Freitag, 5. Januar 2018

Karate Jana - Diebstahl.

„Oh bitte, bitte, bitte Jana!“
„Okay, hör schon auf! Ich mach es ja. Obwohl ich finde, dass Du das auch selber mache könntest!“
„Ich? Keine Chance. Also echt nicht! Klettern ist nichts für mich. Und außerdem bin ich nicht sonderlich geschickt! Aber du! Du bist kleiner, schlanker und auch irgendwie elegant! Und gelenkig und,…“
„Ja, ist gut! Ich hab doch schon gesagt, dass ich es mach!“
„Cool!“ rief Hanna und schob ihr Fester auf. „Du musst dich gut am Gitter festhalten, da unten sind zwar Büsche aber wir sind im zweiten Stock. Fände es besser, wenn du nicht runterfällst. Ich hab nicht so viele Freundinnen!“
„Keine Angst, ich weiß wie man Klettert!“
„Oh gut, wie gesagt, ich habe schon daran gedacht es selber zu machen. Wirklich! Aber ich habe kaum Kraft in den Armen und … Äh Aber du bist doch stark genug, oder?“
„Na und ob!“ sagte Jana und machte vor Hanna eine Bizepspose.

Hanna war einen halben Kopf größer als Jana, was nicht bedeutete das sie sehr groß war. Jana war ehr klein. Mit schmalen Schultern und einer zierlichen Figur. Aber sie hielt sich fit. Mit Kraftsport. Ja sie war ein kleines Mädchen das auch mal mit einer Hantel arbeitete. Ihre Arme waren im Vergleich mit ihrem Körper etwas dicker und jetzt erhob sich daraus ein steiler Bizeps. Und auf ihrem kurzen Arm sah er richtig gewaltig auf. Er konzentrierte sich mehr auf die Mitte, war dafür aber um so höher!
Hanna sah ihre neue Freundin mit großen Augen an. „Oh mein Gott! Du hast ja richtig Muskel! Das ist ja der Hammer. Du siehst nämlich überhaupt nicht stark aus. Darf ich mal drücken?“
Jana nickte und Hanna drückte sofort, mit zwei Fingern ihrer Hand, Jana Bizeps.
„Verdammt ist der Hart. Und das nur an der Sitze!“ Jana fühlte, wie Hannas Finger an ihren Bizeps herunterrutschten und diesen seitlich umfassten. „Scheiße!“ rief Hanna. „Kann gar nicht glauben, das ich gerade reine Muskeln zwischen den Händen habe!“ Jana wurde etwas rot. Die Berührungen ihrer Freundin lösten seltsame Gefühle in ihr aus.

„Ja fein!“ sagte sie und entzog Hanna ihren Arm. „Kann ich jetzt los?“
„Äh.. Ja mach! Aber sei vorsichtig!“
„Ja, ja!“

Jana hatte keine Höhenangst und war schnell auf das Fenstersims geklettert. Dann griff sie nach dem Holzgitter, dass an der Häuserwand befestigt war, damit Pflanzen vom Garten daran emporwachsen konnten. Es stimmte was Hanna gesagt hatte, sie war fit gelenkig und flink. Für sie war es ein Kinderspiel auf das Vordach zu kommen, dass sich am rechten Rand von Hannas Zimmer befand.
Als Jana auf dem Vordach war, sah sie wie Hanna sich aus ihrem Fester lehnte und ihr zuwinkte.

„Ist dein Bruder eigentlich zu Hause?“ rief Jana im Flüsterton. Hanna zückte mit den Schultern und hob die Hände fragend in die Höhe. „Na toll!“ flüsterte Jana leise und kletterte auf dem Dach weiter um die Ecke des Hauses, was sie aus dem Sichtfeld von Hanna brachte. Hanna hatte Jana erzählt, dass ihr Bruder sein Zimmer, in der anderen Ecke des Hauses hatte. Und das sein Fenster meistens offen waren. Er war wohl ein Frischluftfreac.

Leise wie eine Katze lief sie über das Dach bis zu dem Fenster, wohinter sich das Zimmer von Hannas Bruder befinden musste. Leise drückte sie das Fester auf, dass tatsächlich ein Stück offen gestanden hatte. Vorsichtig schob sie den Kopf ins Innere und schaute hinein. Das Zimmer würde durch eine Lichtquelle erleuchtet, die sie nicht sehen konnte. Aber es musste wohl ein Fernseher oder ähnliches sein, aber sie hörte keinen Ton. Das bedeutete wohl, dass Hannas Bruder da war. Aber jetzt war sie schon so weit gegangen, nun wollte sie auch was machen. Außerdem war es ein klein bisschen Aufregend.

Erstaunlich leise glitt sie ins Zimmer. Nun konnte sie sehen, das Hannas Bruder an einem Computer ein Spiel spielte. Er saß mit den Rücken zu ihr und hatte zwei dicke Kopfhörer auf. „Perfekt!“ dachte sie. Mit Herzklopfen sah sie sich um. Schnell hatte sie seinen Schreibtisch gefunden. Hanna meinte, dass er die Karten bestimmt irgendwo dort hatte.

Vorsichtig und fast schon in Zeitlupe, begann Hanna den Schreibtisch zu durchwühlen. Es verging einige Zeit, ohne das Hannas Bruder sie bemerkte. Aber Jana fand die Konzertkarten nicht. Doch sie fand eine kleine Stahlkassette, ohne Schlüssel.

„Verdammt!“ sagte sie leise. Sie wollt nicht ohne die Karten gehen. Hannas Bruder hatte kein Recht gehabt sie zu nehmen. Und laut Hanna waren sie teuer gewesen. „Ach was soll es!“ dachte Hanna und stand auf, dann knallte sie die Kassette laut auf die Ablage des Schreibtisch. Hannas Bruder schreckte auf und wäre beinahe vom Stuhl gefallen. Er zog sich die Kopfhörer runter und drehte sich um. Als er Jana sah, zuckte er kurz zusammen.

„Ah, verdammt! Kannst du nicht anklopfen?“
„Aber ich bin nicht durch die Tür gekommen!“
„Was, was sagst du? Und zum Teufel wer bist du überhaupt?“
„Hannas Freundin!“
„Schön, du bist im falschen Zimmer und jetzt verschwinde!“
„Nein!“
„Was?“
„Ich will die Karten!“
„Tja, das kannst du vergessen! Und du kannst meiner verblödeten Schwester sagen, das sie die Karten nie wieder sieht! Verstanden? Und jetzt verschwinde!“

Böse sah ihn Jana an und ballte ihr Fäuste.
„Was? Meinst du das ernst? Du willst dich jetzt echt schlagen?“ Mit diesen Worten stand er auf und Jana musste feststellen, dass er einen Kopf größer war. Das waren allerding viele Typen. Aber er war auch massiger. Gut Jana war auch dünn.
„Sicher das du dich für meine gehirnlose Schwester verprügeln lassen willst?“
„Hmm siehst nicht gerade sportlich aus!“ sagte Jana.

Plötzlich griff Hannas Bruder nach ihr, Jana konnte noch schnell die Hände heben und seine Handgelenke ergreifen. Es entbrannte ein Ringkampf. Jana wurde nach hinten gedrängte, als Hannas Bruder stur versucht die niederzurennen. In der Zimmermitte hatte Jana mehr Platz und sie hatte sich schnell gefangen. Als sie einen festen Stand hatte, spannte sie ihre Muskeln und drückte gegen die Arme ihres Gegners an. Dann passierte was, womit Jana nicht gerechnet hatte. Sie drängte ihren Gegner zurück. Mit reiner Muskelkraft. Sie! Das kleine Mädchen war tatsächlich stärker. Sie grinste Hannas Bruder breit an und dieser sah ungläubig auf Jana nackte Arme, die nun deutlich ihre Muskeln zeigten.

„Du machst wohl wirklich kein Sport!“ sagte Jana zufrieden und rang ihren Gegner auf die Knie.
Natürlich hatte Jana nicht nur Kraft in den Armen. An ihrer schlanken Gestalt, waren einem immer ihre Beine aufgefallen. Sie waren etwas dick. Nach dem Krafttraining waren sie das noch immer, aber nun bestanden sie aus Muskeln. Und Jana zeigte ihre Beine gerne. Sie trug fast immer einen kurzen Rock und eine Strumpfhose. So wie heute auch. Als sie ihren Gegener auf die Knie gezwungen hatte, packte sie ihn schnell am Kopf, drückte ihn nach unten und rammte ihn brutal das Knie ins Gesicht.

Sie hatte nicht viel Kraft aufgewendet, dennoch gab es ein knacken und Hannas Bruder fiel zuckend zu Boden. Dort durchlebte er kurz einen Kampf und kam dann wieder zu sich. Sofort hielt er sich mit beiden Händen die Nase, während er am Boden lag.

„Was ist los? Ah, meine Nase, meine Nase!“ er starte zu Jana herauf. „Was stehest du so rum? Hohl meine Eltern! Du blöde Kuh hast mir die Nase gebrochen! Ich muss ins Krankenhaus!“

„Nicht so laut!“ rief Jana. Flink ging sie selbst zu Boden, packte den Kopf von dem jammernden Jungen und schob diesen zwischen ihre Beine. „Bist du irre?“ rief er und versuchte von ihr los zu kommen.

 Doch schon schlossen sich ihre Beine, so dass sich ihre dicken Oberschenkel gegen seinen Hals drückten.  „Hör auf zu jammern du Baby!“ rief Jana und drückte ihre Beine zusammen. Schnell packten der Junge ihre Oberschenkel. Sie lächelte, als sie seine Berührung an den dicken Muskelsträngen fühlte, die sich seitlich aus ihren Oberschenkeln beulten. „Ärg!“ machte der dicke Junge  und strampelte mit den Beinen. Verzweifelt fuhren seine Hände ihre harten Muskeln entlang, dann plötzlich fielen sie zu Boden und seine Bewegungen erstarben.

„Nanu?“ rief Jana und richtete sich auf. Hannas Bruder lag völlig entspannt zwischen ihren Beinen. Den Mund leicht geöffnet. „Schon k.o.?“ fragte Jana. „Aber so fest habe ich gar nicht gedrückt!“ sagte sie zu sich selbst. Sie lockerte ihre Beine und mit einem Dong, fiel der Kopf des Jungen zu Boden. Mit ihren Zeigefinger drückte sie vorsichtig eines seiner Augenlieder nach oben. Seine Augen sahne starr zur Decken und bewegten sich auch nicht mehr. "Du bist ja empfindlich! Das war vielleicht 25 Prozent Kraftaufwand. Noch lange nicht alles!“

Jana war in ihrem Leben immer das kleine zierliche Mädchen gewesen. Gut vom Körperbau her war sie das auch. Aber es störte sie, dass jeder sie genau so behandelte. Das übertriebene Helfen von anderen. Und als Kind war sie den anderen auch immer unterlegen gewesen. In der Grundschule ist sie eine Zeitlang immer von einem Mädchen verhauen wurden. Und dieses Mädchen war noch nicht mal stark gewesen. Und ihr erster Freund, also kein richtiger Freund sonder nur Freund, war auch immer stärker gewesen. Und hat ihr immer Dinge aus der Hand genommen, von denen er meinte, dass sie für sie zu schwer waren. Deswegen hatte Jana mit dem Krafttraining angefangen. Aber nicht nur damit, sie machte jetzt auch Karate. Und dort lernte sie so manches. Und auch viele Tricks aus anderen Kampfportarten.

Dort hatte sie das erste Mal gemerkt, wie berauschend es sein konnte, die Kontrolle über einen anderen Menschen zu haben. Als sie beim Karate ein Mädchen mal, mit einem gezielten Treffer k.o. getreten hatte, fühlte sie sich danach einfach nur gut. Sie hatte über ihrer Gegnerin gestanden, die am Boden lag und ihr hilflos ausgeliefert war. Ein großartiges Gefühl.

Und so war es auch jetzt. Sie merkte wie sich die Gefühle in ihr aufbauschten und sich ein Kribbeln in ihr ausbreitete. Plötzlich war sie nicht mehr die kleine, die den anderen folgen musste. Jetzt hatte sie die Kontrolle!

Sie hob einen Arm von Hannas Bruder, ließ ihn los und sah zu wie er, ohne eigenen Willen, zu Boden fiel. Ein breites Grinsen breitete sich auf ihrem süßen Gesicht aus. Gerade arbeitet ihr Hirn daran, was man jetzt alles mit dem Jungen anstellen könnte, als dieser anfing sich zu bewegen. Mit einem Stöhnen schlug er die Augen auf und schien für ein paar Sekunden nicht zu wissen wo er war.

Schnell packte Jana seinen Kopf an den Haaren und sog ihn wieder zwischen ihre Schenkel. Aber dieses Mal nicht so, dass sich sein Hals im Mittelpunkt befand, sonder sein Schädel. Jana drückte ihre Beine nicht richtig fest zusammen. Sondern nur so stark, damit sein Kopf nicht entweichen konnte.

"Hey!" sagte sie und schnippte mit dem Finger vor seinem Gesicht. "Ich will immer noch die Karten!"
"Was ist passiert?" rief Hannas Bruder und sah sich um, soweit es ihm überhaupt möglich war. Schnell begaben sich seine Hände zu ihren Beinen. "Oh nein!" murmelte er, als er Jana feste Oberschenkel zu fassen bekam.

"Ganz genau!" sagte Jana. "Du bist immer noch gefangen. Und wenn du nicht noch einmal k.o. gehen möchtest, solltest du mir besser sagen was ich wissen will!"

"Waaass?" fragte er und zerrte vergeblich an ihren Beinen. Jana grinste fies und spannte ihre ein bisschen Beine. "ANNNHhhh!" machte Hannas Bruder und schlug wie wild auf ihre Beine ein. Doch das machte Jana nichts. „Man bist du empfindlich! Das sind vielleicht mal 20 Prozent! Warte ich erhöhe auf 30, ja?“  Sie drückte noch etwas mehr, und schon machte gab ihr Opfer nur noch komische röchelnde Geräusche von sich und seine Augen wurden ganz groß. Sie hielt den Druck ein paar Sekunden aufrecht und lockerte ihn dann wieder.

"Ohhh Gott!" wimmerte der Junge, sobald der Druck nachließ. "Bitte lass mich gehen,  ich tue alles was du sagst!" Hannas Bruder weinte jetzt richtig und sah Jana aus angstgeweiteten Augen an. Und das mochte Jana, es erregte sie. Er flehte sie an und sie genoss es. Sie fühlte sich das erste Mal richtig Mächtig. Und dennoch zwang sich Jana diese Gefühle niederzukämpfen und sich auf ihre Aufgabe zu besinnen.

"Dann sagt mir wo die Karten sind! Sind sie in der Stahlkassette?"
"Ja, ja!" sagte er hastig, "Da sind sie, der Schlüssel ist in meiner Tasche! Bitte lass mich frei, bitte!"
Jana legte einen Finger an den Mund und sah nachdenklich nach oben. Dann sah sie ihn wieder an und ihre kaltblauen Augen und das leichte Lächeln, war schon Antwort genug. "Nö!" sagte sie und ihr Opfer wurde bleich vor Angst.

"Nein bitte!" jammerte er, doch da schlossen sich ihre Schenkel schon wieder. Langsam erhöhte Jana grinsend den Druck und sah zu wie der Junge sich hin und her wand. Dann kam der Status, indem er nur noch krächzte und große Augen bekam. Jana hielt ihn an diesem Punkt und betrachtete gelangweilt ihre Nägel.

"Na, wie ist es so zwischen meinen Beinen?" fragte sie in Plauderton. Der Junge gab nur ein Gurren von sich. "Weißt du, ich drücke nur mit 30 Prozent, wie eben auch. Das kann gar nicht so wehtun wie du mir weißmachen willst. Und das beweise ich dir jetzt! Wollen wir wetten, dass du 50 Prozent auch noch hinbekommst?" Der Junge hätte sie bei diesen Worten bestimmt mit großen Augen angesehen, wenn er dass nicht schon getan hätte.

Grinsend zwinkerte Jana ihm zu und erhöhte dann den Druck schnell auf 50 Prozent. Der Junge zuckte einmal kurz und blinzelte ebenfalls. Dann sackte er schlaff in sich zusammen.
"WOW!" rief Jana begeistert, "Schnellster Knockout ever! Und ich glaube, du hast nicht mal eine Sekunde ausgehalten! Erbärmlich! Willst du mal wissen, wie sich 100 Prozent anfühlen?" Jana grinste den bewusstlosen Jungen fies an.

Jana streckte sich noch mal und dann spannte sie ihre Beine ruckartig, voll an. Ihre hervortretenden Muskeln, verdeckten fast das Gesicht des Jungen. Sie hielt den vollen Druck dreißig Sekunden an. Mit einem Erleichternen Seufzen, gab sie den Kopf des Jungen frei, der wieder hörbar zu Boden viel.

"Oh das war gut!" rief Jana und setze sich schwungvoll auf die Brust des Jungen. "Alles klar?" lachte sie und tätschelte seine Wange, worauf sein tiefroter Kopf zur Seite kippte und er auf den Teppich sabberte. "Oh... wie süß Ich hoffe du genießt deinen Aufenthalt im Lalaland!"

Dann schob sie ihre kleine Hand in seine Hosentasche und  zog einen Schlüssel hervor. Sofort sprang Jana von ihrem Opfer auf und öffnete die Stahlkassette. Die Konzertkarten befanden sich tatsächlich darin. "Dein Glück das ich die Karten habe!" sagte sie in die Richtung von Hannas Bruder, der leblos, alle viere von sich gestreckt, in der Mitte seines Zimmers lag. Als ober er von einer riesen Faust niedergestreckt worden war. Jana stellte sich auf seine Brust und drückte ihm ihren Turnschuhe fest in Gesicht. „Hmm!“ machte sie genießerisch. „Wirklich schade, dass du so ein Weichei bist! Na ja!“ sagte sie und zuckte mit den Achseln.

"Träum was schönes!" flüsterte Janas am Fenster und kletterte wieder aus dem Fenster aufs Vordach. Als sie über das Vordach lief, kam es ihr kurz dumm vor, das sie nicht einfach das Zimmer durch die Tür verlassen hatte. Aber wer weiß, vielleicht währe sie Hannas Eltern auf dem Flur begegnet.

Flink wie ein kleiner Affe hangelte sie sich an dem Holzgitter entlang. Fast schon schwungvoll, glitt sie durch Hannas Zimmerfenster.

"Ha, da bist du ja endlich! Was hat das so lange gedauert?"
Jana wollte Hanna lieber nicht sagen, was sie mit ihrem Bruder angestellt hatte. Vielleicht würde sie es nicht so toll finden. Außerdem hatte sie Hanna gerade erst kennen gelernt.

"Ich musste ne ganze Weile suchen! Aber ich habe sie!" rief sie und hielt die Karten triumphierend in die Höhe. "Oh man, du bist super Jana. Einsame Spitze. Ich wusste es klappt, wenn man sich leise reinschleicht. Wie eine Maus. Hast du Erik gesehen?"

"Wenn?"
"Meinen Bruder! Sein Name ist Erik!"
"Äh, ja schon. Er saß an seinem Computer und hat so ein komisches Spiel gespielt. Hatte aber Kopfhörer auf und deshalb hat er nichts gemerkt!"
"Cool! Wie eine Geheimagentin!"
"Ja, hab mich auch ein bisschen so gefühlt!"

Die beiden Mädchen Quatschten noch eine gute Stunde miteinander. Doch dann sagte Jana, das sie mal auf die Toilette musste. Das Badezimmer im Flur war nur wenige Schritte von Eriks Zimmer entfernt. Leise lief Jana hin und guckte vorsichtig hinein. Drinnen lag immer noch Erik. Unverändert, mitten auf dem Boden. Er hatte schon eine richtige kleine Pfütze auf den Boden gesabbert.

Jana grinste fröhlich, schloss leise die Tür und lief zurück zu ihrer Freundin. Sie verstand sich gut mit Hanna und als sie dann endlich gehen musste, umarmte Hanna sie.

"Vielen Dank das du mir die Karten zurückgebracht hast! Du hast mir heute echt geholfen!"
"Gerne doch!"
"Alles klar! Wir sehen uns!"

Glücklich lief Jana nach Hause. Sie war sicher, dass sie heute eine neue Freundin gefunden hatte. Und sie hoffte, dass Hanna das auch so sah.

Ende.

Montag, 16. Oktober 2017

Jaquelinè - Erste Eindrücke

 Eine Geschichte von MLG. Kommentare oder Anmerkungen bitte an lu.kam@web.de. Danke,


Das erste was an dem Mädchen auffiel als sie eintrat mehr noch als das dichte rotbraune Haar, das ihr über die schlanken Schultern und den Rücken fiel, und die ebenen schmalen Züge des hübschen Gesichtes war das ungeheure Selbstbewusstsein, das sie ausstrahlte.

Bemessenen Schrittes kam sie geradewegs auf seinen Schreibtisch zu und blieb dann lässig davor stehen. Ein Bein lang und eines leicht gebeugt und die Hüfte etwas zur Seite gedreht stand sie da mit einer zierlichen Hand auf die Hüfte gestützt. Sie trug offene Flip-Flops und enge Jeans, die sich an die Konturen sportlicher Beine drückten. Dazu ein kurzärmeliges weißes Top, das sich eng über die feste Oberweite spannte. Der dünne Stoff war modisch kurz, sodass zwei Fingerbreit ihres flachen braungebrannten Bauchs zwischen Saum des Tops und Hosenbund für aller Augen sichtbar waren.

Obwohl Holger Neumann, als kräftiger Mann Mitte fünfzig und Schulleiter des örtlichen Gymnasiums, deutlich größer als das schlanke Mädchen war, überragte sie ihn jetzt wo er saß. Mit großen dunklen Augen blickte sie ihn von oben herab an. Der dunkle Lidstrich verstärkte die Intensität ihres Blicks noch.

Holger blickte den Neuankömmling erstaunt an. Völlig überrumpelt von ihrem Auftreten bekam er erst den Mund auf, als sie eine feingezogene Braue hob.

"Ähm... ja?", fragte er stotternd klar abweichend vom angewöhnten Tonfall, "Was... was wollen sie?"

Sie lehnte sich zu ihm vor über die Tischplatte. Dabei stützte sie die Hand, die nicht an ihrer Hüfte lag, auf der Platte ab. Ihre dunkelrote Mähne fiel in einer Flut von ihren Schultern. Instinktiv schrumpfte der Beamte beim Versuch innerhalb seines Stuhls zurückzuweichen zusammen. Der Ausschnitt ihres Tops war nicht sehr tief, doch so wie sie sich vorbeugte blickte er trotzdem hinein und erhaschte einen Blick auf die wohlgeformten Brüste und den fliederfarbenen Spitzen-BH unter dem Stoff. Der Beamte schluckte und spürte wie ihm die Schamesröte ins Gesicht stieg.

"Wir hatten telefoniert.", sprach sie ruhig, aber auf seltsame Weise auch genervt und anklagend, "Jaquelinè Mai."

"Oh, ja... ja.", Holger stotterte noch immer und spürte den Schweiß auf seine Stirn treten, "Richtig die..."

"Unterlagen!", kam sie ihm zuvor, während sie ihn noch immer aus nächster Nähe mit herablassenden Ausdruck fixierte, "Sie haben versäumt meine mit denen meiner Brüder zusammen zu schicken."

"Richtig." Der Schulleiter nickte langsam.

"Und?", fragte das Mädchen, Jaquelinè, und wieder hob sie eine der feinen Augenbrauen.

"Und?", fragte Holger verdutzt.

"Wo sind sie?", wollte Jaqueline wissen ihre Stimme klang von der Art Ungeduld, die Holger bei der zigsten Erklärung derselben Sache gegenüber eines besonders begriffsstutzigen Schülers verspürt hätte, "Geben sie sie mir nun oder wollen sie nur meine Titten begaffen."

Holgers Gesicht brannte nun heiß mit Scham darüber, dass sie seinen unbedarften Blick bemerkt hatte, doch ihr Tonfall ihm gegenüber brachte auch den autoritären Lehrer zum Vorschein, der er stets gewesen war.

"Also ich muss doch sehr bitten, Fräulein Mai!", sprach er mit fester Stimme, "Geht das nicht höfli-"

"Schneller?", fiel sie ihm gnadenlos ins Wort und ihre Augen blitzten herausfordernd, "Ob das nicht schneller geht, fragen sie sich? Oder ob wir noch mehr Zeit damit verschwenden müssen ihre Inkompetenz auszubügeln?"

"Nun..." Seine selbstbewusste Maske zerbrach wie Glas gegenüber ihrer schonungslosen Unverblümtheit. Während er sich fest gegen die Rückenlehne seines Stuhls drückte, fischte Holger die für sie bereitgelegten Unterlagen von der Platte seines Schreibtisches. "Ich habe sie hi-"

"Geht doch!" Schon hatte Jaquelinè ihm die dünne Mappe lässig aus der Hand gerissen und wandte sich zugleich von ihm ab. Dabei warf sie den Kopf herum, dass das die roten Haare ihr zurück über die Schultern flatterten. "Und das ich nicht noch Mal wegen ihres Unvermögens vorbeikommen muss!"

Holger öffnete entrüstete den Mund, um zu protestieren, doch Jacquelinè schritt bereits zur Tür des Büros zurück und es blieb ihm Halse stecken. Umhin zu bemerken wie wunderbar der feste junge Hintern des Mädchens ihre Jeans ausfüllte kam er trotzdem nicht, schon weil der sanfte Hüftschwung unweigerlich den Blick auf die hypnotische Bewegung des Hinterteils zog.

Als die Tür ins Schloss fiel sank Holger schließlich vollständig auf seinem Stuhl zusammen. Erschöpft hob er den Arm und betrachtete erstaunt seine schwitzige Handfläche. So hatte ihn in seiner gesamten Zeit im Schulsystem noch kein Schüler aus dem Konzept gebracht. Nicht einmal zu Zeiten seines Referendariats vor etlichen Jahren.

Sein Blick fiel auf die Schülerakte des Neuzugangs, die er ebenfalls im Voraus bereitgelegt hatte. Er öffnete sie nachdenklich. Jaquelinè Mai, sechzehn Jahre, zehnte Klasse, Notendurschnitt 1,3.



Das erste was an dem Mädchen auffiel war ihre Figur. Die perfekte Kombination von sportlich und feminin. Lange Beine, die durch die kräftige Form nur umso weiblicher wirkten, schlanke aber nicht schwächliche Arme, eine schmale Taille und eine feste perfekt proportionierte Oberweite. Und ihr dunkles rotbraunes Haar lockig, lang und kräftig.

Mareike, dunkelblonde Schülerin der Zehnten mit Pferdeschwanz, musste zugeben, dass sie eifersüchtig war. Sie selbst war zwar auch nicht unsportlich, aber im großen und ganzen äußerlich doch eher durchschnittlich. Ganz zu schweigen von den Haaren, die sie sich zeitweilig genau in dieser Farbe hatte färben wollen, sich aber einfach nicht getraut hatte.

Bei ihrem Anflug von Eifersucht ging es natürlich nur um die reine Äußerlichkeit. Zum Leben dieses Mädchens gehörten auch Dinge auf die sie gut und gerne verzichten konnte.

"Alter, sieh dir den Arsch von der Braut an!", lachte Heiko, stämmig, ebenfalls sechzehn und mit einem breiten lüsternen Grinsen auf den Lippen.

"Ich seh ihn und maaaan ich glaub ich bin verliebt!", erwiderte Marcel, auch sechzehn, auch lüstern, aber verglichen mit seinem Kumpanen kräftiger.

"Ach seid still verdammt!", fluchte Mareike aufgebracht entlockte den beiden Kerlen jedoch nur ein grölendes Lachen.

Doch ihr Gelächter erreichte auch das Mädchen, das auf einmal stehen blieb und den Kopf zu dem Picknicktisch auf der Grünfläche des Parks wandte an dem die drei Schüler saßen und sie beobachteten. Mareike lief rot an.

"Na ganz toll gemacht!", zischte sie, "Jetzt kommt sie auch noch her, ihr riesen Volltrottel!"

"Ach, damit hab ich kein Problem.", meinte Heiko nur grinsend, "Sie kann ruhig herkommen. Darf sich sogar bei mir auf den Schoß setzen."

Damit lachte der Junge wieder. Mareike andererseits wandte sich ab und versuchte möglichst desinteressiert zu sein. Aus dem Augenwinkel sah sie dennoch wie sich die Rothaarige näherte. Sie ging ohne Eile, aber strotzend vor Selbstbewusstsein mit einem sanften Hüftschwung. In einer Hand hielt sie eine Mappe.

Sowie sie den Tisch erreichte stützte sich das Mädchen mit der freien Hand auf der Platte ab und beugte sich ein wenig zu ihnen vor. Der Blick ihrer dunklen Augen schweifte über sie alle drei dann lächelte sie.

"Ich würde auch gerne lachen.", sagte sie ruhig.

"Also..." Marcel lehnte sich etwas auf der Bank zurück in einem offensichtlichen Versuch der Rothaarigen in den Ausschnitt zu glotzen. "Wenn du mit uns Spaß haben willst hätte ich nichts dagegen."

Die beiden Jungen wechselten breit grinsend einen Blick. Mareike senkte ihren auf die Tischplatte. Das war so was von peinlich.

"Spaß haben?" Das Lächeln lag noch immer auf den Zügen des Mädchens als sie von einem der Jungen zum anderen schaute. "Mit euch starken prächtigen Mannsbildern?"

Das Grinsen der Jungs wurde noch breiter bei ihren Worten.

"Ja.", meinte Heiko beinahe sabbernd, "Wir hätten echt gerne Spaß mit dir."

"Dann lass uns doch ein Spiel spielen." Die Rothaarige setzte noch immer lächelnd den Ellenbogen des gebräunten Arms auf die Tischplatte und bot Heiko die zierliche Hand dar.

"Armdrücken?", fragte der Junge verdutzt, aber lachte dann wieder grölend und stellte den Arm auf, "Willst aber schnell Händchen halten, Mäuschen."

Sie schlossen die Hände umeinander und das Mädchen strich sich mit der freien Hand eine Strähne aus dem Gesicht. "Zeig mir was du kannst."

Heiko grinste noch immer als er lässig zu drücken begann. Dann runzelte er die Stirn, als sich der Arm des Mädchens kein Stück bewegte. Mareike kicherte leise.

"Gibt es ein Problem starker Mann?", fragte der Rotschopf genüsslich langsam.

Heiko grinste nur breit und ging dann blitzschnell aufs Ganze. Ein kräftiger Ruck ging durch seinen Körper, aber Mareike staunte nicht schlecht, als ihn das Mädchen trotzdem ohne eine Gefühlsregung in der Mittelposition hielt.

Stöhnend drückte Heiko weiter mit aller Kraft gegen den Mädchenarm der Schock über seine unerwartete Lage ließ sich deutlich von seinem Gesicht ablesen. Mareikes Blick wanderte zu den Oberarmen der Kontrahenten und staunte nicht schlecht. Heikos Armmuskeln glichen eher einer unförmigen Erhöhung, aber die Muskeln dieses Mädchen wölbten sich fest und rund in erstaunliche Höhe bedachte man die schlanken Ausmaße ihrer Arme.

Stöhnend verzog Heiko das Gesicht, während sein Arm zu zittern begann. Das Mädchen schien da erheblich weniger Probleme zu haben.

"Mehr geht nicht?", fragte sie ihn mit gehobener Augenbraue, "Ist aber echt schwach."

Mit süffisantem Lächeln zwang sie ihn scheinbar mühelos langsam in Richtung Tischplatte. Ihr gebräunter Bizeps und Arm waren ruhig wie eine Statue. Nicht das geringste Zittern ging durch den starken Arm.

Ächzend griff Heiko mit der freien Hand nach der Tischplatte, um sich abzustützen, aber diese Hilfe schien vollkommen wirkungslos. Die Rothaarige schien sich nicht einmal das kleinste bisschen zusätzlich anstrengen zu müssen, während der pralle Bizeps Heiko in die Knie zwang.

Ein paar Zentimeter vor der Tischplatte kam der Kampf dann zum stoppen, aber ein Blick in die Gesichter der Kontrahenten zeigte deutlich, dass das nicht Heikos Bemühungen zu verdanken war.

"Letzte Chance.", sagte das Mädchen, während sie ihn kurz vor der Niederlage in Schach hielt, "Hast nicht mehr drauf, starker Mann?"

Noch einmal stöhnte Heiko laut auf und schien sich mit ganzer Kraft in den Kampf zu werfen. Das entlockte seiner starken Gegnerin aber allenfalls ein spöttisches Lächeln, bevor sie ihn locker aus dem Handgelenk auf die Tischplatte knallte.

"Alter...", stöhnte Heiko, während er sich den Arm massierte.

Das Mädchen ignorierte ihn jedoch und wandte sich stattdessen lässig Marcel zu und stellte jetzt ihm den Arm gegenüber.

"Spielst du mit mir?", fragte sie mit so verführerischem Lidschlag und Tonfall selbst Mareike spürte wie ihr warm wurde.

Marcel stellte seinen längeren Arm dem Mädchen gegenüber auf vollkommen gebannt von ihrem Anblick. Seine Gegnerin schloss locker die schlanken Finger um seine Hand.

"Streng dich an.", flüsterte sie die Lippen zu einem leichten spöttischen Lächeln verzogen.

Ein kräftiger Ruck ging durch Marcels Arm, als der ordentlich zu drücken begann. Sein verglichen mit Heiko deutlich dickerer Arm spannte sich, doch der dicke runde Bizeps des Mädchens erhob sich abermals und sie hielt stand.

Marcel griff stöhnend den Tisch und stemmte sich nun mit ganzer Kraft gegen den weiblichen Gegner. Bewegen konnte er sie kein Stück, doch der harte Bizeps zog sich noch härter zusammen und eine dicke Ader zeichnete sich deutlich durch die Haut ab.

Mareike sah erstaunt wie die Sehnen und Muskeln im Unterarm des Rotschopfes hervortraten, als sie Marcels grobschlächtigen Arm zurückdrängte und in seine Hälfte umbog.

Der Junge jaulte vor Schmerz, während er sich weiter gegen die Kraft des Mädchenarms stemmte, der ihn langsam aber kontinuierlich runter zwang.

"Wer ist stärker, Junge?", fragte das Mädchen ihn lächelnd.

Marcel antwortete nicht er stöhnte nur schmerzhaft und versuchte verzweifelt seine scheinbar unaufhaltsame Niederlage hinauszuzögern.

"Ihr Jungs habt einfach nichts drauf.", meinte die Rothaarige verächtlich, als sie Marcel auf halben Weg nach unten gedrückt hatte, "Das ist Kraft!"

Mit einem Knall klatschte sie den Arm des Jungen so hart auf die Tischplatte, dass Marcel schmerzhaft aufkeuchte.

Lächelnd erhob das Mädchen sich und bedachte die beiden nacheinander mit einem herablassenden Blick. Lässig hob sie dabei den Arm und ließ ganz langsam den harten Bizeps empor wachsen.

"Gafft mich noch mal an und ich zeige euch was diese Muckis sonst noch so draufhaben.", erklärte sie kalt und verengte die Augen zu schlitzen, "Verstanden?"

Heiko und Marcel senkten beschämt die Blicke und nickten, während sie verhaltene Laute der Zustimmung von sich gaben.

Zufrieden hob das Mädchen den Blick und reckte Stolz das Kinn. Dabei sah sie für einen Moment Mareike direkt an. "Hör mal lieber auf mit solchen Versagern rumzuhängen, Mädchen."

Mareike nickte langsam. Dann drehte sich das Mädchen elegant weg, warf dabei locker die Haare zurück und schritt davon. Kurz bevor sie das tat erhaschte Mareike noch einen flüchtigen Blick auf ein Namensschild auf der Mappe.

"Jaquelinè Mai.", verkündete es.



Das erste was an dem Mädchen auffiel war, nun ja, so ungewöhnlich das war, ihr Oberarm. Schon als sie sich neben ihm auf der Bank der Bushaltestelle niederließ und Wilhelm sacht den Kopf drehte um sie zu sehen, fiel sein Blick darauf.

Im ersten Augenblick wirkte er gebräunt und schlank, aber von einer eindeutig sportlichen Beschaffenheit. Im nächsten Moment beugte sie beiläufig den Arm, während sie sich niederließ. Tatsächlich beugte sie ihn nicht nur, sondern spannte ihn sogar richtig an.

Ganz erstaunlich rund und hart wölbte sich die Muskelkugel ihres Bizeps auf ihrem Arm und schwoll hoch und spitz an. Der Unterarm verhärtete sich ebenfalls deutlich mit hervortretenden Muskelsträngen und tiefen Rillen zwischen ihnen, aber es war der erstaunliche Bizepsmuskel der Wilhelms Blick fesselte.

In seinen gut sechzig Jahren Lebenserfahrung hatte der ältere Herr bereits so manches gesehen, aber so ein hübsches junges Ding wie die attraktive Rothaarige in Jeans und weißem Top, die sich da neben ihn setzte, die die Jungs in ihrem Alter in Sachen Armmuskeln in Verlegenheit brachte, war ihm noch nie untergekommen.

In ihrem Sitz zurückgelehnt mit den lang gestreckten Beinen über Kreuz, wartete die Jugendliche schweigend auf ihren Bus. Eine dünne Mappe ruhte auf ihren Schenkeln auf der ein Namensschild sie als "Jaquelinè Mai" auswies. Doch was Wilhelms Blick auch weiterhin fesselte war der harte Bizeps.

Jaquelinè hielt ihn wie beiläufig angespannt. Ihre schlanken Finger zur Faust geballt bewegte sie diese hoch und runter. Die Bewegung übertrug sich in leichte Bewegungen des Unterarms, die den großen Bizepsmuskel zum Hüpfen brachten. Die Muskeln sprangen noch härter und größer hervor und kehrten dann zu ihrer ursprünglichen bereits beeindruckenden Größe zurück. So gleich darauf sprang der Muskel bereits wieder ein Stück deutlicher hervor, während sie mit dem Unterarm pumpte.

Der ältere Mann schluckte, als er merkte wie die Bewegung das Blut richtig zum fließen brachten und die runde weibliche Muskelkugel weiter anschwellen ließen. Die weiche braungebrannte Haut zog sich eng über die großen Muskeln und langsam drückte die Bewegung eine dicke Ader an die Oberfläche unter der Haut.

Gedankenverloren ließ Jaquelinè die Finger der anderen Hand über den dicken Muskel gleiten. Mit den Fingerspitzen strich sie entlang der deutlichen Aufwärtskurve des Armmuskels und griff dann fest zu ohne die Form des durchtrainierten Bizeps auch nur im entferntesten zu verformen.

"Gibt es was Interessantes zu sehen, Opa?", fragte die weibliche Stimme des jungen Mädchens auf einmal kalt.

Wilhelm keuchte erschrocken auf, als er die Frage vernahm. Hastig hob er den Blick in das feingliedrige Gesicht des Mädchens nur um nervös zusammen zu zucken, als er die Verachtung im Blick ihrer dunklen Augen erkannte.

"Nein, gar nichts!", antwortete er schnell, aber kleinlaut.

Der Rotschopf hob eine dünne Braue, während sie ihn weiter ansah.

"Nichts?", fragte Jaquelinè und verzog die weichen Lippen, "Das sieht für sie wie nichts aus?"

Mit spöttischem Lächeln hob das Mädchen den Arm und präsentierte den erstaunlichen Bizeps nun in der klassischen Pose.

"Dann finden sie ihn nicht groß?", fragte die hübsche Teenagerin, "Für ein Mädchen zumindest. Oder hart?"

"Nun..." Wilhelm räusperte sich. "Nun für ein junges Mädchen wie..."

Er verstummte, als sich ihre Augen verengten. Mit dem Lippen noch immer zu einem spöttischen Lächeln verzogen fragte sie ihn langsam und ließ jedes Wort genüsslich über ihre Zunge rollen: "Sie denken also das ein Mann härtere Muskeln hätte als die hier?"

Während sie sprach ballte sie die Faust härter und spannte ihre Muskeln so hart, dass die Sehnen in ihrem Unterarm hervortraten und sich der spitze Bizeps furchte. Die Ader trat nun umso deutlicher hervor.

Wilhelm schluckte beim Anblick der kraftvollen weiblichen Muskeln.

"Na was ist, alter Mann, können sie da mithalten?"

"Nun... ich...", haspelte er und spürte vor Nervosität den Schweiß auf seine Stirn treten.

Die Rothaarige beugte sich zu ihm vor und Wilhelm wich in seinem Sitz vor ihr zurück.

"Jämmerlich.", hauchte das Mädchen und dem Mann stieg die Schamesröte ins Gesicht, weil er sich hatte einschüchtern lassen.

"Also... also ich muss doch sehr bitten!", protestierte er.

Jaquelinè warf das Haar schwungvoll zurück und hielt ihm den erstaunlichen Bizeps hin.

"Willst Mal fühlen, Opa! Und dann sag noch mal, da wäre der von einem Mann härter."

"Aber, aber ich kann doch nicht.", stammelte er erschrocken.

Der Rotschopf verdrehte genervt die Augen. "Mach hin!"

Zögerlich streckte Wilhelm schlussendlich doch die Hand aus und legte die Hand auf den prominenten Mädchenmuskel. Er staunte nicht schlecht. Unter seinen Fingern spürte er die Wärme und Zärte der jungen gebräunten Haut einer Frau, aber auch die Konturen eines knochenharten Muskels unter dieser, der seinen prüfenden Fingern nicht im geringsten nachgab.

Wilhelm schluckte abermals und der herausfordernde Blick in den Augen des Mädchens ließ ihn auch mit der zweiten Hand kräftig zu packen. Doch auch mit ganzer Kraft und beiden Händen gab ihm das stählerne Muskelgewebe nicht im geringsten nach.

Um ihm dies noch zu verdeutlichen, strecke das selbstbewusste Mädchen den Arm und ließ den harten Bizepsgipfel in den Arm absinken, wo Wilhelm ihn mit beiden Händen umfassen konnte. Dann beugte sie den Arm wieder und die Konturen ihrer Muskeln vertieften sich deutlich, während Muskeln und Adern hervortraten. Wilhelm strengte sich an so gut er konnte, doch den schwellenden Muskeln der Teenagerin hatte er nichts entgegenzusetzen. Seine Hände wurden von überwältigender Muskelkraft und Härte auseinander gezwungen, bis sie den durchtrainierten Arm nicht mehr vollends umfassen konnten.

Schweiß rann inzwischen in Strömen über die Haut des Mannes. Konnten junge Mädchen in diesen Tagen den wirklich solche Muskeln haben? Nun der Beweis saß ja hier bei ihm.

"Und?", fragte das Jaquelinè fordernd.

Wilhelms Mund war trocken, als er die Hände wieder vom mächtigen Bizeps der Kleinen löste. "Der ist... äh... nicht schlecht."

"Nicht schlecht?" Der Rotschopf legte den Kopf schief und sah ihn an als zweifelte sie an seiner geistigen Gesundheit. "Das ist alles? Zeigen sie doch mal was sie haben."

"Was?! Nein!", protestierte er noch, aber da hatte sie schon die Hand ausgestreckt und sie schmerzhaft fest um seinen Oberarm geschlossen.

Wilhelm keuchte vor Schmerz auf, als er spürte, wie ihre schlanken Finger seinen Oberarm bis auf den Knochen zusammen zu drücken schienen.

Er griff sofort mit der anderen Hand zu und versuchte die Finger des Muskelmädchens mit aller Kraft aufzubiegen. Aber der Schraubzwingengriff war zu stark.

Er wimmerte vor Schmerz, als er den Schmerz nun auch tief in den Knochen seines Arms spürte, als könne sein Oberarm wie ein Zweig in ihrem Griff zerbrechen.

"Das ist alles?", wollte das Mädchen spöttisch wissen, "Sie haben ja gar nichts."

"Nicht... Nein, bitte nicht... aufhören." Die Tränen traten Wilhelm in die Augen, während er um Gnade winselte.

Auf der Straße rollte der Bus heran und verlangsamte sich, als er Anfuhr. Jaquelinè bemerkte es aus dem Augenwinkel und löste mit triumphierendem überlegenem Lächeln den Griff.

"Hab keine Zeit mehr mich betatschen zu lassen oder ihrem Gewinsel zuzuhören, sie alter Hänfling.", meinte sie, während sie ihre Mappe mit einer Hand ergriff und sich geschmeidig erhob.

Wilhelm erwiderte darauf nichts. Er hielt sich lediglich schniefend den gequetschten Arm und sah ihr hinterher.

Der Rotschopf erreichte die Straße gerade als sich die Tür des Busses aufschob und verschwand ohne noch einmal zurückzublicken im Inneren.



Das erste was an dem Mädchen auffiel war ihre Dreistigkeit. Bevor Karl sie überhaupt sah, spürte er schon wie seine Sporttasche gegen ihn flog und keuchte auf.

"Scheiße! Was soll denn-" Der Zwanzigjährige wollte protestieren, als er den harten Blick der attraktiven Rothaarigen bemerkte. Die Kleine war wahrscheinlich gerade Mal sechzehn, aber ihr selbstbewusster unnachgiebiger Blick brachte ihn schlagartig zum Verstummen.

"Willst du dich nicht mal entschuldigen.", fragte das Mädchen in herablassendem Tonfall, während sie sich auf dem Platz neben ihm niederließ.

Das reichte Karl dann doch. "Ich soll mich entschul-"

Mehr bekam er nicht heraus. Der Teen schnellte auf ihn zu und stieß ihn hart gegen die Scheibe neben ihm, während sie ihm mit dem Unterarm die Kehle abdrückte. Das Herz schlug ihm vor Schreck bis zum Hals von der plötzlichen Intensität ihres Angriffs und sein Hals schmerzte vom Druck.

Röchelnd griff er ihren Unterarm, und versuchte ihn von sich wegzudrücken. Doch das Mädchen hielt stand. Die Schamesröte stieg dem Jungen Mann ins Gesicht, dass er von jemand so jungem in eine derart bedenkliche Lage gebracht worden war. Selbst jetzt lief ihm beim Anblick ihrer dunklen Augen ein kalter Schauer über den Rücken.

"Siehst du hier noch einen freien Platz?", fragte das Mädchen, als sei er ein Idiot, "Irgendeinen?"

Das sie recht hatte wusste Karl durchaus. Der Bus war ordentlich gefüllt und kaum ein Platz war noch irgendwo unbesetzt. Hätte jemand gefragt, hätte er die Tasche auch sofort bei Seite geräumt. Vor allem wenn es so ein hübsches Mädchen gewesen wäre.

Das Fenster an seinem Hinterkopf erbebte schmerzhaft, als sich der Bus nun wieder in Bewegung setzte. Er schob stärker gegen ihren Arm und fühlte unter seinen Fingern wie sich unter der Haut harte Muskelstränge spannten, um sich seinen Bemühungen zu widersetzen. Das war einfach nur demütigend. Das Mädchen war einige Jahre jünger als er und bestimmt einen Kopf kleiner, aber mit dem Erstangriff hatte sie ihn völlig überwältigt.

Karl röchelte laut und der Rotschopf ließ ihn los. Hustend sackte er in seinem Sitz vornüber gebeugt zusammen und rang um Atem.

"Lektion gelernt?", fragte das Mädchen und als Karl ärgerlich aufsah, sah er wie sie selbstgefällig auf ihn hinunter lächelte.

Mit einem leisen Knurren setzte Karl sich wieder aufrecht hin.

"Dir müsste Mal jemand eine Lektion erteilen!", grummelte er ärgerlich zurück.

"Ach ja?" Die Augen des Mädchens verengten sich zu Schlitzen, während sie ihn herausfordernd musterte, "Willst du etwa dieser jemand sein?"

So wie sie ihn ansah lief es Karl glatt noch einmal, kalt den Rücken runter. Direkt darauf folgte der Scham.

Er konnte sich doch nicht so von einem Schulmädchen einschüchtern lassen! Er war immerhin ein erwachsener Mann.

"Mach so weiter und ich werde es sein!", zischte er, da rammte ihm das Mädchen schon die schlanke Faust hart in den Bauch.

Er würgte laut, als ihre Hand tief in seinen Bauch einsank und ihm die Luft aus den Lungen trieb. Wieder schwer nach vorne gebeugt saß er röchelnd da, während der Rotschopf lässig ihren Arm zurückzog und die Hand sogleich eisern um eines seiner Handgelenke schloss.

"Wirst du?", fragte der Teen lächelnd und verdrehte ihm den Arm schmerzhaft auf den Rücken bis Karls Handgelenk zwischen seinen Schulterblättern ruhte, "Du?"

Hätte er die Luft gehabt hätte Karl geschrien, aber so ächzte er nur vor Schmerz, als sie den Griff gnadenlos anlegte. Doch damit nicht genug das Mädchen benutzte ihren brutalen Griff um ihn seitlich auf sie zu zudrehen und seinen Kopf auf ihren Schoß niederzuzwingen.

Karl versuchte sich zu wehren, doch noch immer rang er um Atem und der Schmerz in seinem Arm tat den Rest.

Mit seinem Hals auf einem der sportlichen von Jeans bedeckten Oberschenkel hob das Mädchen das andere Bein und schlug es über das erste mit Karls Hals dazwischen.

Der junge Mann würgte, als er spürte wie sich die festen Oberschenkel gnadenlos um seinen Hals schlossen und sich verhärteten. Verzweifelt, versuchte er sich loszureißen, doch er steckte fest. Mit der nicht von ihrem Griff blockierten Arm packte er ihr Bein und war geschockt davon wie fest sich die weibliche Muskulatur ihrer Schenkel durch den rauen Stoff der Jeans anfühlte. Er konnte ihre Beine kein Stück bewegen!

"Eine interessante Lektion, die du mir da erteilst.", höhnte das Mädchen entspannt, "Noch Widerworte?"

Er war vollkommen hilflos in der Gewalt dieser Teenagerin, die kaum älter als sechzehn sein konnte. Sein Gesicht war knallrot von Scham und Sauerstoffmangel und der Schweiß rann ihm die Stirn hinab.

Um die Demütigung perfekt zu machen bemerkte er die beiden Jungs auf der gegenüberliegenden Seite des Ganges, die feixend auf ihn deuteten und sich scheinbar köstlich amüsierten. Kurzzeitig spornte ihn das noch einmal an, doch die Atemnot ließ ihn schon bald wieder ermüden.

Als sich sein Blick senkte erkannte er eine Mappe, die das Mädchen in der ungenutzten Hand hielt. Das Namensschild verriet ihm den Namen der Rothaarigen. "Jaquelinè Mai".

Gefangen zwischen ihren Beinen konnte Karl seine Lage lediglich ertragen, während der Bus die Straße entlang rollte. Erst als das Fahrzeug wieder anhielt wurde er erlöst. Die Beine des Mädchens lösten sich schlagartig von seinem Hals und Karl schnappte erleichtert nach Luft, doch im selben Moment ließ Jaquelinè seinen Arm los und stieß ihn von ihren Beinen.

Karl stöhnte schmerzhaft auf, als er zu Füßen des Mädchens auf dem dreckigen Boden des Bus landete.

Sie interessierte das scheinbar nicht. Ohne ihn weiter zu beachten stand sie auf und trat in den Mittelgang.

"Mach beim nächsten mal lieber gleich Platz, du halbe Portion.", sprach Jaquelinè ohne zu ihm zurückzublicken, während sie davon stolzierte.

Hustend und stöhnend setzte sich Karl langsam auf dem Boden auf. Wieder bemerkte er die Fahrgäste auf der anderen Seite des Gangs, die ihn mit unverhohlener Schadenfreude anblickten und spürte wie der Zorn in ihm hochkochte.

Er sprang regelrecht auf die Beine und schwankte auf den Mittelgang dem Mädchen hinterher, das fast schon aus dem Bus war.



Das erste was an dem Mädchen auffiel war die Aufruhr, die es umgab. Lisa hörte zunächst das erstaunte Gemurmel von der naheliegenden Bushaltestelle, so dass sie den Blick auf diese richtete. Ihr kleiner Bruder Tim neben ihr sah ebenfalls zu der Haltestelle.

Ein schlankes rothaariges Mädchen in weißem Top und Jeans wenige Jahre jünger als sie selbst entfernte sich mit wehendem lockigem Haar von der gläsernen Box.

Hinter ihr drängelte sich ein junger Mann mit struppigem schwarzen Haar und breiten Schultern, der ein kurzärmeliges schwarzes T-Shirt trug, durch die Menge der Menschen, die gerade in den haltenden Bus steigen wollten. Mit wutverzerrtem Gesicht stürmte er dem Mädchen hinterher, das das Geschrei hinter sich gar nicht zu hören schien, während sie mit einer Mappe in einer Hand und schwingenden Hüften davonschritt.

Nur etwa ein dutzend Meter von Lisa und Tim entfernt schloss der Mann zu dem Rotschopf auf. Er packte sie von hinten grob am Oberarm und versuchte sie zurückzureißen, als das Mädchen reagierte.

Blitzschnell fuhr sie herum und trat dabei schon mit einem Bein hart gegen das ihres größeren Verfolgers. Sie riss sich los, als der Mann ächzend das Gleichgewicht verlor und drehte den Spieß um. Der Rotschopf stieß den Mann hart zurück gegen einen niedrigen Holzzaun, der den Bürgersteig von einer kleinen Wiese abtrennte.

"Willst noch eine Runde spielen?", fragte die Jugendliche ihren älteren Gegner mit einem verführerischen Lächeln.

Der schwang geschockt von seiner plötzlichen Lage die Faust nach dem Gesicht des Rotschopfs. Der warf aber nur lässig den Kopf zur Seite wich mühelos aus. Dann erwiderte das Mädchen den Angriff bereits mit einem blitzschnellen Schlag ins Gesicht des jungen Mannes.

Der stöhnte vor Schmerz und Erstaunen, als ihn das Mädchen auch schon mit den Armen um seine Oberschenkel am Zaun hochschob und rittlings hinüberstieß.

Lisa staunte nicht schlecht, als sie sah wie scheinbar mühelos die Rothaarige ihren älteren größeren Gegner abfertigte. Ihr kleiner Bruder war noch begeisterter und eilte auf die Szene zu.

"Tim, nicht!", zischte Lisa als sie dem Dreizehnjährigen nachsetzte.

Der Rotschopf wandte ihnen den Kopf zu, als sie sich näherten. Aus dunklen Augen musterte sie die beiden abschätzend. Ein undeutbares Lächeln zierte die schönen Lippen. Tim schluckte hörbar und lief von ihrem Blick allein rot an.

"Wow...", flüsterte Lisas kleiner Bruder, "Du... du hast ihn..."

Der Junge verstummte, als der Blick der Rothaarigen sich auf ihn fixierte und sah dann nervös auf seine Schuhe. Wortlos schritt der Rotschopf auf ihn zu und drückte ihm ihre Mappe in die Hand.

"Halt die!", wies sie Tim an, als der verwundert aufsah.

"Ja, äh, ja klar...", stotterte der Junge, während er die attraktive Rothaarige anstarrte, aber diese wandte sich bereits von ihm ab.

Lisa warf einen schnellen Blick auf die Mappe und entdeckte ein Namensschild, das las "Jaquelinè Mai".

Unterdessen rollte sich der junge Mann stöhnend im Gras hinter dem Zaun auf den Bauch und begann sich hochzustemmen.

Das rothaarige Mädchen, Jaquelinè, behielt ihn dabei im Auge, während sie schweigend die obere Kante des Zauns griff und sich ohne ein Zeichen der Anstrengung über diesen zog. Auf der anderen Seite ließ sie sich auf beiden Füßen neben dem Dunkelhaarigen, der gerade wieder auf die Beine kam, auf die Wiese gleiten.

Schwankend wich der Mann vor Jaquelinè zurück weiter auf die Wiese, aber der Rotschopf folgte ihm lächelnd und ließ die Schultern rollen.

"Hattest noch nicht genug, wie?", sprach das Mädchen spielerisch, "Ich werde dir eine richtige Lektion erteilen. Mal sehen ob du dann immer noch mehr willst."

Der Mann sah so aus, als hätte er sich sein Vorhaben ganz anders vorgestellt, hob jedoch wütend die Fäuste. Die Pose brachte Jaquelinè nur noch mehr zum Lächeln. Sie breitete spöttisch die Arme aus und gestikulierte dem Mann mit den Händen sie anzugreifen.

"Zeig mir was du drauf hast, starker Mann."

Der Mann machte einen kräftigen Schritt auf Jaquelinè zu und schwang einen Arm, doch wie zuvor wich das Mädchen aus. Mit gebeugten Knien tauchte sie unter seinem Arm hindurch und brachte ihm mit einem schnellen Schlag in die Seite zum Husten. Bevor der Mann sich erholt hatte war sie wieder auf den Beinen, packte ihn mit beiden Händen hinten am T-Shirt und rammte ihm mit gehöriger Wucht von unten das Knie in den Bauch. Gnadenlos gab Jaquelinè dem vornüber gebeugten Gegner mit einem Ellenbogenstoß von oben in den Nacken den Rest. Der Länge nach stürzte der Mann zu Füßen des Rotschopfs wieder ins Gras.

Tim schrie jubelnd auf. "Mach ihn fertig!"

Lisa sah zur Bushaltestelle hinüber, doch scheinbar waren die dort Wartenden allesamt in den letzten Bus gestiegen. Sie und Tim waren die einzig verbleibenden Zuschauer für diesen Kampf.

Stöhnend vor Anstrengung kämpfte der Mann sich wieder auf die Knie hoch und stand dann keuchend auf, während er sich die Seite hielt.

Jaquelinè ließ die Zunge langsam über ihre Oberlippe gleiten und ballte die Hände zu Fäusten. Langsam beugte sie die schlanken sportlichen Arme und ließ die Muskeln spielen. Und was für Muskeln sie hatte. Die Bizepsmuskeln traten mit beeindruckender Größe hervor. Solide Muskelkugeln, die in einem deutlichen Gipfel mündeten. Tiefe Rillen formten sich entlang der Mädchenarme, als die Haut straffe Haut von der schwellenden Muskelmasse noch strammer gezogen wurde, und grenzte die dicken Muskelpakete deutlich ab.

Die Sechzehnjährige streckte und beugte die Arme noch einige Male und lächelte überlegen, als sie den ungläubigen beinahe ängstlichen Blick ihres Gegenübers als Reaktion des Muskelspiels sah.

Harte Muskelstränge traten aus ihren sehnigen Unterarmen hervor, während sie eine dicke Ader an die Oberfläche jedes knallharten Bizeps pumpte.

Jaquelinè tat zwei geschmeidige Schritte auf den Mann zu, dann war sie bei ihm und zeigte wirklich was in den muskelbepackten Armen steckte.

Ihre Schläge kamen so hart und schnell Gegenwehr war unmöglich. Der erste Schlag auf die Wange, schwang dem jungen Mann den Kopf zur Seite, der zweite trieb ihm die weibliche Faust tief in den Magen, nur um gleich mit einem weiteren Schlag auf dieselbe Stelle zu folgen und ihm als er sich krümmte einen kräftigen Arm um den Hals zu schlingen.

Lisa konnte kaum mit den Augen folgen so schnell und effektiv setzte das jüngere Mädchen die Kombination an und nahm den erwachsenen Gegner von vorne in den Schwitzkasten. Die Augen des Mannes waren weit aufgerissen, während er würgend um Atem rang, doch der Bizeps des Rotschopfs drückte erbarmungslos in seinen Hals und schnitt ihm die Luft ab, während sie ihn an ihrer Seite gefangen hielt. Die Arme des Mannes zerrten verzweifelten am Arm des Mädchens, als er versuchte freizukommen, doch Jaquelinè rammte ihm routiniert das Knie in den Magen.

Tim jubelte dem Mädchen und ihrer absoluten Kontrolle über einen größeren älteren Gegner weiterhin begeistert zu.

Die Lider des Mannes flatterten, als seine Arme herabfielen und es war klar das er kurz davor war in Ohnmacht zu fallen.

In dem Augenblick löste Jaquelinè wie beiläufig den Griff und ließ ihn abermals ins Gras fallen. Der junge Mann sog hörbar die Luft ein jetzt wo sein verzweifeltes Ringen nach Atem endlich erfolgreich war.

"Schon fertig.", fragte Jaquelinè höhnisch, während sie zugleich aus den Flip-Flops schlüpfte, "Du bist nicht Mann genug für dieses Mädchen."

In einer einzelnen flüssigen Bewegung ergriff der Rotschopf den Saum des weißen Tops und zog es sich geschmeidig und verführerisch über den Kopf.

Tim klappte der Mund auf, als sie das makellosweiße Kleidungsstück achtlos fallen ließ und auch Lisa konnte es nicht vermeiden zu starren. Obenrum nur noch von einem fliederfarbenen Spitzen-BH bedeckt präsentierte Jaquelinè sich ohne jede Scham.

Die musste sie wohl auch nicht haben, denn der schlanke junge Körper schien makellos. Zarte gebräunte Haut spannte sich über den sportlichen Körper einer durchtrainierten Göttin.

Die festen wohlgeformten Brüste pressten sich kraftvoll gegen den fliederfarbenen Stoff ihres BHs und schienen das Kleidungsstück eher zu stützen als von ihm gehalten zu werden. Darunter verjüngte sich der feminine Oberkörper zu einer schmalen Taille, bevor sie sich in den kurvigen Hüften wieder verbreitete.

Der perfekt proportionierte Körper wirkte wie der eines Models. Eines Fitnessmodels wohl gemerkt, denn wie athletisch und stark dieser feminine Körper war, war schon auf den ersten Blick ersichtlich. Die Konturen der Muskulatur zeichneten sich deutlich gegen die Haut ab. Acht runde Bauchmuskeln kletterten in Zweierreihen von den Hüften des Mädchens zu ihrem Bauch hinauf und wölbten sich als kleine Hügel hervor. Zwischen den Strukturen des Waschbrettbauchs gruben tiefe Linien in das feste weibliche Fleisch und ließen das gemeißelte Eightpack noch härter wirken. Neben dem steinharten Gebilde zeichneten sich auch schrägliegende Muskelstrukturen auf ihren Flanken ab, die zu gleich unnachgiebig wirkten und sich mit auch nur der kleinsten Bewegung des Rotschopfes zu verschieben schienen.

Der junge Mann versuchte stöhnend sich aufzusetzen und verharrte dann mitten in der Bewegung, als er zu dem entblößten jungen Mädchen aufblickte. Blut lief von seiner aufgeplatzten Lippe, aber er schien es jetzt kaum noch zu bemerken.

Doch Jaquelinè war noch nicht fertig ohne zu zögern öffnete sie die Jeans und ließ die enge Hose von ihren Beinen rutschen. Der fliederfarbene Slip glich ihrem BH und spannte sich über die beiden festen wohlproportionierten Pobacken eines fantastischen Hinterns. Mehr mochte er auch nicht zu verdecken. Die Kurven von Jaquelinès Beinen zeigten sich zur Gänze und verhießen dominante Kraft und dominante Weiblichkeit zu gleichen Teilen. Kräftige muskulöse Schenkel wölbten sich von dicken Muskelpaketen und hervorstehenden Muskelsträngen. Und unterhalb der Knie waren die scharf definierten Waden ihrer Unterschenkel als seien sie aus Stein geschliffen.

Nur noch in Unterwäsche und ihr langes rotes Haar gekleidet warf die braungebrannte Amazone die Haare zurück und präsentierte den durchtrainierten Körper in aller Herrlichkeit; eine Hand lässig in die Hüfte gestemmt, während sie mit dem anderen Arm den harten Bizeps zeigte.

Keinerlei Gefühlsregung zeigte sich auf ihren ebenmäßigen Zügen, als sie aus dunklen Augen auf den von ihr gedemütigten Mann hinabblickte.

Der gaffte die jugendliche Schönheit nur mit offenem Mund an. Tim fielen ebenfalls fast die Augen raus und Lisa selbst konnte kaum atmen bei dem Anblick dieses Körpers. Jaquelinè inszenierte sich auf der Wiese mit solcher Perfektion sie hätte ebenso in ein perfekt durchdachtes Fotoshooting gepasst.

Bevor sich irgendwer von ihrem Anblick losreißen konnte, hob das Mädchen gemächlich ein Bein und setzte dem erstarrten Mann den Ballen ihres schlanken Fuß auf die Brust.

Ein entsetztes Keuchen entfuhr ihm, als sie ihn auf einen Schlag niederstieß und festnagelte.

Der junge Mann stöhnte angestrengt, als er den Fuß des Mädchens mit beiden Händen packte und versuchte ihn wegzudrücken, doch der rührte sich kein Stück.

Lisa sah wie die Muskeln in Jaquelines Bein sich spannten und unter der Haut arbeiteten, als sie den Erwachsenen mit nur dem Ballen ihres Fuß am Boden hielt.

Mit einem unnahbaren Lächeln hob sie zugleich die Arme und spannte die mächtigen Oberarme mit voller Härte. Die Adern und Muskelstrukturen traten mit den stählernen Bizepsgipfeln in die Höhe, während klar unterteilt die harten Kurven der Trizepsmuskeln nach unten zogen. Tiefe Furchen formten sich entlang der Schultern und teilten sie klar in drei unterschiedliche Muskelgruppen.

Jaquelinè hielt für einen Augenblick die Pose, dann ging sie in die Knie, während sie den Mann noch immer mit ihrem Fuß am Boden hielt. Der hilflose junge Mann schnaufte nur noch mehr, als augenscheinlich der Druck den Jaquelinè mit ihrem muskulösen Bein ausübte noch zunahm. Ihr mächtiger Oberschenkel spannte sich nur noch mehr und schwoll mit weiblicher Kraft und dicken Muskelpaketen.

Im Blick des Mädchens zeigte sich jedoch keine Regung, während sie den Mann mit der Kraft von nur einem Bein vollkommen überwältigte. Doch das reichte ihr nicht. Schnell wie der Wind wirbelte sie auf der Brust des jungen Mannes herum und ließ sich nach vorne fallen. Ihre Handflächen trafen neben der Hüfte ihres Opfers auf das Gras, sodass sie sich mit ausgestreckten Armen auf dem Boden aufstützte. Zu gleich streckte sie die Beine aus und fing den Kopf des Mannes hinter sich zwischen ihren Oberschenkeln.

Verzweifelt griff der Mann ihre muskulösen Schenkel und versuchte sie auseinanderzuziehen, doch er war nicht einmal in der Lage gewesen einen Fuß Jaquelinès zu bewegen und die stahlharten Beinmuskeln gaben ihm nicht einmal ansatzweise nach, als der dominante Rotschopf die Unterschenkel kreuzte und die Beinschere knallhart zuzog.

Der Körper des Mannes zuckte und er versuchte zu schreien, doch die Spitzenunterwäsche des Mädchens drückte sich ihm fest ins Gesicht und stopfte ihm den Mund.

Jaquelinè schien kaum etwas vom verzweifelten Kampf ihres Gegners mitzubekommen, während sie mit beinahe gelangweiltem Gesichtsausdruck in ihrer Position verblieb und ihm den Schädel mit den angespannten Oberschenkeln zerquetschte. Ihre harten Pobacken spannten sich unter dem fliederfarbenen Stoff und ragten steil empor.

Nicht einmal als der verzweifelte junge Mann begann mit beiden Fäusten auf das feste Fleisch ihrer Schenkel einzuschlagen schien die junge Schönheit das weiter zu stören. Ihre knallharten Mädchenmuskeln widerstanden den Männerfäusten, die immer verzweifelter und schwächer auf die braungebrannten Oberschenkel prallten. Sie verlor nicht einmal ihr Lächeln.

Schließlich sanken dem jungen Mann die Arme kraftlos herunter und sein Kampf erstarb beinahe vollkommen. Da löste Jaquelinè die Beine um seinen Kopf und ließ ihn kraftlos zurück ins Grass sinken. Sie selbst stellte die bloßen Füße links und rechts seines Kopfs auf und stand auf, sodass der erschöpfte Blick des Besiegten nach oben zwischen ihre Beine gerichtet war.

"Musst wohl ein bisschen trainieren, bevor du mir noch Mal blöd kommen kannst.", stellte sie mit selbstgefälligen Ton fest, während sie über dem jungen Mann stand.

Jaquelinè ging einen Schritt an dem kraftlos schnaufenden jungen Mann vorbei und trat neben ihm. Geschmeidig beugte sie sich vor über ihn und packte ihn mit der einen Hand vorne am T-Shirt, bevor sie die andere um seinen Gürtel legte.

Lisa sah, wie die dicken Armmuskeln abermals schwollen und sich die Beine spannten, dann hob das schlanke Mädchen den älteren vom Boden hoch vor die Brust wie eine Gewichtsstange. Der junge Mann stieß einen schockierten Schrei aus und seine panischen Rufe und sein Gezappel nahmen noch zu, während das Mädchen sich aufrichtete und ihn dabei weiterhin vor der Brust trug. Die Bizepsadern traten deutlich auf den großen runden Muskeln hervor, als diese sich an Jaquelinès Seite wölbten, doch ihr Gesicht zeigte keine Anstrengung. Dann ganz langsam hob sie ihn höher über ihren Kopf. Tim schrie begeistert über die erneute Kraftdemonstration des leicht bekleideten Mädchens.

Für einige Momente hielt Jaquelinè den Mann mit angewinkelten Armen über ihren Kopf, als wolle sie ihren Zuschauern eine bessere Show bieten. Dann streckte sie die Arme und stemmte ihren geschlagenen Gegner in einer flüssigen Bewegung ganz über den Kopf.

Lisa konnte nicht glauben wie dieses Mädchen das noch ein paar Jahre jünger als sie zu sein schien einen Mann so mühelos heben und über ihren Kopf halten konnte, doch der Anblick vor ihren Augen täuschte nicht.

Jaquelinè lächelte kalt, als sie sich auf einmal umwandte und die Arme schwang. Mit gehöriger Wucht und einem lauten Schmerzensschrei knallte der Junge Mann ins Gras und blieb liegen. Die erbarmungslose Jugendliche schien damit endlich mit ihm fertig zu sein. Unbekümmert zog sie sich ihre Jeans wieder an, die Mühe hatte die geschwollenen Beinmuskeln zu umfassen. Danach schlüpfte sie wieder in ihre Flip-Flops und hob das Top auf.

Statt es ebenfalls wieder anzuziehen warf die durchtrainierte Schönheit es sich mit einer Hand lässig über die Schulter und schlenderte obenrum noch immer nur mit Spitzen-BH bekleidet zum Zaun zurück.

Ganz automatisch traten Lisa und Tim zurück, als Jaquelinè eine Hand auf das Holz legte und sich lässig über den Zaun schwang. Vorsichtig streckte Tim den Arm aus und hielt ihr die Mappe hin, die sie ihm gegeben hatte.

Jaquelinè blickte wortlos auf den jüngeren Jungen hinab, während sie diese entgegennahm. Ihre Muskeln glänzten leicht im Sonnenlicht von einem dünnen Schweißfilm, der sich auf ihrer Haut gebildet hatte.

Lisa schluckte als sie sah wie ein Tropfen die glatte Haut hinab glitt und den Rillen ihres Waschbrettbauchs abwärts folgte. Die harten Bauchmuskeln zogen sich sichtbar und rhythmisch mit dem Atem der Rothaarigen zusammen.

Ein Schweißtropfen rollte Lisas Schläfe bei diesem Anblick hinab. Sie hatte vorher noch nie einen Eightpack aus solcher Nähe gesehen schon gar nicht bei einem Mädchen und konnte nicht fassen wie hart es aussah.

Beiläufig legte der Rotschopf die Mappe oben auf dem Holzzaun hinter sich ab. Dann streckte sie die Hand aus und griff den sie ebenfalls angaffenden Tim locker am Hinterkopf. Lisas Bruder keuchte auf, als sie ihn vorwärts zog und mit dem Gesicht gegen ihre stahlharten Bauchmuskeln drückte. Für einen Moment wehrte er sich ganz instinktiv und vollkommen zwecklos gegen den muskulösen Arm des Mädchens, doch dann stöhnte er laut auf, als er den Geruch des Mädchens einsog und die Härte ihres Körpers fühlte.

Tim zuckte ganz hektisch und griff mit beiden Händen Jaquelinès Flanken, während er ihre Bauchmuskeln wild zu küssen begann. Stöhnend liebkoste er den Waschbrettbauch des älteren Mädchens, leckte ihre Haut und folgte den tiefen Rillen, die sich über ihre Haut zogen.

Jaquelinè registrierte das nur mit einem leichten Lächeln und ungerührtem Blick, drückte Tim aber zu gleich weiter nach unten sodass er von den oberen Partien zu den unteren Bauchmuskeln hinabsank bis er auf den Knie an ihren Hüften hing und den zwei diagonalen Furchen mit den Lippen folgte, die den Eightpack in V-Form einfassten.

Lisa wurde beim Anblick des Geschehens knallrot vor Scham und Schock, doch fühlte sie auch überrascht wie die Eifersucht in ihr brannte.

Jaquelinè ließ Tim noch für einige Sekunden gewähren dann stieß sie ihn zurück, so dass er erregt und mit geröteten Wangen vor ihr auf seinem Hintern landete. Sie würdigte ihn keines weiteren Blickes.

Stattdessen zog sie sich gemächlich wieder das weiße Top über den Kopf und nahm die Mappe wieder auf. Ohne ein weiteres Wort wandte sich das Mädchen zum Gehen.

Als sie an Lisa vorbeiging blieb sie noch einmal stehen und griff sie grob am Kinn. Lisa keuchte auf, als das jüngere Mädchen sie zwang ihr direkt in die Augen zu Blicken und spürte wie sie beim Stahl im Blick der dunklen Augen erzitterte.

Scheinbar mit ihrer Reaktion zufrieden ließ sie sie wieder los und ging einfach weiter.

"Man sieht sich.", sprach sie wie an beide Geschwister gerichtet und schritt mit schwingenden Schritten davon.

Lisa und Tim konnten ihr beide nur fassungslos nachschauen.

Ende

Samstag, 15. April 2017

Zicke

Ted stand hinter einem Regal beim Einkaufen und belauschte einer Gruppe Mädchen, die auf der anderen Seite standen. In dem Discounter traf man ständig Schüler, da der Laden nur eine Straße von der Schule entfernt war.

Ted war nicht gerade beliebt in der Schule. Die meisten Typen machten sich, wegen seiner kleinen, mageren Gestalt über ihn lustig. Doch jetzt hörte er gerade, wie sich die Mädchen ebenso über ihn lustig machen. Gerade Alice, die verwöhnte reiche Göre mit den langen kalten Platinhaaren. Sie war arrogant und trug viel zu viele rosafarbene Klamotten. Und sie zeigte immer ihre langen Beine, damit die Jungs was zu gucken hatten. Und die Jungs in seiner Klasse guckten. Er nicht. Nicht das ihre Beine nicht super gewesen wären, aber er wollte der dummen Gans diese Genugtun nicht geben.

"Und seine Haare scheint er auch nie zu waschen!" sagte jetzt ein anderes Mädchen. "Ich glaube seine Eltern sind voll arm!" "Ganz bestimmt!" hörte er Alice sagen. "Und einen richtig Körper konnten sie ihn auch nicht geben. Ich frage mich, wie klein wohl sein bestes Stück ist. Ich meine, wenn der Rest schon so klein ist!"

Nun reichte es Ted endgültig. Wutentbrannt kam er um die Ecke seines Regals und sah die drei Mädchen böse an.
"Oh da ist ja der kleine Teddy!" rief Alice. "Hey Teddy wir haben uns gerade über dich unterhalten!"
"Habe ich gehört!" rief Ted wütend.
"Oh gut, dann kannst du uns vielleicht bei der Frage helfen, wie klein dein kleiner Freund wirklich ist! Oder kann man das gar nicht mehr messen?"

Ihre Freundinnen kicherten und hielten sich die Hände vor den Mund. Ted war so wütend. Alice hatte gar keinen Anstand und sie tat so, als ob sie machen was sie wollte!
"Wenigsten habe ich mir nichts vergrößern lassen!" sagte Ted und grinste frech zurück.

Alice Gesicht nahm einen wütenden Ausdruck an. Fast schon einschüchternd, wie Ted fand. "Das nimmst du zurück Kleiner, oder ich polier dir die Fresse!" sagte Alice kalt.

Er sah tatsächlich, wie sie die Fäuste ballte. Was irgendwie auch sexy aussah. Dabei bemerkte er auch, dass ihre Hände größer waren als seine. Was wiederrum beeindruckende Fäuste ergab. Dachte sie wirklich, sie könne ihn besiegen? Klar war sie größer, aber sie war auch fast so dünn wie er. Und das er mehr Kraft hatte, stand außer Frage.

"Wieso? Ist es nicht wahr? War das nicht ein Geburtstagsgeschenk von Daddy?"
"Okay, das reicht!" rief Alice.

Sie zog sich ihre Jeansjacke aus und reichte diese eine ihrer Freundinnen. Dann kam sie auf Ted zu. Wollte sie sich wirklich prügeln? Das Mädchen, was sich in jeder Mathestunde die Nägel machte und zehnmal pro Stunde in den Spiegel blickte?

Als sich Alice drohend vor Ted aufbaute, musste er schon zugeben, dass sie äußerst gut aussah. Schöne gebräunte Haut einen großen Mund eine kleine Nase und dunkelgrüne Augen. Allerding sah man ihrem Gesicht die Arroganz klar an. Ihr Körper war so schlank, wie es sich für so ein reiches Mädchen gehörte. Und mit ihren 1.75 war sie auch nicht klein und klar größer als Ted. Sie trug einen Jeansrock und schwarze Strumpfhosen. Ihre Beine, die man gut sehen konnte waren schön lang. Und ihre Oberschenkel waren lange nicht so dünn wie Ted vermutet hatte. Im Gegenteil sie waren fast schon dick. Aber wirkten dennoch fest.

"Letzt Chance Ted!" rief sie.
"Ha!" lachte Ted. "Was willst du denn tun?"

Er hatte den Satz noch nicht ganz beendet, als sich Alic plötzlich seitlich stellte und ihm ihren Fuß in den Magen rammte. Noch in der Minute, in der er sich vor Schmerz krümmen wollte, traf ihn ein weiterer Tritt genau auf die Brust. Der Tritt hatte so viel Power, das er von den Füßen gerissen wurde und gegen das Regal hinter sich geschleudert wurde. Unsanft fiel er auf seinen Hintern, während er von verschiedenen Reissorten getroffen wurde, die hinter ihm aus dem Regal fielen.

Die beiden Tritte hatten wehgetan und er japste gierig nach Luft.

"Cool!" rief eines der Mädchen. "Alice du bist ja ein richtiges Karategirl Alice!"
„Und hast du gesehen wie er geflogen ist? Hammer! Sie muss richtig Mukis in den Beinen haben!“ rief eine andere von Alice Freundinnen. "Warte es ab, ich bin ja noch nicht fertig!" Dann wandte sich Alice, Ted zu. "Los steh auf!"

Ted wusste nicht warum er auf die arrogante Zicke hörte, aber er stand auf. Sogleich wurde er von Alice Turnschuhe begrüßt, der ihn mitten ins Gesicht traf. Dieses Mal ging er nicht zu Boden sondern prallte nur an das Regal hinter ihm.

„Du hast ja überhaupt keine Chance gegen mich!“ stellte Alice sachlich fest. „Komm versuch wenigstens mal mich anzugreifen!“

Ted verdrängte den Schmerz  in seiner Magengegend und stellte sich gerade hin. Alice stand belustig vor ihm, die Hände in die Hüften gestemmt. „Na komm!“ sagte sie, als ob er ein Kind wäre. Rasend vor Wut rannte er auf Alice zu, um sie einfach umzuwerfen. Doch kaum war er in ihrer Nähe kam, wie aus heiteren Himmel, plötzlich ihre große Faust angerast. Mit ordentlich Power schlug sie in seinem Gesicht ein und drehte seinen Kopf schnell zur Seite. Für Ted wurde es vor einer Sekunde auf die andere, Dunkel. Seine Augen rollten zurück und sein Körper erschlaffte mitten in der Bewegung. Wie eine Puppe fiel er lang vor Alice Füße.

Alice zeigte nur ein halbherziges Lächeln. „Erbärmlich!“ sagte sie und musterte ihre Faust. „Wenigsten ist der Nagellack noch in Ordnung.“ Dann drehte sie sich zu ihren beiden Freundinnen um. „Eine Minute noch Mädels. Ich gehe nur sicher, das dieser Gnome auch wirklich verstanden hat!“

Mit einem übertriebenen Seufzen ging Alice in die Hocke, packte Ted am Kragen und hob in hoch. Dabei erschien ein deutlicher Bizeps auf ihrem langen Arm. Sie winkelte den Arm an, um Ted zu sich zu ziehen und der Bizeps wurde prall und rund. Große wie eine Orange.

„Kiki? Reich mir doch bitte eines deiner Feuchttücher, ja?“ Das genannte Mädchen trat näher und betrachtete erstaunt Alice Oberarm. „Mein Gott Alice! Machst du Bodybuilding?“
„Ich halte mich nur fit!“
„Trotzdem hast du einen krassen Oberarm! Wird das nicht langsam schwer, ihn in der Luft zu halten?“
„Das geht schon, nun her mit dem Tuch!“

Kiki gab Alice das Tuch und diese rieb damit über Teds Gesicht. Es dauerte trotzdem ein paar Sekunden, bis Ted das Bewusstsein wiedererlangt hatte. Fast schon erschrocken blickte er sich um, als er das Bewusstsein wiedererlangte. Dann zappelte er wild umher, als er merkte, dass er keinen Boden unter den Füssen hatte. Alice sah ihn mitleidlos ins Gesicht.

„Du bist so erbärmlich!“ sagte sie und ließ seinen Kragen los. Mit einem Laut der Überraschung ging Ted vor Alice zu Boden. Dort betastete er mit einer Hand sein schmerzendes Kinn und sah Alice wütend an.

„Oh, sag bloß du willst noch mehr?“ lachte Alice, als sie seinen Blick sah.
Ted sah sie nicht an. Er rappelte sich auf und drehte sich zum Gehen.
„Mit dir will ich nichts mehr zu tun haben!“ grummelte er.

„Oh nein!“ rief Alice, als sich Ted davon machen wollte. „Ich will noch eine Entschuldigung von dir!“
Ted drehte sich noch einmal um und sah Alice trotzig an. „Nein!“ sagte er einfach.

Kaum hatte er das gesagt, hämmerte Alice Fuß sein Gesicht plötzlich von einer Seite zu anderen. Ted wusste nicht ganz was passiert war, als er erneut von ihrem Fuß getroffen wurde. Dieser hämmerte sein Gesicht von linksnach rechts und wieder zurück. Das tat er immer wieder.

Alice stand bequem vor ihm, ein Bein ausgestreckt und prügelte sein Gesicht mit ihrem Fuß, elegant hin und her. Ihr Bein so in der Luft zu halten, war scheinbar leicht für sie. Eines der Mädchen filmte den Vorgang sogar, was Ted nicht mitbekam, da sein Kopf gerade als Punchingball für Alice Fuß herhalten musste.

Ted war schnell so groggy, das er sich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Als die Prügelmassage plötzlich aufhörte, wäre er einfach umgekippt, hätte ihn Alice nicht mit einem erstaunlich starken Griff am Kragen gepackt.

"Oh nein, noch nicht umfallen! Das machen wir anders! Brav mitkommen!" Alice zog Ted weiter in den Gang hinein, so dass hinter ihm kein Regal mehr stand. "Ach und eins noch Ted!" sie fasste sich mit der linken Hand an ihre Oberweite, während ihre rechte Ted weiterhin am Kragen gepackt hatte. "Diese hier sind zu hundert Prozent echt!"

Dann trat sie einen Schritt zurück, drehte sich geschmeidig und wie aus dem Nicht, wurde Ted plötzlich von ihrem Fuß getroffen. Alice Fuß traf Ted mit solcher Wucht, dass er von einer Sekunde auf die andere das Bewusstsein verlor. Wie er lang zu Boden ging und noch etwas auf den Steinfliesen entlangrutschte, bekam er nicht mehr mit.

"Krass!" sagte eines der anderen Mädchen. Alice blickte auf Ted herab und schmunzelte zufrieden. Dann drückte sie ihn ihren Turnschuh ins bewusstlose Gesicht. "Das reicht mir als Entschuldigung, Penner!" sagte sie kalt.

"Warte ein Foto Alice!" rief eine ihrer Freundinnen. Alice grinste und machte mit ihrem rechten Arm eine Muskelpose. Stolz zeigte sie ihren dicken prallen Bizeps. Sie spannte auch ihr rechtes Bein an was man an besten an ihrer Wade erkennen konnte.

"Wow, cool!" rief das Mädchen, welches nun ihr Foto machte.

"Nun wo das erledig ist, können wir wohl endlich weiter!" sagte Alice und stieg von Teds Körper runter, wobei sie ihr Gewicht klar auf sein Gesicht fokussierte. "Ich kann nicht meine ganze Zeit mit diesem Loser hier verbringen. Nachher reden die Leute noch!"

Ihre Freundinnen lachten laut und dann zog sie zusammen weiter. Zurück blieb nur Ted, der weiterhin besinnungslos auf dem Boden lag.

Ende

Freitag, 31. März 2017

Vanessa 3 - Freundinnen

"10 kg sind einfach zu viel!" sagte Vanessa und ließ die Hantel in ihrer Hand frustriert wieder sinken. "Ich habe aber kein kleineres Gewicht!" maulte Laura zurück und stemmte die Arme in die Hüften. "Entweder 6kg oder 10!"
"Na schön, ich versuch es noch einmal!"
"Das wollte ich hören!"

Vanessa legte sich wieder über die beiden Holzhocker und fing an, auf dem Rücken liegen, die Hanteln nach oben zu stemmen. "Oh Mann!" grunzte sie schon bei der ersten Wiederholung.

"Warte ich helfe dir!" sagte Laura. Sie beugte sich über Vanessa und faste ihre Arme an den Ellen bogen. Bei jedem Mal, als Vanessa die Gewichte nach Oben drückte, half ihr Laura. Mit sanften Drück schob sie ihre Arme zusammen. Vanessas Arme zitterten nach der dritten Wiederholung, doch Laura trieb Vanessa weiter an. "Nein 10 Wiederholungen Vanessa! Komm schon!" Vanessa grunzte wenig mädchenhaft und schob die Gewichte ein weiteres Mal in die Höhe. "Meine Arme zittern total!"
"Egal weiter!"

Laura sah Vanessa auffordernd in die Augen und Vanessa spürte, wie die Hände ihrer Schwester zu ihren Oberarmen runterrutschen und auffordernd ihre gespannten Muskeln drückte. Was ein eigenartiges wohliges Gefühl in Vanessa auslöste.

"Hey Kinder, was macht ihr da?"
Die Stimmte ihrer Mutter erschreckte beide Mädchen gleichermaßen. Laura zuckte zusammen und Vanessa ließ glatt die Hanteln fallen, die Donnernd auf den Boden fielen.

"Ah!" machte ihre Mutter. "Ihr habt also meine Hanteln! Ich hatte euren Vater gestern Abend schon eine halbe Stunde lang im Schwitzkasten, weil ich dachte, dass er sie versteckt hätte. Hätte ihr das mal gesagt, dass hätte euren Vater einiges erspart."

Vanessa sah ihrer Mutter sehr ähnlich. Sie hatte ihre langen schwarzen Haare, ihre hellblauen Augen und ihre Größe geerbt. Auch ihre Mutter war 1.80 groß und war schon immer gut in Form gewesen. Als sie sich nach den Hanteln beugte und diese hochhob, wirkten diese plötzlich viel leichter.

"Aber Mama wir trainieren grade!" maulte Laura. Sie hatte die Gähne ihres Vater. Die kleine stämmige Figur, die braunen Haare und die grünen Augen. Was nicht hieß, dass Laura nicht attraktive war. Ihre großen grünen Augen waren sehr auffällig und ihre Haut war absolut rein. Außerdem hatte sie das kräftige Haar ihres Vaters, das sie mit blonden Strähnen durchzogen hatte. Nach Laura drehte sich so mancher Kerl um.

"Wenn ihr beiden wirklich trainieren wollt, kauft euch eigene Hanteln! Oder geht in den Fitnessclub! Außerdem und wir essen in einer halben Stunde!" Dann war ihre Mutter wieder aus der Tür und verschwunden. Inklusive der Hanteln. "Verdammt!" brummte Vanessa und stand von den beiden Stühlen auf.

"Und jetzt?"
"Vielleicht ist das mit dem Fitnessclub keine schlechte Idee! Du gehst doch sowieso in ein paar Monaten zur Uni. Da gegenüber gibt es auch einen Fitnessclub!"
"Und was ist mit dir?"
"Was soll mit mir sein?"
"Du bist doch meine Trainerin! Meine Motivation!"
"Ach Unsinn! Du musst nur mit jemanden zusammen trainieren! Elises Schwester geht da hin! Die könntest du fragen."
"Ich kenne ihre Schwester nicht!"
"Na und? Ich frage sie für dich."
"Oh okay! Danke. Werde dich trotzdem vermissen. Also nicht nur beim Training, sondern auch wenn ich dann in der Uni bin!"
"Aber wir sehen uns doch!"
"Versprochen. Ich werde brav jedes Wochenende nach Hause kommen!"


Eine Woche später hatte Vanessa tatsächlich ein Blind Date mit der Schwester von Elise. Sie trafen sich vor dem Firnessstudio, nah der Uni. Vanessa war ein bisschen nervöse. Sie fand es komisch sich mit einer vollkommen Fremden zu treffen um dann mit ihr Sport zu machen.

Als sich Vanessa ein weiteres Mal nach Elise Schwester umschaute sah sie plötzlich ein blondes Mädchen, das um einen Häuserblock bog und direkt auf sie zukam. Das musste Elise Schwester sein. Denn dieses Mädchen sah Elise extrem ähnlich. Sie hatte blonde Haare und tief blaue Augen. Sie war genauso braun gebrannt wie Elise und hatte sich die Zähne genauso strahlen weiß bleichen lassen. Sie war zwar auch so große wie Elise bzw., genau so groß wie Vanessa aber dafür etwas massiger als ihre Schwester. Nicht das sie dick war. Ihre Arme und Beine waren nicht so dünn, wie die von Elise, außerdem hatte sie  etwas mehr Schultern. Sie trug eine enge weiße Jeans und eine weiße Lederjacke. Viele der Männer, an denen sie vorbei ging, drehten sich sofort nach ihr um.

Laura hatte Vanessa erzählt, dass Elises Schwester Sabrina ein Model war. Und jetzt, wo Vanessa, Sabrina sah, hatte sie keinen Zweifel dran.

Die blonde Schönheit kam direkt auf Vanessa zu und streckte ihr die Hand entgegen. "Hey ich bin Sabrina und du musst Vanessa sein!"
"Ja schon, woher weißt du das?"
"Na, groß, lange schwarze Haare und eine gut geratene Oberweite!"
Vanessa wurde rot im Gesicht.
"Oh, war das zu direkt! Man sagt mir, dass ich das öfters bin. Sorry! Und wollen wir trainieren gehen?"
Vanessa nickt und schon schritten sie nebeneinander zum Eingang des Fitnesslubs.

Sabrina kam Vanessa wir ein Wirbelwind vor. Sie fühlte sich etwas überrumpelt. Das wurde auch nicht besser, als Sabrina einfach eine Anmeldung für Vanessa organisierte und sie drängte die Papiere zu unterschreiben. Wenige Minuten später war Vanessa schon Mitglied und eilte Sabrina, in Richtung der Umkleiden, hinterher.

Vanessa war noch in Gedanken, ob sie sich den Monatsbeitrag überhaupt leisten konnte, als Sabrina bereits ihr Oberteil auszog. Vanessa vergas sofort alles an was sie gedacht hatte. Sabrina schien überall makellos braun gebrannt zu sein. Und nicht nur das. Diese Frau war überaus kräftig. Klare markante Ausbeulungen von Muskeln an den Armen, kräftige runde Schultern und einen Wahnsinns Sixpack. Absolut gerade Bauchmuskeln die stark und rund aus ihrem Bauch hervortraten.

"Wow!" machte Vanessa nur.
"Was das ein Kompliment?" lachte Sabrina wobei ihre Bauchmuskeln noch heftiger hervortraten.
"Ja, ich dachte du bist ein Model. Ich meine ..."
"Ich bin keines diese abgemagerten Mädchen!" unterbrach Sabrina sie. "Ich bin ein Fitnessmodel. Für Sportmagazine uns so!"
"Du machst also gezielten Muskelaufbau? Ich meine klar, äh sieht man ja...!"
"Ja mache ich. Und ich kann dir zeigen wie du die hier bekommst!"

Vanessa fielen fast die Augen aus, als Sabrina ihren Arm hob und einen mächtigen Bizeps aus ihren Arm wachsen ließ. Es sah aus wie das Ende eines Baseballschlägers, der sich langsam nach hoben aus ihren Arm schob. Oben hart und rund und zu den Seiten fast gerade abfallend. Noch nie hatte Vanessa einen solchen Bizeps gehen. Nicht so groß und schon gar nicht in dieser Form.

"Das ist, das ist, ..."
"Nicht schlecht was?" lachte Sabrina und ließ ihren Arm sinken.
"Unglaublich!" beendete Vanessa ihren Satz.

Vanessa fühlte sich sehr unwohl, als sie sich umzog und merkte, wie sie von Sabrina gemustert wurde. Und dabei blieb es nicht. Sabrina konnte es sich auch nicht verkneifen einen entsprechenden Kommentar abzulassen.

"Na deine Arme sind ja ganz in Ordnung aber dein Bauch? Hast du daran gar nicht gearbeitet?"
"Ich habe äh..." Und wieder wurde Vanessa rot. Sie hasste das.

Das warm machen am Laufband war für Vanessa kein Problem. Sie konnte gut mit Sabrina mithalten. Sie stellte sogar die gleiche Geschwindigkeit ein. Aber als sich Sabrina dann eine 18 kg. Hantel schnappte, stockte Vanessa mal wieder der Atem. Da sie gerade erst festgestellt hatte, dass sie mit 10 kg noch überfordert war, ergriff sie lieber die 6 kg Hanteln, was ihr ein mildes Lächeln von Sabrina einbrachte. Worüber sich Vanessa schon wieder ärgerte.

Doch trotz ihrer 6kg kam Vanessa bei Sabrinas Übungen nicht hinterher. Nicht das sie zu langsam war. Sie machte einfach bei der Anzahl der Wiederholungen schlapp. Sabrina schien unermüdlich und ihr Baseballschläger Bizeps, der bei jeder Bewegung ihrem Arm anschwoll, lenkte Vanessa auch ab.

Vanessa machte immer nur den Beginn von Sabrinas Übungen mit, dann brach sie ab bis die nächste kam. Am Ende kam Sabrina grinsend auf sie zu.

"Du hast wirklich versucht mitzuhalten was? Nicht schlecht, aber wir sollten uns bei Training gegenseitig unterstützen. Los heb deine Hanteln hoch!"

Vanessa folgte dem Befehl. Dann packte Sabrina sanft Vanessa Arme und zeigte ihr, wie sie die Hantel bewegen sollte. Bei jeder Wiederholung half Sabrina ihr, damit Vanessa nicht an Schwung verlor und gleichmäßig weiter trainierte. Es erstaunte Vanessa selbst, wie viel mehr Wiederholungen sie mit Sabrina schaffen konnte. Und nicht nur das. Auch die Berührungen dieses Mädchen gefielen ihr. Es war schon ihre kräftige Hand auf ihren angespannten Muskeln zu fühlen. Das war sehr motivierend.

Danach ging Sabrina mit Vanessa noch jede einzelne Maschine im Fitessclub ab, die es gab. Danach war Vanessa total fertig sie hatte fast 2 Stunden mit Sabrina trainiert und war kurz davor umzukippen.

Als sie erschöpft auf der Bank in der Umkleide saß, lächelte Sabrina wieder. "Du bist ja ganz schön fertig. Aber glaub mir, es wird besser. Und? Willst du jetzt regelmäßig mit mir trainieren?"
"Naja morgen und übermorgen werden ich mich wohl, auf Grund eines massiven Muskelkaters nicht bewegen können. Aber danach gern."
"Schön! Hat Spaß gemacht mit dir. Du bist nicht eines der Mädchen das rumalbert und nicht richtig mitmacht. Ich denke  wir harmonieren ganz gut!"
"Das denke ich auch!" sagte Vanessa und dachte daran, wie Sabrina ihre Muskeln beim Training gedrückt hatte. Ja das war gut! Dachte sie.

"Du wirst schon sehen, " redete Sabrina weiter, "in Nullkommanichts wirst du überall Muskeln haben! Und glaub mir, die sind nicht schlecht. Nicht nur das du mehr Energie hast, es ist auch praktisch, wenn dich mal der falsche Kerl anmacht. Oder auch beim Sex! Was denkst du wie die Kerle staunen, wenn sie mich das erste Mal sehen. Die meisten klotzen dann wie dumm. Die kleineren Männer sind öfters begeistert als die kräftigen. Nur einer hat mal das Weite gesucht, als ich die Hüllen habe fallen lassen. So ein Neandertaler von Bauunternehmer. Er hat was von seiner Frau Gefasel und ist fast durch die geschlossene Tür gelaufen. Obwohl ein so kleiner Typ hatte schon sehr viel Respekt, als er mich in meiner Nacktheit musterte. Vielleicht hätte der auch das Weite gesucht. Aber ich habe ihm keine Gelegenheit dazu gegeben, sondern ihn mit einer Hand gepackt und auf mein Bett geschleudert. Es ist ein echt cooles Gefühl, einen anderen Menschen einfach hochheben zu können. Na egal, danach habe wir auf jeden Fall, na du weißt schon. Und glaub mir, ich bin so dermaßen auf ihm rumgeturnt das er danach fast besinnungslos war. Der Junge war im siebten Himmel. Aber Gott ich rede und rede wieder. Du musst mich für eine Schlampe halten. Aber wenn man nicht mit genügen Männern schläft, wie soll man dann den richtigen finden? Oh verdammt schon so spät? Sei nicht böse, aber ich muss los!"

Vanessa hatte Sabrina nur mit offenem Mund zugehört, während diese sich angezogen hat. Dann hatte diese plötzlich hastig ihre Tasche geschnappt und war verschwunden.

Schmunzelnd dachte Vanessa kurz über die Male nach, bei denen sie Sex gehabt hatte. Null! Dachte sie. Außer sie hatte sich verzählt. Sie grinste innerlich über ihren eigenen Scherz. Sie hatte es nicht eilig mit der Partnersuche auch wenn sie ständig von Jungs in der Schule angemacht wurde. Sie war in dieser Richtung sehr eigen. Aber das wichtigste war, das Vanessa in Sabrina eine schöne, sehr starke Trainerin gefunden hatte. Und das war schon mal viel wert.

In den nächsten drei Monaten traf sich Vanessa drei Mal die Woche mit Sabrina. Bei jedem Training führte Sabrina, Vanessa an ihre Grenzen. Dabei war sie immer für Vanessa da. Und es war schön, wenn Sabrina, Vanessa bei den Gewichten halb oder aufmunternd ihre Muskeln drückte. Und Vanessa ertappte sich immer wieder selber dabei, wie sie sich danach sehnte, noch intensiver von Sabrina angefasst zu werden. Sie selber wagte es nur selten Sabrinas Muskeln anzufassen. Aber wenn sie es tat war das Gefühl überwältigend. Besonders bei Sabrinas Bizeps. Sabrina war einfach das stärkste Mädchen das Vanessa kannte. Und eines mit dem absolut größten Bizeps.

Dann kam der Monat der Abschlussprüfungen und Vanessa hatte viel weniger Zeit. Wenn sie nicht gerade lernte trainierte sie oder umgedreht. Auch hatte sie kaum noch Zeit für ihre kleine Schwester Laura. Vanessas Körper hatte sich nach den drei Monaten mit Sabrina sehr verändert. sie hatte jetzt sichtbare Bauchmuskeln und das auch dann, wenn sie diese nicht anspannte. Ihr Bizeps hatte sich sehr gut entwickelt. Er war jetzt größer als ein Golfball und nah dran ein Tennisball zu werden. Vanessa erwischte sich selber immer wieder dabei, wie sie ihren eigenen Bizeps anspannte und ihn gedankenverloren befühlte.

Wenige Tage vor den Abschlussprüfungen kam Laura in Vanessas Zimmer gestürmt. Vanessa saß gerade konzentriert an ihrem Schreibtisch und ärgerte sich etwas über die Unterbrechung ihrer kleinen Schwester.

"Was Laura!" rief sie barsch.
"Mir ist etwas wichtiges eingefallen!" rief Laura, ohne auf  Vanessas grobe Anrede einzugehen.
"Na und?"
"Du wolltest doch gegen Ulrike antreten! Weißt Du nicht mehr? Übermorgen sind doch die Abschlussprüfungen und dann bist du schon weg von der Schule!"
"Laura! Das ist inzwischen total unwichtig geworden. Das wurmt mich nicht mehr. Außerdem, wie du ganz richtig sagst, bin ich so gut wie runter von der Schule. Wen interessiert das Ganze dann noch?"
"Mich vielleicht!" schmollte Laura. "Die blöde Kuh erwähnt nur zu gerne, dass sie stärker ist als du!"
"Jetzt wohl nicht mehr!" sagte Vanessa und spannte ihren Arm an. Ihr Bizeps war jetzt sogar zu sehen, obwohl sie ein Hemd darüber trug.

"Cool!" rief Laura und war gleich an ihrer Seite um ihren Arm zu drücken. "Wie geil! Und wie schnell das ging. Mit Elises Schwester zu trainieren war wohl eine gute Idee. Man der ist sogar hart!" Fast schon verspielt drückte Laura fast eine Minute an Vanessas Bizeps rum. Und innerlich genoss Vanessa das. Doch dann zwang sie sich dazu etwas zu sagen. "Dauert das noch lange?" fragte sie und Laura ließ mit rotem Gesicht von ihrem Arm ab.

"Nein, ich wollte nur sicher sein, das das kein Scherz ist. Jetzt sind 10 kg Hanteln wohl kein Problem mehr für dich!"
"Nein, ich trainiere jetzt standardmäßig mit 10!"
"Cool dann kannst du ja morgen in der Pause Ulrike fertig machen!"
"Laura!"
"Was? Du musst doch nicht auch noch jede Pause lernen! Und so stark wie du jetzt bist, sollte es doch ganz schnell gehen!"
"Also gut. Ich schaue in der großen Pause bei dir vorbei!"
"Ja!" rief Laura und ballte die Faust spielerisch, "Mehr wollte ich ja nicht."


Vanessa hielt ihr Versprechen und am nächsten Tag stand sie, in der großen Pause, an der Tür von Lauras Klasse. Sie brauchte gar nicht hineinschauen, denn als sie an die Tür kam, streckte gerade Laura ihren Kopf heraus.

"Da bist du ja!" sagte sie und zog ihre Schwester in den Klassenraum.  Vanessa staunte nicht schlecht, als sie sah, wie voll der Klassenraum war. "Was ist denn hier los?" fragte sie flüsternd ihre kleine Schwester.
"Na das Armdrücken! Ich habe es beiläufig bei den Jungs erwähnt und die sind gleich los und haben es rumerzählt. Ich wette es kommen noch mehr!"
"Ich hätte es ohne Publikum lieber!" sagte Vanessa leise.
"Ach was!" sagte Laura und zog Vanessa weiter an den Tisch, an den Ulrike saß. Ein Stuhl stand schon bereit. Mit einem leichten Unwohlsein, setzte sich Vanessa.

"Na, will sich deine Schwester tatsächlich noch mal blamieren?" fragte Ulrike, Laura.
"Wirst ja sehen wer sich hier gleich blamiert!" blaffte Laura zurück.

"Na dann los du Tittenwunder! Lass es uns loslegen!"
Entschlossen ergriff Vanessa die kaltnasse Hand des Mädchens, dass mit seinen Körper doppelt so viel füllte, als es der Stuhl unter ihr hergab.

"Macht schon los ihr beiden!" grölte ein Junge.
Und schon fing Ulrike mit dem Drücken an. Vanessa hatte keine Probleme damit, ihrer Kraft Stand zu halten. Dann drückte sie selber und war selbst überrascht, als sie Ulrikes Hand glatt auf die Tischplatte donnerte.

Die Schüller um sie herum grölten los und riefen Vanessas Namen. Ulrike verzog das Gesicht und sah Vanessa böse an.

"Ich war noch nicht bereit!" zischte sie.
"Okay, dann noch mal!" sagte Vanessa unbeeindruckt.
Erneut gaben sich die Mädchen die Hände. Dieses Mal drückte Vanessa vorsichtiger und dann immer Stärker. In aller Ruhe drückte sie Ulrikes Hand erneut auf die Tischplatte. Und jeder hatte gesehen wie leicht ihr das gefallen war.  Sie hatte noch nicht mal ihre ganze Kraft gebraucht, um Ulrike zu besiegen. Sie konnte sich ein Lächeln einfach nicht verkneifen.

"Noch mal?" fragte sie Ulrick breit grinsend.
"Ja!" fachte Ulrike. „Das kann nicht sein! Du kannst nicht plötzlich so stark sein! Das ist ein Trick!“
„Du kannst es gerne weiter versuchen!“ sagte Vanessa grinsend, „Ich habe die ganze Pause Zeit!“

Das dicke Mädchen versuchte es noch drei Mal und jedes Mal schlug Vanessa ihre Hand in wenigen Sekunden auf die Holzplatte. Danach reichte es Ulrike. Wie ein wütendesWalross stand sie auf und polterte durch die Klasse nach Draußen. Die Jungs und Mädchen jubelten Vanessa zu. Vanessa stand auf und zeigte stolz ihren Bizeps. Eine erneute Welle des Erstaunens rollte durch die Menge. Viele der Jungs und auch einige Mädchen drückten Vanessas Bizeps begeistert. Dann forderten mehrere Jungen Vanessa zum Armdrücken auf. Vanessa willigte ein und besiegte einen nach den andren. Und immer wieder ging ein Jubel durch die Menge der Schüler. Natürlich waren alle Gegner von Vanessa drei bis vier Jahre jünger als sie. Und soweit sie wusste, waren alle drei Jungs aus Lauras Klasse. Aber es war dennoch toll auch gegen Jungs zu gewinnen. Als sie schließlich den Klassenraum verließ war sie einer euphorischen Stimmung.

Als sie aus der Klasse kam, stand Timmy ihr Bücherträger, wie immer brave an der Tür. "Was war denn da darin los?" fragte er neugierig. Das verwunderte Vanessa etwas. Normalerweise war Timmy so schüchtern, das er kaum ein Wort rausbrachte. "Ich habe nur ein Mädchen in Armdrücken besiegt." Timmy sah sie verwirrt an, sagte aber nichts. Vanessa dachte, dass das Gespräch damit zu Ende war und wollte schon los laufe, als Timmy noch mal den Mund aufmachte.

"Dann bist du wohl nach den Abschlussprüfungen weg, was?" fragte Timmy. "Ja!" sagte Vanessa kurz. "Brauchst du auf deiner Uni vielleicht einen, der dir die Bücher trägt? Ich könnte nämlich die Schule schwänzen und zu dir an die Uni kommen!" "Das ist eine bekloppte Idee!" sagte Vanessa grob. "Und du wirst nicht wegen mir die Schule schwänzen!"
"Aber, ---!"

Weiter kam Timmy nicht, denn im nächsten Augenblick wurde er von Vanessa mit beiden Händen gepackt und hoch in die Luft gehoben. Vanessa jubelte innerlich, als sie merkte, dass sie ihn tatsächlich hochheben konnte. Es war gar kein Problem für sie. Mein Gott! Dachte Vanessa. Ich könnte ihn sogar durch die Luft werfen! Das ist so cool. Sabrina hatte Recht! Das ist ein super Gefühl.

Timmy sah Vanessa aus großen Augen an. Dann schielte er auf die beiden großen Muskelbälle die sich aus ihrem Oberarm drückten. "Jetzt höre mir mal zu Timmy!" sagte Vanessa eindringlich. "Ich brauche keinen Bücherträger mehr, verstanden? Oder mache ich den Eindruck auf dich, das ich zu schwach dazu bin, meine eigenen Bücher zu tragen?"
Timmy starrte weiter auf ihre Oberarme und schüttelte den Kopf. "Gut, also sind wir uns einige, dass du wegen mir nicht die Schule schwänzen wirst?"

Timmy nickte und machte dabei ein wirklich betroffenes Gesicht. Vanessa wusste nicht warum, aber sie beugte sich vor und gab, den in der Luft schwebenden Jungen, einen Kuss. Timmy lief rot an, wie ein Feuerlöscher.
"Aber dankte dass du die Bücher so lange für mich getragen hast!" sagte Vanessa leise. Dann setzte sie den Jungen wieder auf dem Boden ab und nahm ihm ihre Bücher ab.
"Ab jetzt kann ich sie aber selbst tragen. Und du solltest deine Pause wieder mal sinnvoll nutzen."

Als Vanessa dann zurück zu ihrer Klasse ging, hatte sie ein unglaublich gutes Gefühl. Sie fühlte sich stark, selbstbewusst und begehrenswert. Und eins war ihr gerade sehr deutlich geworden. Sie wollte unbedingt stärker werden. So stark wie es nur irgendwie ging. Sie wollte jeden Mann, egal wie groß oder dick er war, hochheben können. Oder auch Frauen. Andere Menschen hochheben zu können war cool. Außerdem wollte sie jeden Mann an Stärke übertrumpfen. Und sie wollte mit Sabrina trainieren. Aber zuerst musste sie diese dummen Prüfungen überstehen.

Ende.

Freitag, 17. März 2017

Vanessa 2 - Schülerinnen



Für Vanessa gab es kaum etwas Besseres als durch die vollen Flure ihrer Schule zu gehen. Und obwohl sie heute nur einen dunklen Pulli und eine verwaschene Jeans an hatte, warf ihr, so ziemlich jeder Junge einen lüsternen Blick zu. Das lag nicht nur an ihrer langen Gestalt, oder ihrem glänzenden schwarzen Harren, die ihr bis zum Hintern reichten. Es lag wohl mehr an ihrer gut ausgestatteten Oberweite, die sich auffallend fest und rund nach vorne Drückte. Ihr kleine Schwester Laura, deren Oberköper mehr flach ausgefallen war, beschwerte sich gerne mal, dass Vanessa eine so ungewöhnlich hervorragende Oberweite hatte.

Natürlich hatte Vanessa auch ansonsten eine super Figur. Eine schmale Taille und einen runden knackigen Hintern, den sie immer in eine enge Jeans zwängte. Von Hinten guckten die Jungs ihr auf den Hintern und von Vorne, naja, weniger in die Augen. Obwohl diese großen hellblauen Augen einen Blick wert waren.

Vanessa durchwanderte nicht alleine die Flure ihrer Schule. In einem Abstand von drei Metern, folgte ihr ein kleiner dürrer Junge mit zerzausten braunen Haaren. In seinen dünnen Armen hielt er ein paar Schulbücher die Vanessa gehörten. Vor einem halben Jahr war ihr Timmy immer hinterhergerannt und hatte Vanessa angebellte, ihre Bucher tragen zu dürfen. Das hatte er einen Monat lang gemacht, bis Vanessa endlich nachgegeben hatte. Und seit dem trug er ihre Sachen. Jeden Tag und überall hin. Er war wie ein kleiner Hund der Vanessa überallhin folgte.

Vanessas kleine Schwester Laura ging auch auf ihre Schule. Sie war erst 15 und damit drei Klassen unter Vanessa. Da Vanessa und Laura sich ausgesprochen gut leiden konnten, im Gegensatz zu manch anderen Geschwistern, besuchte Vanessa regelmäßig, Laura in der großen Pause in ihrer Klasse.

In Vanessas Schule waren zur Pausenzeit alle Klassen für alle Schüler geöffnet. So das sich jeder überall rumtreiben konnte. Eine Regelung die nicht nur Vanessa gefiel. Als sie Lauras Klasse erreichte und hineinguckte, fiel ihr ein kleiner blonder Junge auf, der auf seinem Platz saß und wie hypnotisierte Laura anstarrte. Diese stand mit ein paar anderen Mädchen in einer Ecke der Klasse und unterhielt sich. Vanessa konnte den Jungen verstehen. Laura war ein sehr hübsches Mädchen. Sie hatte die großen grünen Augen ihres Vaters einen großen Mund und braune Harre, die sie mit hellen Strähnen versehen hatte. Vielleicht waren Lauras Schultern etwas breit und sie selber etwas klein, aber dennoch war sie schlank und hatte eine genau so schmale Taille wie Vanessa. Außerdem hatte Vanessa genau so breite Schultern, nur dass es bei ihr, wegen ihrer Größe viel weniger auffiel.

Als Vanessa in die Klasse ging, blieb ihr Bücherträger automatisch am Eingang stehen. Vanessa hatte Timmy eindeutig klar gemacht, dass er sie in keine Klasse begleiten sollte. Er durfte ihre Bücher nur Außerhalb der Klasse tragen. Egal um welchen Klassenraum es sich handelte.

Als sich Vanessa zu ihrer Schwester begab, verabschiedete diese sich von ihren Freundinnen.
"Hey Laura, wie ich sehe hast du einen neuen Verehrer!"
"Was?" fragte Laura und sah sie verwirrt an.
"Na der Junge da!" sagte Vanessa und zeigte auf den Blondschopf.
"Vincent? Quatsch! Der guckt mich doch immer so an!"
"Und du glaubst, dass bedeutet nichts?"
"Nein! Guck dir die Jungs an der Tafel an!"
"Was ist mit denen!"
"Siehst du nicht, wie sie alle versuchen, nicht in deine Richtung zu sehen um es heimlich doch zu machen?"
"Ja, aber das ist normal."
"Oh normal! Das liegt nur an deiner tollen Figur. Ich wette die Hälfte der Jungs in meiner Klasse nehmen dich Abends als Vorlage!"
"Pah!" machte Vanessa. "Da sind sie sicher nicht alleine. Das macht die halbe Schule!"
"Du bist ja sehr von dir überzeugt. Dumm nur das du wahrscheinlich recht hast. Ich wett das gleiche gilt für die Lehrer!"
"Ahhh stopp Laura! Themenwechsel!"
"Was? Denk ja nicht dass die das nicht machen!"
"Laura! Erzähl mir was anderes!"
"Hmm, wir hatten hier letzte Pause Mädchenarmdrücken gemacht!"
"Ach, ihr alle? Und? Bist du die Stärkste in der Klasse?"
"Nee, mehr der Dritte Platz!"

Vanessa zog die Augenbrauen hoch. Sie hatte ihre kleine Schwester immer für stark gehalten. Schließlich war sie vor einem viertel Jahr noch stärker als Vanessa selbst gewesen. Bis Vanessa damit angefangen hatte, jeden Tag etwas zu trainieren. Aber auch das hatte mittlerweile nachgelassen. Nicht dass sie nichts mehr tat. Nur weniger halt. Irgendwie fehlt es ihr an Motivation.

"Wer sind denn bitte die Mädchen die dich besiegt haben?"
"Na einmal Elise da drüben und Ulrike. Die dicke da am Tisch!"

Vanessa sah erst zu Elise dann zu Ulrike rüber. Elise war fast so groß wie Vanessa wirkte aber etwas dünner. Sie hatte braune Haare und war auch ansonsten gebräunt, als ob sie gerade aus dem Urlaub kam. Ulrike hingegen war wirklich dick. Mehr als das. Und auch ansonsten wohl die Außenseiterin der Klasse. Dunkelbraunes fettiges Haar. Einen massigen Körper der wie ein Klumpen Lehm aussah. Trübe Augen mit tiefen Ringen, als ob sie nie schlafen würde und Klamotten, die mal vor 20 Jahren getragen wurden.

"Uh!" machte Vanessa. "Der will ich noch nicht mal die Hand geben!"
"Tja! Aber sie ist die stärkste hier!"
"Kein Wunder, sie trägt ja auch gewohnheitsmäßig eine riesen Last mit sich herum!"
"Glaubst du, du würdest sie schaffen?" fragte Laura neugierig.
"Ich? Wieso denn das jetzt!"
"Na du bist stärker als ich, also vielleicht auch stärker als sie! Währe echt mal gut, wenn ihr ein anders Mädchen zeigt, dass sie nicht die Stärkste ist. Außerdem kann sie mich nicht leiden Und dich mag sie bestimmt auch nicht!"
"Warum!"
"Sie hasst halt hübsche Mädchen!"
"Warum?"
Laura zuckte mit den Schultern. "Guck sie doch an. Wir hassen was wir nicht selber sein können!"
"Aus welchem Glückskeks hast du das denn?" Vanessa seufzte übertrieben. "Na egal. Wenn es dir wichtig ist!"
"Das habe ich nicht gesagt!" rief Laura sofort. "Aber schlecht wäre es nicht!"
"Ja ist gut ich mache es ja schon!".

Vanessa ging zu dem dicken Mädchen herüber und lächelte sie so süß an, wie sie konnte. Dabei folgten ihr die Blicke der meisten Jungs in der Klasse. Die dicke Ulrike blickte auf und sah sie abschätzend an.
"Was ist mit dir los! Lesbisch oder was?"
Vanessa rollte mit den Augen. "Nein, ich wollte dich nur höfflich etwas fragen!"
"Na dann los! Die Pause dauert nicht ewig!"
"Ich habe gehört, dass du meine kleine Schwester im Armdrücken besiegt hast!"
"Wer soll das sein?"
"Laura!" sagte Vanessa in einem schärferen Ton und zeigte auf Laura.
"Ah ja! Na und?"
"Ich wollte es jetzt auch einmal versuchen!"
"Du?" Ulrike blickte sie skeptisch an.
"Ja ich!"
"Meinetwegen musst mir aber erst eine Frage beantworten!"
"Na los frag!"
"Sind deine Teile eigentlich echt? Ich meine sowie die von deinem Körper abstehen, muss das doch Plastik sein!"

Vanessa wurde leicht rot im Gesicht. Die Frage hatte jeder in der Klasse gehört und den Jungs konnte man die Neugier an der Nasenspitze angesehen. "Die sind echt!" rief Vanessa aggressive und schob sich bei der Äußerung die besagte Oberweite mit beiden Händen zu Recht. Als sie das tat, krachte es laut hinter ihr, weil ein Junge bei seiner Klotzerrei, glatt vom Stuhl gefallen war.

"Na dann kann es ja losgehen!" sagte Ulrike und stellte ihren massigen Arm auf den Tisch. Vanessa musste sich überwinden um die Klaue der dicken Ulrike anzufassen. Sie ergriff eine kalte, leicht nasse Hand. Innerlich schüttete sich Vanessa. Dann drückte Ulrike ihre Hand so stark zusammen, dass sie beinah aufgeschrien hätte.
"Kann es jetzt losgehen?" fragte Ulrike. Bevor Vanessa antworten konnte, hörte sie einen  Jungen hinter sich in den Flur brüllen. "Hey, die oberscharfe Braut will gegen das Fettmonster Armdrücken machen!"
"Wer?" ertönte eine Stimme vom Flur her.
"Lauras Schwester!"
"Ach die mit den beiden stimmigen Argumenten?"

Vanessa rollte mit den Augen, als sie die Junge hörte. Ulrike sah finster drein. Kein Wunder, dachte Vanessa, man hatte sie Fettmonster genannt. "Wir warten noch kurz!" sagte Vanessa, während Ulrike weiter ihre Hand drückte. Es dauerte nicht lange und Ulrike und Vanessa waren von einer dichten Traube von Schülern umgeben, die fast die ganze Klasse füllte. Allerdings waren kaum Mädchen darunter.

Ulrike beachtete die anderen Schüler nicht. Sie starrte Vanessa nur wie ein Psycho an. Vanessa schaffte es kaum, ihrem Blick standzuhalten. "Also jetzt los Tittenbarbie!"
"Ich bin nicht blond! murrte Vanessa und sagte dann "Okay, los!" Vanessa zuckte regelrecht zusammen, als die Jungs um sie herum zu brüllen anfinden, sobald sie merkten, dass es losging.

Vanessa musste sich sofort mit Gewalt am Tisch festhalten, weil Ulrikes Arm mit so einer Kraft auf sie einwirkte, dass es sie fast überrumpelte. Schnell wankte ihr Arm und Ulrike zeigte ein fieses Grinsen. "Auch nicht viel besser als deine Schwester, Tittenbarbie!" sagte sie. Und dann schlug sie Vanessas Hand hart auf den Holztisch. Vanessa konnte sich nicht beherrschen und rief einmal kurz "Au!" Die Jungs um sie herum, gaben alle ein enttäuschtes Murmeln von sich. Scheinbar hätten sie gerne Vanessa als Siegerin gesehen. Doch bevor Vanessa ihre eigene Niederlage überhaupt begreifen konnte, schlug Ulrike, die immer noch Vanessas Hand ergriffen hatte, diese noch einmal Kraft voll auf den Holztisch. "Ich habe gewonnen!" rief sie und haute nach jedem Wort Vanessas Hand schmerzhaft auf den Tisch.

Vanessa konnte sich knapp die Tränen verkneifen und zog schnell ihre Hand zurück. "Oh man Ulrike, du bist echt ein Tier!" rief einer der Jungen. "Wirf ihr doch zum Lohn ein rohes Stück Fleisch hin!"
"Fresse man, oder ich werfe ihr dich hin!"

Vanessa konnte das dumme Gequatsche der Jungs nicht ertragen und schob sich durch die Reihen der Jungen nach Draußen vor die Klasse. Die Jungs, an denen sie sich vorbeischob grinsten breit, als sie mit ihr Körperkontakt hatten.

Auf dem Flur lehnte sie sich erleichtert gegen die Wand. Eine Bewegung neben ihr zeigte ihr, dass Laura ihr gefolgt war.
"Na das war ja nicht so toll!" sagte Laura.
"Kann man wohl sagen. Ich habe mich vor deiner ganzen Klasse blamiert."
"Da waren auch noch welche aus andren Klassen!"
"Danke Laura. Jetzt geht es mir besser!"
"Nimm es nicht so schwer Vanessa!" sagte Laure jetzt lieb. "Es waren doch nur Jungs. Und denen ist doch egal, ob eine Frau im Armdrücken gewinnt.
"Kam mir aber nicht so vor!"
"Glaub mir! Die brauchten nur eine Gelegenheit um dich offen anglotzen zu können. Die werden sich alle heute Abend daraufhin, ...
Laura kam nicht weiter, denn plötzlich wurde sie von Vanessa barsch unterbrochen.

"Könntest du bitte damit aufhören zu behaupten, dass jeder Junge mich als Rubbelvorlage benutzt?" schrie Vanessa. Und das so laut, dass sich alle Schüler auf dem Fuhr kurz zu ihr umdrehten. Timmy, der immer noch ihre Bücher trug, bekam einen ganz roten Kopf.
"Oh Gott Timmy!" rief Vanessa."Ich habe nicht dich gemeint!"
"Sieht aber so aus, als ob du bei ihm ins Schwarze getroffen hast!" sagte Laura grinsend und Timmy blickte beschämt zu Boden. "Ich muss hier weg!" rief Vanessa und lief mit großen Schritten davon. Ein paar Sekunden später rannte ihr Timmy hinterher. Laura schüttelte nur den Kopf und verschwand wieder in ihrer Klasse. Die Pause war sowieso um.


Als Vanessa am Ende der gleichen Woche nach Hause kam, hörte sie schon im Flur, dass Laura Besuch hatte. Im Wohnzimmer fand sie ihre kleine Schwester zusammen mit Elise aus ihrer Schule, am Esszimmertisch. Die beiden machten gerade Armdrücken und als Vanessa rein kam, knallte die braungebrannte Elise, Lauras Hand auf die Tischplatte.

"Und wieder gewonnen!" rief Elise und zeigte ihre strahlend weißen Zähne. "Ich gib auf!" knurrte Laura. "Du bist sogar stärker als meine Schwester!" "Wer sagt das!" fragte Vanessa. Die beiden Mädchen drehten sich überrascht zu ihr um. Sie hatten nicht bemerkt, dass Vanessa reingekommen war. "Na ich!" sagte Laura. "Und glaub es ruhig. Gegen Ulrike hast du ja auch verloren!" "Na ja!" mischte sich Elise ein. "Ich habe gegen sie auch verloren!"
"Gut, dann mach ihr beiden jetzt Armdrücken!" sagte Laura und rutschte von ihrem Stuhl runter.

Eigentlich hatte Vanessa nicht wirklich Lust dazu. Da ihre letzte Erfahrung im Armdrücken an ihrem Ego einige Kratzer verursacht hatte. Mit wenig Begeisterung setzte sich Vanessa und ergriff Elises Hand. Elise hatte einen festen Händedruck, den Vanessa, so gut es ging, erwiderte.

"Also gut!" rief Laura begeistert, "Auf mein Zeichen legt ihr los! Achtung, fertig, los!"

Dieses Mal griff Vanessa sofort mit ihrer ganzen Kraft an. Doch Elise hielt stand. Ihre Hand schwankte zwar kurz zurück, doch dann war sie wieder in der Ausgangsstellung. Beiden Mädchen sah man an, dass sie sich ordentlich anstrengten, doch ihre Hände blieben weitestgehend in der Ausgangsstellung.

"Oh man da passiert ja Garnichts!" rief Laura aufgeregt. "Strengt euch mal ein bisschen an!"
"Na gut, ein bisschen kann ich noch!" sagte Elise, was Vanessa überrascht zur Kenntnis nahm. Und tatsächlich legte Elise noch etwas an Kraft nach und Vanessas Hand, wich Millimeter für Millimeter zitternd zurück.

"Vanessa nein!" rief Laura. Vanessa gab aber schon alles was sie hatte, da halfen auch die Rufe ihrer kleinen Schwester nichts. Vanessa keuchte laut auf, als Elise schließlich ihre Hand auf die Holzplatte schlug. Das braungebrannte Mädchen mit den hellweißen Zähnen sah sie freudestrahlend an. "Cool!" rief sie. "Ich habe ein Mädchen aus der Oberstufe besiegt! Wie viel Jahre bist du noch mal älter? Drei?"

Vanessa hatte kaum Lust zu antworten und verschränkte murmelnd die Arme. Sie musste auch nicht antworten, weil Laura sofort dazwischen plapperte. "Hey Elise, zeig Vanessa mal deinen Bizeps, der sieht nämlich echt cool aus!"

Vanessa staunte nicht schlecht, als das lange schlanke Mädchen ihr Shirt hochzog und auf ihrem gebräunten Arm ein runder Bizeps in der Form und Größe eines Golfballs erschien. Vanessa war fasziniert, wie rund so ein Bizeps doch sein konnte. Und er sah wirklich sexy aus. Er ragte so schön aus dem Arm hervor.

Laura war schnell hinter Elises Stuhl getreten und drückte ihren Bizeps leicht mit zwei Fingern. "Und echt hart!" sagte sie begeistert. "Fühl mal!" Vanessa warf Elise einen fragenden Blick zu. Diese nickte grinsend.

Vanessa streckte sich über den Tisch und ergriff zaghaft Elises Bizeps. Sie drückte die runde Muskelerhöhung seitlich mit zwei Finger. Und sie musste zugeben, er war wirklich erstaunlich hart. Bei Vanessa konnte von so einem Bizeps nicht die Rede sein. Allerding hatten ihre Arme auch den doppelten Umfang. Und das meiste davon war halt Fett. Ihr eigentlicher Bizeps befand sich darunter.

"Ja der ist schon cool!" sagte Vanessa nach dem sie einige Male den Bizeps gedrückt hat. Laura nickte bestätigend. "Ich finde ihn auch sexy!" sagte Laura. "Er gibt dir was taffes!"
"Danke!" sagte Elise fröhlich und entspannte ihren Arm.
"Okay, ich lass euch dann mal wieder alleine!" sagte Vanessa und rutschte von ihrem Stuhl. Sie hatte keine Lust, das die beiden Mädchen noch weiter über ihre Niederlage sprachen. Das brachte sie jetzt wirklich nicht.

Am nächsten Tag hatte Vanessa irgendwie schlechte Laune, was auch Laura auffiel. Und so ging es die ganze Woche lang. Am Freitagabend lag sie auf ihrem Bett und starrte missmutig vor sich hin. Als die Tür ihres Zimmers aufging und Laura hereinkam blickte Vanessa genervt auf. "Was!" rief sie.

"Bist du immer noch schlecht drauf?" fragte Laura.
"Was willst du Laura?"
"Es ist Freitagabend! Wollen wir nicht losziehen? Jemanden aus meiner Klasse gibt eine Party!"
"Ich habe keine Lust auf eine Party mit lauter vierzehn und fünfzehn Jährigen!"
"Dann hast Du wohl auch keine Lust auf mich!" rief Laura wütend.
"Richtig geraten! Und jetzt verzieh dich!" rief Vanessa.

Vanessa ließ sich wieder nach hinten fallen und starrte erneut an die Decke. Nach ein paar Minuten merkte sie, dass sich jemand auf ihr Bett setzte. Als sie aufblickte sah sie Laura, von der sie angenommen hatte, dass sie längst weg wäre.

"Jetzt sag schon was mit dir los ist! Seit letzter Woche bist du kaum zu ertragen!"
"Es ist nichts!"
"Jetzt sag nicht, dass es dir zu schaffen macht, dass Ulrike dich im Armdrücken besiegt hat. Diese Frau ist bestimmt 100 kg schwerer als du!"
"Es ist nicht nur das,... ich habe auch gegen Elise verloren! Gegen zwei 15 Jährige!"
"Elise ist sogar 14!" sagte Laura leise.
"Siehst du? Noch schlimmer. Ich bin 18, also erwachsen. Ich finde, das dürfte sowas nicht passieren. Ich will nicht, dass so etwas passiert!"

Beide Mädchen schwiegen eine Weile. Laura dachte nach und Vanessa starrte weiter böse die Decke an. Irgendwann brach Laura das Schweigen.

"Ich habe eine Idee!"
"Was?"
"Ich werde dein Coach!"
"Was bitte?"
"Na deine Trainerin! Ich sorge dafür, dass du stärker wirst!"
"Wie stellst du dir das denn vor?" fragte Vanessa skeptisch.
"Ich weiß einiges und den Rest gucke ich im Internet nach."
"Ich weiß nicht!" sagte Vanessa.
"Ich schon!" beharrte Laura. "Warte nur ab. Morgen geht es los!"
Fröhlich stand Laura auf und rannte aus Vanessa Zimmer. Vanessa sah ihrer kleinen Schwester stirnrunzelnd nach.


Am nächsten Tag verkündete Laura am Nachmittag, dass es Zeit für das Training sei. Als erstes schraubte sie an die beiden Hantelstangen, die Vanessa bis jetzt benutzt hatte, Gewichte. 1,5 KG an jede Seite, was in Summe, die Stange mit einem Kg mitgerechnet, 4 kg ergab. Laura ließ Vanessa eine Übung nach der anderen machen, die speziell den Bizeps beanspruchten. Wenn Vanessa es nicht mehr schaffte die Hantel ganz hochzuheben, unterstützte Laura sie.

Vanessa musste zugeben, dass sie mit Lauras Zuspruch viel länger und ausdauernder trainierte als sie es alleine gekonnt hätte. Und das mit einem Gewicht, das jetzt 3Kg schwerer war. Nach dem Training taten ihr die Arme ordentlich weh und am Sonntag hatte sie solche Muskelschmerzen, dass sie die Arme kaum heben konnte.

Vanessa hatte gedacht, dass Laura vielleicht ein paar Tage ihren Coach spielen würde und dann die Lust daran verliert. Aber das tat sie nicht. Jeden zweiten Tag kam sie zu Vanessa ins Zimmer und stachelte sie zum Training an. Und Vanessa gehorchte ihrer kleinen Schwester.


Nach drei Monaten stand Vanessa im Badezimmer vor dem Spiegel und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Sie hatte ihren rechten Arm angespannt und ein dicker Bizeps, der definitive größer war als ein Golfball, hatte sich aus ihrem Arm erhoben. "Das sieht doch gut aus!" sagte Vanessa laut zu sich selber. Dann ging plötzlich die Tür auf und Laura kam ins Bad gelaufen.

"Klopfst du nie an?" murmelte Vanessa.
"Kannst ja abschließen!" dann sah Laura, den Bizeps ihrer großen Schwester. "Cool!" sagte sie und drückte frech den Muskel ihrer Schwester. "Nur noch etwas weich! Aber das kriegen wir auch noch hin!" "Ja Coach!" lachte Vanessa.
"Ich denke dass wir noch 3 Monate so weiter machen und dann stampfst du Ulrike unangespitzt in den Boden!"
"Und Elise auch!"
"Ja schon, aber Elise ist meine Freundin. Da musst du nicht stampfen! Und Elise schaffst du jetzt schon. Komm doch mal dazu, wenn sie bei mir ist!"
"Das werde ich machen!"

Es dauerte noch ganze drei Wochen, bis Elise endlich mal wieder bei Laura war. Und Vanessa war mehr als bereit. Das tägliche Training mit Laura machte sich mehr als bezahlt. Und sie hatte das Gefühl, das ihr Bizeps schon wieder etwas gewachsen war.

Elise sah malwieder unglaublich aus, als Vanessa sie bei Laura im Zimmer sitzen sah. Sie hatte kein Zweifel daran, dass die blonde Badenixe mit der gebräunten Haut, den weißen Zähnen und den dunkelblauen Augen die hübscheste Frau in Lauras Jahrgang war.

Lieb lächelnd stellte sich Vanessa in Lauras Zimmertür und rief:
"Na ihr beiden!"
"Hey Vanessa!" sagte Laura, "Ich habe Elise schon erzählt, dass du eine Revanche haben willst."
"Ja, von mir aus geht das klar!" sagte Elise.
"Okay, dann gleich hier auf dem Teppichboden?" schlug Laura sogleich vor.

Vanessa nickt und wenig später, lagen sich die die beiden Mädchen gegenüber. Wie immer gab Laura in ihrer übermütigen Art das Startsignal. Vanessa nahm sich vor ihre Position zu halten und zu warten, was Elise ihr alles entgegenbringen konnte. Elise grinste, als sie merkte, dass Vanessa auf Lauras Signal nicht losdrückte. Elise fing nur langsam an zu drücken. Dafür steigerte sie den Druck kontinuierlich. Als Vanessa anfing Probleme zu bekommen, hörte Elise zum Glück auf zu drücken. Allerdings nur sehr knapp. Vanessa musste sich sehr anstrengen, um ihre Stellung zu halten. Doch Elise drückte augenscheinlich mit ihrer ganzen Kraft. Eine Steigerung war wohl nicht mehr drin. "Wieso bist du auf einmal so stark!" rief Elise verblüfft, während sie krampfhaft weiterdrückte.

"Hab ich doch gesagt!" mischte sich Laura ein. "Wir haben trainiert!"

Nun gab Vanessa alles was sie an Kraft hatte, was bei Elise ein leises Quicken verursachte. Ganz langsam und mühsam drückte Vanessa, Elises Hand weiter in Richtung Boden. Elise kämpfte verbissen und Vanessa hatte einige Male den Eindruck, dass sie Elises Hand nicht weiter nach hinten schieben konnte. Besonders am Ende schwitzen beiden Mädchen und hatten tief rote Köpfe. Als Elises Handrücken endlich den Boden berührte, sackten beide Mädchen geschafft zusammen.

"Ah verdammt!" stöhnte Elise. "Das hätte ich jetzt nicht gedacht!"
"Zeig ihr deinen Bizeps Vanessa!" rief Laura vergnügt.
Vanessa rappelte sich langsam auf und spannte schweratmend ihren Arm an. Ruckartig erschien ein runder Bizeps auf ihrem Arm.

"Oh ja recht ordentlich!" sagte Elise und griff nach Vanessas Oberarm. "Aber schon etwas weich!"
"Pah!" machte Laura. "Sie hat ja nun wirklich einen größeren Bizeps als du!"
"Meinst du? Sie hat ja auch viel dickere Arme!" sagte Elise. Daraufhin zog sie ihr Shirt hoch und spannte ihren Bizeps direkt neben den von Vanessa an. So dicht nebeneinander war der Unterschied doch nicht so groß, wie Vanessa gedacht hatte. "Hier, fühl mal bei mir Vanessa!" Vanessa tat es und Elises Bizeps war wirklich härter. Definitiv härter als ihrer.

"Ich denke wenn ich etwas trainieren würde, könnte ich dich leicht erneut schlagen!" sagte Elise zuversichtlich. "Momentan mache ich nämlich keinen Sport! Ich hatte schon daran gedacht, dass ein paar größere Muskeln bestimmt ganz gut aussehen würden!"
"Bestimmt!" pflichtete ihr Laura bei.
"Naja, wenn du ein weiteres Match willst, du weißt wo du mich findest!" sagte Vanessa. Dann verabschiedete sie sich bei den beiden Mädchen und ließ sie alleine.

Die nächsten Tage trainierte Vanessa noch verbissener. Die Begegnung mit Elise hatte ihr gezeigt, dass sie doch nicht so viel stärker geworden war, wie sie gehofft hatte. Die Sache war sehr knapp gewesen. Sie musste sich eingestehen, dass sie gegen Ulrike, wohl noch keine Chance hatte. Aber sie musste es in den nächsten vier Monaten schaffen. Danach kamen ihre Abschlussprüfungen und dann würde sie zur Uni gehen.

Laura unterstützte Vanessa natürlich weiter bei Training. Auch sie war Überrascht gewesen, das Elise ihr solche Probleme bereitet hatte. Aber wenigstens hatte Vanessa gewonnen. Lauras erste Maßnahme bestand darin, dass sie Vanessas Hanteln auf sechs Kilo steigerte. Und sie zwang Vanessa geradezu, ihre Wiederholungen genauso oft zu absolvieren, wie sie es zuvor getan hatte.

Vanessa gab alles und versuchte ihrer Schwester nicht zu widersprechen. Bevor sie diese Schule verließ, wollte sie Ulrike besiegen!

Ende