Muskeln gibt!"
Vanessa wurde etwas rot, als Laura das sagt. "Na schön!" sagte sie und ließ Lauras Hand los. "Aber nur wenn du deins auch hochzieht.

Nun zogen beide Mädchen ihre Ärmel über die Schultern, so dass man ihre nackten Oberarme sehen konnte. Erneut packten sie sich gegenseitig an den Händen.

"Können wir jetzt endlich starten?" fragte Vanessa.
"Ja, auf los geht es los. Und los!"

Vanessa hatte damit gerechnet, dass ihre kleine Schwester gleich mit voller Kraft angreifen würde und spannte ihre Muskeln sicherheitshalber gleich an. Lauras Angriff kam genau so kraftvoll wie erwartet und bog ihren Arm kurzeitig weiter nach hinten, als es Vanessa gedacht hätte. Schnell hielt sie sich mit der anderen Hand am Tisch fest um zur Seite wegzukippen.

"Wau Vanessa!" rief Laura. "Bist du stärker geworden?"
"Glaub schon!" sagte Vanessa und schielte auf Lauras nackten Oberarm.

Auf dem Arm ihrer Schwester sah sie eine richtige kleine Erhöhung. Bei ihr selber erhob sich nur so eine strichartige Rolle. Das ärgerte sie. So etwas langes, flaches konnte man doch nicht als Bizeps bezeichnen. Warum sah Lauras Arm so viel besser aus?

"Richtige Muskeln kann ich bei dir nicht sehen!" sagte Laura plötzlich, die gerade Vanessas Arm musterte. "Mal gucken ob ich was sehe, wenn ich stärker drücke!"

Machte Laura einen Scherz oder hatte sie wirklich noch mehr Kraft in ihren Arm. Vanessa stöhnte auf, als Laura plötzlich noch stärker drückte und sich ihr Arm langsam nach hinten bewegte. "Das gibt es doch nicht!" presste Vanessa heraus. Laura grinste nur breit, war aber sichtlich bemüht, Vanessas Hand herunterzudrücken.

Sie darf nicht gewinnen! Dachte Vanessa. Sie drückte so stark, das ihr Arm anfing zu zittern. Der Tisch rutschte quietschend ein paar Zentimeter zurück, als sich Vanessa zu sehr dagegenstemmte. Auch Laura bekam jetzt einen roten Kopf. Doch dann knallte Vanessas Hand doch laut auf den Tisch.
"Au!" rief Vanessa und zog ihre Hand aus Lauras Umklammerung.

"Sei kein Baby!" rief Laura.

Beide Mädchen ließen sich nach hinten sinken und atmenden schwer durch.
"Aber eines muss ich sagen!" stöhnte Laura. "Du bist eine Gegnerin! Allerdings, ..."
"Allerdings was?" rief Vanessa aggressiver als sie es vorgehabt hatte.
"Allerdings bin ich viel kleiner und deine jüngere Schwester. Also ist es für mich ein viel größerer Sieg, als wenn Du gewonnen hättest."
"Pah!" machte Vanessa und verschränkte die Arme.

Doch Laura grinste ihre ältere Schwester nur an. Dann hob sie den Arm und machte eine Bizepspose. Die leichte Erhöhung sah für Vanessa nun schon viel mehr nach einen Bizeps aus. Nicht so ein dummer Strich wie bei ihr.

"Du hast bestimmt von Natur aus so starke Arme!" schmollte Vanessa, als Laura ihren Arm wieder sinken ließ. "Quatsch!" ich trainiere ab und an mit Mamas Hanteln!"
"Mutter hat Hanteln? Wusste ich gar nicht. Dachte die gehören Pa!"
"Nein das sind ihre! Weißt doch was für starke Arme sie hat!"
"Stimmt!" presste Vanessa und glitt von ihrem Stuhl. "So, ich habe noch was vor!" log sie Laura an. Aber in Wahrheit wollte sie nicht länger bei Laura sitzen. Denn dass sie schon wieder, zwei Mal, wenn auch nur knapp, gegen ihre kleine Schwester verloren hatte, wurmte sie ganz schön.

Am nächsten Abend schlich Vanessa leise in das Schlafzimmer ihrer Eltern. Die gesuchten Hanteln fand sie unter dem breiten Doppelbett. Sie sahen für Vanessa nicht nach Frauenhanteln aus. Die Stange war aus blanken Eisen und die Gewichte waren Pechschwarz. Man konnte verschiedene Gewichte an den Stangen befestigen und mit einer großen Schraube festdrehen. Die Stangen waren richtig dick und hatten eine grobe Metallmaserung. "Uh!" machte Vanessa überrascht, als sie merkte, wie schwer eine Stange bereits ohne Gewichte war. "Ich glaube mir reichen erst Mal nur die Stangen!" sagte sie leise zu sich selbst.

An diesem Abend trainierte Vanessa immer wieder 10 Minutenlang mit den beiden Hantelstangen. Dazwischen sah sie sich Videos im Internet an, in denen einem Gezeigt wurde, wie man mit einer Hantel umging. Vanessa konzentrierte sich besonders auf die Übungen, die den Bizeps beanspruchten. Als sie dann später ins Bett ging, taten ihre Arme richtig weh. Und ihre Muskeln schienen dauerhaft angespannt zu sein. Ein cooles Gefühl.


In den nächsten Wochen veränderte Vanessa ihr Training. Sie joggten weniger, versuchte dafür aber mehr Tempo aufzubauen. Die Hantelstange ihrer Mutter lieh sie sich, wenn es ging, jeden Abend aus. Sie wusste auch nicht, warum sie ihre Mutter nicht offen danach gefragt hatte. Irgendwie war es einfacher so. Sie konnte bereits nach wenigen Wochen die Hantel viel öfter heben und ihr Arm veränderte sich auch. Sie bekam endlich einen richtigen Bizeps und der war schon jetzt größer als der von Laura. Und das freute sie ungemein.

Als sie eines Abends schwer Atmend ihre letzten Wiederholungen mit den beiden Hantelstangen absolvierte, stürzt Laura plötzlich unangemeldet in ihr Zimmer.

"Hey Vanessa! Weiß du wo,... Wow was machst du denn da?"
"Kannst Du nicht anklopfen?" fragte Vanessa wütend.

Sie war froh, dass sie gerade ihr Shirt und eine Jogginghose trug, denn ab und an trainierte sie auch in Unterwäsche.

"Du trainierst tatsächlich mit Mamas Hantelstangen? HA!"
"Was ha?" fragte Vanessa und bekam einen roten Kopf.
"Du weißt schon dass da Gewichte drauf gehören?"
Vanessa ignorierte Lauras Frage. "Was willst du?"
"Ich habe nur das gesucht, was du in den Händen hältst!"
"Ach! Wozu brauchst du denn die Stangen?"
"Na rate mal!" gab Laura neckisch zurück, dabei fiel ihr Blick auf die Oberarme ihrer großen Schwester.
"Täusch ich mich, oder hast du jetzt ein paar Mukis in den Armen?"
"Ja habe ich!" sagte Vanessa stolz und machte eine Muskelpose.

Es wurde eine Erhebung auf ihren Arm sichtbar, die mehr an einen Bizeps erinnerte als bei ihrer kleinen Schwester. Auch wenn er weder richtig rund, noch richtig hoch war. Ein kleiner Hügel oder Erhebung eben.

"Hmm!" machte Laura. "Nicht schlecht! Jetzt bin ich doch neugierig! Wollen wir mal wieder Armdrücken machen?"
"Meinet wegen!" sagte Vanessa selbstbewusst.

Wenige Minuten später saßen die beiden Schwestern zum wiederholten Male am Esszimmertisch. "Vielleicht bist du jetzt endlich mal in der Lage zu gewinnen!" sagte Laura provokant. "Und vielleicht bist du ab heute nicht mehr die Stärkere!" gab Vanessa spitz zurück. 

Die beiden Schwestern gaben sich gegenseitig die Hand und Vanessa kam sich viel Selbstbewusster vor. Sie hatte auch das Gefühl, das Lauras Händedrück nicht mehr ganz so fest war, wie das letzte Mal. Vielleicht täuschte sie sich auch.

"Los!" sagte Laura plötzlich und Vanessa hätte sich beinah überrumpeln lassen. Doch sie schaffte es, Lauras Angriff zum Erliegen zu bringen, bevor sie Vanessa zu weit zurückdrängen konnte. Vanessa merkte, wie ihre kleine Schwester immer stärker und stärker drückt aber Vanessa hielt stand.
"Wieso bist du plötzlich so stark!" presste Laura hervor.
"Wegen den Hantelstangen ohne Gewichte!" erwiderte Vanessa.
"Kaum zu glauben!" stöhnte Laura.

Vanessa spürte, dass sie noch einen kleinen Tick stärker drücken konnte, als das sie es ohnehin schon tat. Lauras Arm fing an zu zittern und wich dann tatsächlich ganz langsam zurück, als Vanessa nun mit voller Kraft drückte.
"Nein!" quietschte Laura. "Oh doch!" rief Vanessa. Sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als sie ihre kleine Schwester Stück für Stück zurückdrängte. Es war zwar recht anstrengend, aber toll! Endlich war es nicht sie, die sich verzweifelt am Tisch festkrallte und einen hochroten Kopf hatte. Na gut ihr Kopf war auch rot, aber das zählte nicht!

Laura kämpfte verbissen, um eine Niederlage abzuwenden. Mit zitterndem Arm und schwitzend, versuchte sie Vanessas langsamen Vormarsch zu stoppen. Doch es war vergeblich. Am Ende knallte Vanessa, extra stark, die Hand ihrer kleinen Schwester auf den Tisch. Ein leises "Au!" war von Laura zu hören, dann zog sie ihre Hand zurück und sah ihre Schwester staunend an.

"Du kannst doch nicht von diesen beiden Stangen, in so kurzer Zeit, so viel stärker geworden sein!" rief Laura ungläubig.
"Anscheinend schon!"
"Ich fasse es nicht. Ich habe wirklich alles gegeben, um dich aufzuhalten!"
Vanessa grinste breit.
"Tja, jetzt bin ich die größere und stärkere Schwester. Genauso, wie es sein soll!"

Ende